Der Deutsche Schäferhund ist ein unumstrittener Alleskönner. Keine andere Rasse ist als Nutzhund so gefragt wie das schwarz-braune Multitalent.

Zu Beginn seiner Rassegeschichte kreuzten Züchter den Schäferhund mit Wölfen.
Steckbrief: Deutscher Schäferhund
Die Geschichte des Schäferhundes beginnt mit der Gründung des Vereins der deutschen Schäferhunde (SV) im Jahre 1899. Der Begründer der Rasse, Rittmeister Max von Stephanitz, wollte einen Gebrauchshund züchten, der als Helfer und Freund des Menschen neue Maßstäbe setzt. Hinter den Namen Horand von Grafrath und Luchs von Sparwasser könnte man ein altes Adelsgeschlecht vermuten. Diese illustren Namen stehen jedoch für die beiden Stammväter der Rasse, von denen ein Großteil der meisten deutschen Schäferhunde abstammt. Ihre begabten Nachfahren stellen mittlerweile knapp 90 Prozent aller Diensthunde weltweit.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde, Sektion 1 Schäferhunde, Standard Nr. 166
Verwendung
Gebrauchs-, Begleit-, Wach-, Schutz-, Dienst-, Rettungs- und Hütehund
Größe
Schulterhöhe bis 65 cm
Gewicht
22 bis 40 kg
Fell
Dichtes, fest anliegendes Deckhaar mit Unterwolle. Pflegeleichtes und wetterbeständig Fell, das Regen, Kälte und Hitze trotzt.
Farbe
Schwarz mit rotbraunen, braunen, gelben bis hellgrauen Abzeichen. Schwarz und grau einfarbig, bei grau mit dunklerer Wolkung
Voraussetzung für die Haltung
Deutsche Schäferhunde brauchen eine konsequente Erziehung sowie viel Geduld und Verständnis seitens des Halters. Aufgrund seiner Vielseitigkeit sollte der Deutsche Schäferhund sowohl körperlich als auch geistig beschäftigt werden. Sportliche Betätigung und die Verrichtung einer nützlichen Aufgabe garantieren einen ausgeglichenen Charakter.
Anfälligkeiten
Eine der häufigsten Erkrankungen bei Schäferhunden ist eine erblich bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks, die Hüftgelenksdysplasie (HD), die bei einigen großwüchsigen Hundearten auftritt und durch falsche Ernährung und Haltung begünstigt werden kann. Durch spezielle Tests kann die HD-Belastung eines Hundes ermittelt werden. Elterntiere eines Welpen sollten möglichst HD-frei sein.
Weitere mögliche Erkrankungen sind erblich bedingte Koordinationsstörungen aufgrund von Fehlbildungen des Innenohrs, Hornhautentzündungen und das Cauda-equina-Syndrom, welches durch eine Kompression der Nervenwurzeln am Ende des Rückenmarks entsteht.
Lebenserwartung
10 bis 12 Jahre
Wesen
Deutsche Schäferhunde sind ausgeglichen, nervenfest, selbstsicher, unbefangen und lernwillig.