Seine Gelassenheit macht den Leonberger zum perfekten Familienhund. Selbst tobende Kinder bringen den sanften Riesen nicht aus der Ruhe.

Der Leonberger wurde ursprünglich als Wappentier gezüchtet.
Steckbrief: Leonberger
Geschichte
Heinrich Essig gilt als Begründer der Leonberger. Der Landrat der schwäbischen Stadt Leonberg wollte einen Hund züchten, der dem Wappentier der Gemeinde möglichst ähnlich sieht. Also kreuzte er Mitte des 19. Jahrhunderts eine Landseerhündin mit einem stämmigen Bernhardiner. Auch Neufundländer und Berghunde aus den Pyrenäen wurden eingekreuzt, um einen kräftigen, aber dennoch ruhigen Wachhund zu erhalten. Der Leonberger war bei Bauern und Majestäten gleichermaßen beliebt. Der Prinz von Wales, Kaiserin Sissi und Bismarck wussten schon um das ausgeglichene Wesen der liebesbedürftigen Hunde. Während der beiden Weltkriege geriet der Leonberger beinahe in Vergessenheit. Dank engagierter Züchter wurde der Leonberger gerade noch rechtzeitig vor dem Aussterben bewahrt.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Sektion 2.2 Molossoide, Schweizer Sennenhunde, Standard Nr.145
Verwendung
Wach-, Begleit- und Familienhund
Größe
Schulterhöhe bis 80 cm
Gewicht
45 bis 70 kg
Fell
Langes, anliegendes, mittelweiches und pflegeintensives Fell
Farbe
Löwengelb, rot, rotbraun, sandfarben mit schwarzer Maske
Voraussetzung für die Haltung
Aufgrund seiner territorialen Veranlagung muss der Leonberger schon früh an andere Hunde gewöhnt werden. Obwohl Leonberger nicht sonderlich lauffreudig sind, brauchen sie wegen ihrer stattlichen Größe ausreichend Platz und eignen sich somit nur bedingt als Stadthunde.
Anfälligkeiten
Beim Leonberger kann es zu erblich bedingten Krankheiten wie Hüftgelenksdysplasie und dilatativer Kardiomyopathie kommen, die sich durch eine Beeinträchtigung der Herzmuskulatur bemerkbar macht.
Lebenserwartung
7 bis 10 Jahre
Wesen
Leonberger sind umgänglich, nervenfest und selbstbewußt.