Wenn andere Hunde vor Erschöpfung aufgeben, dreht der Sibirische Husky erst so richtig auf. Der elegante und sportliche Zughund liebt es, durch den Schnee zu sprinten oder sich beim Sport zu verausgaben.

Der Sibirische Husky hat besonders auffällige Augen: Sie können braun, blau oder mehrfarbig sein.
Steckbrief: Sibirischer Husky
Geschichte
Der Sibirische Husky ist ein karges und enthaltsames Nomadenleben gewöhnt. Über Jahrhunderte war er der wichtigste Weggefährte der Jäger und Rentierzüchter aus Nordsibirien. Die Inuit behandelten ihre Huskys stets wie Familienmitglieder - Welpen wurden gemeinsam mit dem eigenen Nachwuchs aufgezogen. 1909 musste sich der russische Pelzhändler William Goosak beim legendären Hundeschlittenrennen Ididarod wegen seiner "kleinen Hunde" von der Konkurrenz belächeln lassen. Das Rennen wird jährlich zur Erinnerung an die von einer Diphtherie-Epidemie bedrohte Stadt Nome veranstaltet. Eine Huskystafette, die das Serum 674 lange Meilen hinter sich herzog, rettete die Stadt damals. Goosak wurde bei seiner ersten Teilnahme prompt Dritter. Die Ur-Huskys, die er nach dem Rennen veräußern musste, um zurück in die Heimat zu gelangen, wurden von dem norwegischen Hundeschlittenfahrer Leonard Seppala zu Sibirischen Huskys weitergezüchtet. Der Sibirische Husky ist ein Arbeitshund, der ausdauernd das 9-fache seines Körpergewichts ziehen kann.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 1 Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 1 Nordische Schlittenhunde, Standard Nr. 270
Verwendung
Der Sibirische Husky ist ein klassischer Schlitten- und Arbeitshund, der sich hervorragend für den Breitensport eignet.
Größe
Schulterhöhe bis 60 cm
Gewicht
16 bis 28 kg
Fell
Dickes, mittellanges, pflegeleichtes Fell, das stark haart und aus einer Ober- und Unterwolle besteht
Farbe
Sämtliche Töne von schwarz bis vollständig weiß
Voraussetzung für die Haltung
Da der Sibirische Husky kein besonders ausgeprägtes Territorialbewusstsein hat, verspricht ein Einsatz als Wachhund wenig Erfolg. Aufgrund seiner Freiheitsliebe sollte das Grundstück möglichst ausbruchssicher sein. Ein gewöhnlicher Zaun ist kein Hindernis für die Sportskanonen. Der Sibirische Husky braucht engen Kontakt zu seiner Familie und täglich viel Auslauf.
Anfälligkeiten
Bei der Zucht des Sibirischen Huskys kann es zu genetisch bedingten Erkrankungen der Augen wie Hornhautdystrophie oder Retina-Atrophie kommen. Sibirische Huskys, die als Schlittenhund eingesetzt werden, können an Bronchitis und Magenleiden erkranken.
Lebenserwartung
10 bis 14 Jahre
Wesen
Der Sibirische Husky hat einen ausgeprägten Jagdtrieb, dem Halter mit frühzeitigem Training begegnen sollten. Er ist lernbereit, unaufdringlich, sanftmütig und menschenfreundlich.