Ursprünglich waren Terrier für die Jagd auf Hasen, Füchse und Ratten gedacht, später wurden auch massigere und muskulösere Exemplare gezüchtet. Terrier sind sehr intelligent, selbstständig und temperamentvoll.

Draufgänger und Jäger aus Leidenschaft: der Parson Russell Terrier
Terrier gehören entsprechend ihrer Natur als ehemalige oder aktive Jagdhunde zur Klasse der Gebrauchshunde. Die FCI-Gruppe 3 Terrier unterteilt sich in vier Sektionen, in denen die zahlreichen Terrier je nach Größe und Einsatzgebiet eingeordnet sind. Ursprünglich waren Terrier für die Jagd auf Hasen, Füchse und Ratten gedacht, später wurden auch massigere und muskulösere Exemplare gezüchtet, die heute teilweise zu den sogenannten Kampfhunderassen gehören. Terrier sind sehr intelligent, selbstständig und temperamentvoll. Während einige Terrier-Vertreter immer noch als Jagdgehilfen eingesetzt werden, haben andere Exemplare eine Karriere als Showhund gemacht.
Sektion 1: Hochläufige Terrier (14 Rassen)
Hochläufige Terrier sind hervorragende Jäger, die keine Gefahren scheuen. In Großbritannien und Irland haben sie sich schon vor langer Zeit einen legendären Ruf als unerschrockene Weidmänner erarbeitet.
Foxterrier,
Irish Terrier und
Parson Russell Terrier zeichnen sich durch die Raubwildschärfe und ihr Draufgängertum aus. Der Airedale Terrier wurde aufgrund seiner Vielseitigkeit in beiden Weltkriegen als Sanitäts- und Meldehund eingesetzt. Aufgrund ihrer Größe sind hochläufige Terrier nicht für die Jagd im Bau geeignet. Dafür lassen sie sich für jede Form von Hundesport begeistern.
Sektion 2: Niederläufige Terrier (12 Rassen)
Dank ihrer kompakten Erscheinung und ihrer Wendigkeit waren die Vorfahren der niederläufigen Terrier geschickte Rattenjäger. Sie konnten in den Bau von Füchsen und Dachsen eindringen und ließen sich von den Jägern leichter verfolgen. Mit dem Nachlassen der Jagd wurden viele niederläufige Terrier als Ausstellungs- und Familienbegleithunde weitergezüchtet. Die bekanntesten Vertreter sind der
Skye Terrier, der
Scottish Terrier und der
Jack Russell Terrier.
Sektion 3: Bullenartige Terrier (4 Rassen)
Die bullenartigen Terrier stammen von den mittelalterlichen Saupackern und Bärenbeißern ab, die so wie die doggenartigen Hunde zur Jagd auf Großwild eingesetzt wurden. Sie entstanden aus Kreuzungen alter Terrierarten und Bulldoggen. Im 19. Jahrhundert wurden sie bei Tierkämpfen und zum wettkampfmäßigen Rattentöten eingesetzt. Bullenartige Terrier wie der Staffordshire Terrier und der Bull Terrier zeichnen sich durch Hartnäckigkeit, Mut und Entschlossenheit aus. Daher sind bullenartige Terrier nur für einfühlsame Halter mit viel Hundeerfahrung geeignet.
Sektion 4: Zwerg-Terrier (3 Rassen)
Wie der Name schon sagt, sind Zwerg-Terrier sehr kleine Abbilder ihrer großen Verwandten. Sie dienen hauptsächlich als Begleit- und Haushunde, haben aber ein großes Selbstbewusstsein und lassen sich nicht so schnell einschüchtern. Der
Yorkshire Terrier ist der bekannteste unter den Zwerg-Terriern. Auch wenn Zwerg-Terrier nicht zur Jagd eingesetzt werden, haben sie den gleichen verwegenen und kämpferischen Charakter wie ihre jagenden Artgenossen.
Die sprichwörtliche Verwegenheit der Terrier wird ihnen gelegentlich auch zum Verhängnis - beim Jagen nehmen sie häufig keine Rücksicht auf ihr eigenes Wohl und scheuen kein Risiko. Als selbstständige und entschlossene Jägernaturen mit starker Persönlichkeit brauchen Terrier eine konsequente Erziehung. In der Familie sind sie dank ihrer flotten Auffassungsgabe und ihrer Zuverlässigkeit liebenswerte und einfühlsame Zeitgenossen.