Der Havaneser ist ein unkomplizierter und liebenswerter Begleiter. Seine intelligente Art, sein fröhlicher Charakter und seine Geduld im Umgang mit Kindern machen ihn zu einem beliebten Familienhund.

Das pflegeintensive Fell des Havaneser bietet durch fehlende Unterwolle im Winter nur bedingt Schutz vor Kälte.
Steckbrief: Havaneser / Bichon Havanais
Geschichte
Die Vorfahren der Havaneser stammen aus den Küstengebieten Spaniens und Italiens. Mit europäischen Seefahrern gelangten sie nach Kuba, wo sie bei Bauern und Wohlhabenden gleichermaßen beliebt waren. Aufgrund ihres tabakfarbenen Fells ging man letztlich davon aus, dass ihr Ursprungsort die Stadt Havanna sei. Mittlerweile sind alle Havaneser-Blutlinien auf Kuba ausgestorben. Einigen Exil-Kubanern ist es zu verdanken, dass die Zucht der Havaneser in den USA fortgesetzt werden konnte: Sie schmuggelten nach der Revolution einige Tiere in die Vereinigten Staaten. Mittlerweile erfreuen sich die quirligen Havaneser auch in ihrer alten Heimat Europa immer größerer Beliebtheit.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 9 Gesellschafts- und Begleithunde, Sektion 1 Bichons und verwandte Rassen, Standard Nr. 250
Verwendung
Gesellschafts- , Begleit-, Haus- und Familienhund
Größe
Schulterhöhe bis 29 cm
Gewicht
3,5 bis 7 kg
Fell
Langes, üppiges, weiches und gewelltes Fell, das mehrmals pro Woche gebürstet werden sollte. Der Havaneser hat kaum Unterwolle, weshalb darauf zu achten ist, dass er bei kalten Temperaturen nicht auskühlt. Ein jahreszeitenbedingter Fellwechsel findet beim Havaneser nicht statt.
Farbe
Selten reinweiß, falbfarben, schwarz, havannabraun, tabakfarben, rötlichbraun, auch gescheckt.
Voraussetzung für die Haltung
Der Havaneser ist aufgrund seiner Körpergröße als Wohnungshund geeignet. Auch als Begleiter für Senioren und Kinder fühlt sich der Havaneser wohl.
Anfälligkeiten
Havaneser sind robust und widerstandsfähig. Rassetypische Erkrankungen sind bislang nicht bekannt.
Lebenserwartung
12 bis 15 Jahre
Wesen
Havaneser sind aufgeweckt, fröhlich und liebevoll.