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Benimmregeln Der Knigge für Stadthunde

Kate Kitchenham 02.09.2009

Rücksicht und gutes Benehmen schaffen Verständnis. Wir haben die wichtigsten Regeln für ein friedliches Zusammenleben auf begrenzten Stadtflächen für Sie zusammengestellt.

In Café und Restaurant

Den Kellner anknurren, das ganze Lokal nach Essensresten absuchen, die Schnauze auf den Nachbartisch legen oder laut bellen, sobald ein neuer Gast das Restaurant betritt – das Leben mit einem unerzogenen Hund kann gerade in Gaststätten reichlich Peinlichkeiten bescheren. Allein die Gerüche machen den Hund unruhig.

Der Knigge für Stadthunde
Ein Hund, der von klein auf lernt, wie er sich in der Stadt verhalten soll, meistert Restaurantbesuche, Straßenverkehr & Co. ohne Probleme © Urban Compass /Stocksy

Besser für den Hund: Wir bringen dem Stadthund von klein auf bei, dass er während des Besuchs still unter dem Tisch liegen soll. So kommt er schneller zur Ruhe und wird die verbleibende Zeit effektiv nutzen – für eine kleine Siesta.
Extratipp: Starten Sie das Training in kurzen Einheiten und wenn wenig Betrieb herrscht. Gehen Sie ausgiebig mit ihm Gassi.
Das kommt gut an: Verzichten Sie mit regennassen Hunden auf den Besuch von Restaurants – wegen des riechenden Fells oder gar wegen der Gefahr, dass sich Ihr Hund plötzlich die Nässe abschüttelt. Fragen Sie vor dem Eintritt, ob vierbeinige Gäste willkommen sind.

Im Kaufhaus

Hunde sind von Frauchens Shoppingtouren oft nicht angetan, besonders wenn sie von Kleiderständer zu Kleiderständer gezerrt werden.
Besser für den Hund: Legen Sie ihn an einer ruhigen Stelle ab und erkunden Sie die Sonderangebote allein. Dabei behalten Sie ihn selbstverständlich im Blick, um ihn vor ungefragten Streicheleinheiten fremder Leute zu bewahren.
Noch eine häufige Problemquelle für den Hund: Rolltreppen oder Fahrstuhl.
Trainingstipps: Rolltreppen werden positiv besetzt, wenn Frauchen darauf mit viel Hurra heruntergefahren kommt. Im Fahrstuhl kann man ein Leckerchen aus der Tasche zaubern, ansonsten ist das Fahren damit das Normalste der Welt und sollte ohne zu zögern angegangen werden. Beim Ablegen zwischen Kleiderständern sollte der Hund das Kommando „Bleib!“ beherrschen, starten Sie in kleinen Zeiteinheiten.

Im Park

Auch zwischen Hundehaltern gibt es eine Art Verhaltenskodex. So sollten wir respektieren, wenn nicht jeder Hund mit unserem spielen darf. Vielleicht gibt es dafür gute Gründe: Der Hund ist krank oder soll lernen, ruhig an anderen Hunden vorbeizugehen oder wurde vor kurzem operiert und darf noch nicht toben. Was auch immer der Auslöser für ein Kontaktverbot ist: Beim Anblick eines angeleinten Hundes wird der eigene unter Kontrolle gebracht. Auch gegenüber anderen Spaziergängern zeigen wir uns rücksichtsvoll, denn nicht jeder kann auf den ersten Blick erkennen, wie süß unser Hund ist. Deshalb ist auch das Mitrennen mit Joggern und Kindern vom ersten Tag an tabu, Picknicktaschen werden nicht inspiziert, um Grillgut wird ein großer Bogen geschlagen.
Trainingstipps: Schon beim ersten Ansatz, einem fliehenden Objekt hinterherzurennen, bekommt der Hund ein deutliches Abbruchsignal und wird mit viel Freude gelobt, sobald er sich beim Anblick von Joggern etc. ruhig absetzt.
Das kommt gut an: Den Hund an der Seite absetzen und anleinen, wenn andere vorbei wollen – vor allem, wenn diese Unsicherheit zeigen.

In der Einkaufszone

Laut kläffende Hunde, die sich hier zum Spielen treffen, mögen stolze Besitzer niedlich finden. Die meisten anderen Passanten können fröhliches Spielbellen von Aggressionsverhalten nicht unterscheiden und reagieren verängstigt.
Generell gilt: In der Stadt gibt es ausgewählte Orte, an denen Hunde Freundschaft schließen können. Dazu gehört die Hundewiese oder der Park, aber nicht das Shoppingcenter.
Trainingstipps: Versuchen Sie, Hundebegegnungen in der Einkaufszone zu verhindern, loben Sie den Hund, wenn er sich ruhig verhält und den anderen Hund ignoriert. Urinmarkieren an Blumentöpfen oder Werbeständern wird von Geschäftsleuten nicht gern gesehen – die Verhaltensbiologin Valeska Stöhr meint dazu: „Hunde können lernen, nicht überall zu markieren. Wir sollten es in der Einkaufszone grundsätzlich verbieten, auf der Wiese und an Straßen ist das Schnuppern und Markieren dann erlaubt. Hunde lernen das schnell und haben mit klaren Regeln keine Probleme.“ Das kommt gut an: Legen Sie Bello nicht mitten im Gang ab. Lassen Sie ihn im Fahrstuhl nicht an fremden Hosenbeinen schnuppern.

In Hauptstraßen und Wegen

Auch wenn in den meisten deutschen Städten kein Leinenzwang herrscht und unser Hund zuverlässig gehorcht, sollte er zumindest an unübersichtlichen Stellen angeleint geführt werden.
Das Problem: Besonders in der Stadt passieren schon mal unvorhersehbare Dinge, auf die wir mit einem frei laufenden Hund schlechter reagieren können. Zum Beispiel wenn eine Mutter mit Kleinkind auf dem Rad um die Ecke gesaust kommt, unser Hund im Freilauf aber gerade beschließt, den Gehweg zu kreuzen.
Besser für den Hund: Auf Nummer sicher gehen und nur dort ableinen, wo keine „schnellen Geschosse“ unterwegs sind.
Trainingstipps: Hunde lernen sehr schnell, an welchen Stellen sie an der Leine und wo sie frei laufen können – wird die Regel zum Ritual, stellt sie für den Hund kein Problem dar.
Das kommt gut an: Vorausschauend denken und die Leine kürzer fassen, insbesondere auf engen Wegen und bei Gegenverkehr von Kinderwagen oder Fahrradfahrern.

Im Bus und in der Bahn

Der Hund sollte lernen, ruhig sitzend oder liegend auf das Ende der Fahrt zu warten.
Trainingstipps: Je früher der Hund an das Fahren im wackeligen Gefährt gewöhnt wird, desto problemloser wird er sich später auf Reisen verhalten. Je nach Gemüt kann man sofort einsteigen oder muss das Tier ans Mitfahren gewöhnen. Auf deutschen Bahnstrecken herrscht Maulkorbpflicht, schlaue Herrchen gewöhnen Hunde vorher an den Maulkorb.
Das kommt gut an: Die Hauptverkehrszeiten sollten wir auch im Sinne des Hundes meiden. Ist es doch sehr voll, nimmt der Hund im Sitzen weniger Platz ein als quer im Gang.

Studie über das Leben mit Hunden

Angeregt durch die öffentliche Diskussion und die mediale Berichterstattung rund um Hunde und Hundehaltung, aber auch durch persönliche Gespräche mit Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern hat Pedigree im Februar 2007 eine repräsentative Studie zur Erfassung der aktuellen Lebenswirklichkeit von Hunden und Hundehaltern in Deutschland in Auftrag gegeben.

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