Bis vor kurzem galt der Shar-Pei als seltenste und teuerste Hunderasse der Welt. Dabei waren die stolzen Faltengesichter mal einfache Bauernhunde.

Die Falten des Shar-Pei sind sein Markenzeichen - vor allem im Welpenalter zeigen sie sich stark.
Steckbrief: Shar-Pei
Geschichte
Seinen Namen verdankt der Shar-Pei seinem rauhen Fell. Shar-Pei bedeutet sinngemäß so viel wie "Hund mit sandiger Haut". Die Geschichte des Shar-Pei lässt sich bis zur Han-Dynastie um 200 v. Chr. zurückverfolgen. Damals war der Shar-Pei der Jagd- und Wachhund armer Leute. Vor allem in den südlichen Provinzen Chinas war der Shar-Pei allgegenwärtig. Da er die größte einheimische Rasse war, die die Chinesen den Pitbulls und Bull Terriern der britischen Invasoren entgegensetzen konnten, erhielt er die unzutreffende Bezeichnung "chinesischer Kampfhund". Der Shar-Pei wurde in blutigen Hundekämpfen eingesetzt, wo ihm sein rauhes Fell und seine lose Haut Vorteile einbringen sollten.
Mitte des 20. Jahrhunderts war der Shar-Pei nahezu ausgestorben. Anfang der 1970er Jahre soll es lediglich noch 12 Hunde gegeben haben. Nur dem engagierten Züchter Matgo Law aus Hongkong ist es zu verdanken, dass der Shar-Pei nicht verschwunden ist. Er startete einen Aufruf zur Erhaltung der seltenen Rasse und konnte so die amerikanischen Liebhaber des edlen Shar-Pei mobilisieren. Von den verbliebenen 146 Exemplaren befanden sich im Jahre 1976 fast 100 in den Vereinigten Staaten. Das machte den Shar-Pei zeitweise zum seltensten und begehrtesten Hund der Welt.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde und verwandte Rassen, Sektion 2.1 Molosser, doggenartige Hunde, Standard Nr. 309
Verwendung
Jagd-, Wach-, Haus- und Familienhund
Größe
Schulterhöhe bis 51 cm
Gewicht
18 bis 30 kg
Fell
Kurzes, rauhes und borstiges Haar
Farbe
Einfarbig, alle außer weiß
Voraussetzung für die Haltung
Obwohl der Shar-Pei als Einmann-Hund gilt, eignet er sich bei entsprechender Erziehung gut als Haus- und Familienhund.
Anfälligkeiten
Übertriebene Zuchtbemühungen, die eine verstärkte Faltenbildung zur Folge hatten, sind oftmals Grund für hormonelle Störungen, Hauterkrankungen und Augenentzündungen. Da der Genpool des Shar-Pei immer noch relativ klein ist, sollte man nur Tiere aus verantwortungsvoller Zucht aufnehmen.
Lebenserwartung
10 bis 14 Jahre
Wesen
Der Shar-Pei ist temperamentvoll und freundlich. Fremden gegenüber ist er zurückhaltend.
Alle Hunderassen im Überblick