Seit der Expedition von Roland Amundsen ist der Samojede eine Berühmtheit - schließlich war er der erste Hund, der den Südpol erreichte.

Die Ähnlichkeit zum Spitz kann der Samojede nicht verbergen.
Steckbrief: Samojede
Geschichte
Der Samojede verdankt seinen Namen dem sibirischen Volksstamm der Samojeden, dem er bis heute gute Dienste als Arbeitshund leistet. Schon im 18. Jahrhundert wurde von den ausdauernden Nomadenhunden berichtet, die ihren Herren beim Hüten der Rentiere und als Schlittenhunde dienten. Der Samojede war ein vollwertiges Familienmitglied, das die Nacht im Zelt verbringen durfte, wo es dank seines üppigen Fells für eine wohlige Wärme sorgte. Als der britische Zoologe Ernest Kilburn-Scott gegen Ende des 19. Jahrhunderts aus Sibirien zurückkehrte, brachte er einen Samojeden-Rüden namens Sabarka mit, der als Grundstein für die europäische Zucht der genügsamen Arbeitshunde galt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machte sich der Samojede als Expeditionsbegleiter von Roland Amundsen und Eroberer des Südpols einen dauerhaften Namen. Seit 1913 ist der Samojede offiziell als Hunderasse anerkannt.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 1 nordische Schlittenhunde, Standard Nr. 212
Verwendung
Begleit-, Familien-, Arbeits-, Schlitten-, Hüte- und Haushund
Größe
Schulterhöhe bis 60 cm
Gewicht
17 bis 30 kg
Fell
Üppiges, dichtes, elastisches und pflegeintensives Fell
Farbe
Reinweiß, weiß oder bisquit, sahnegelb
Voraussetzung für die Haltung
Der Samojede braucht aufgrund seiner Eigenwilligkeit und seiner Jagdleidenschaft eine konsequente Erziehung. Seine enorme Ausdauer und Bewegungsfreude erfordern regelmäßigen Auslauf. Blinden Gehorsam darf man vom Samojeden nicht erwarten.
Anfälligkeiten
Der Samojede leidet gelegentlich an Diabetes und Pulmonalstenose, die sich durch eine Beeinträchtigung der Herzfunktion bemerkbar macht.
Lebenserwartung
11 bis 13 Jahre
Wesen
Der Samojede ist gesellig, lebhaft, aufgeschlossen und eigenwillig.