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Schneidiger Gendarm auf Räuberjagd Dobermann

Nur wenige Hunde haben das Durchsetzungsvermögen eines Dobermanns. Bestechungsversuche sind bei dem temperamentvollen Musterschüler sinnlos. Nicht umsonst ist der Dobermann als Einmannhund bekannt.

Dobermann – Schneidiger Gendarm auf Räuberjagd
Dobermann © Nicole Schick Tierfotografie
Größe
Schulterhöhe bis 72 cm
Gewicht 32 bis 45 kg
FCI-Klassifikation Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molosser - Schweizer Sennenhunde, Sektion 1: Pinscher und Schnauzer, Standard Nr. 143
Verwendung Begleithund, Schutzhund und Gebrauchshund
Alter 10 bis 12 Jahre

Welche und wie viele Hunde der 1834 geborene Friedrich Louis Dobermann gekreuzt hat, um diesen temperamentvollen Jagd- und Schutzhund zu züchten, lässt sich im Nachhinein nicht mehr klären. Die Verwandtschaft zum Rottweiler und zum Pinscher sieht man dem Dobermann jedenfalls an. Der Steuereintreiber, Nachtpolizist und Hundefänger Dobermann benötigte einen Hund, der ihm bei der Ausübung seines gefahrenreichen Berufes mit Mut und Einsatzwillen zur Seite stand. Er sollte wachsam, scharf, tapfer und misstrauisch gegenüber Fremden sein, um einen optimalen Schutz für den Halter zu gewährleisten. Dies ist ihm mit der Zucht des Dobermanns gelungen. Schon früh erkannten die damaligen Ordnungshüter die Vorteile des Dobermanns, der sich weder von Lärm noch Gewalt beeindrucken ließ und stets wehrhaft blieb, was ihm auch den Beinamen Gendarmenhund einbrachte. Sein kühnes Wesen wurde ihm in den beiden Weltkriegen zum Verhängnis, wo er aufgrund seiner Selbstsicherheit eingesetzt wurde. Heutzutage wird der Dobermann weltweit als Schutz- und Wachhund gehalten.

Voraussetzungen für die Haltung

Aufgrund seiner Natur braucht der Dobermann eine lineare und durchgehende Führung, die möglichst früh beginnen sollte. Er sollte professionell ausgebildet werden, um Unverträglichkeiten mit anderen Hunden und die Bellfreudigkeit so weit wie möglich einzudämmen. Dobermänner sind aufgrund ihrer Lauffreudigkeit nur bedingt als Wohnungshunde geeignet.

Anfälligkeiten

Der Dobermann hat eine Prädisposition für das Wobbler-Syndrom, bei dem Schädigungen des Rückenmarks im Bereich der Halswirbelsäule auftreten. Erbkrankheiten, die das Innenohr und den Gleichgewichtssinn betreffen, können ebenso auftreten wie die Dobermann-Kardiomyopathie. Eine verhältnismäßig selten auftretende neurologische Erkrankung ist die Dancing Dobermann Disease, bei der der Hund durch muskuläre Veränderungen und eine zunehmende Schwäche in der Hinterhand einen taumelnden, tänzelnden Gang entwickelt.

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