Der imposante Anblick einer Deutschen Dogge ist respekteinflößend. Dabei sind die muskulösen Hünen ausgesprochen liebevoll und anhänglich.

Der Anblick einer Deutschen Dogge ist eindrucksvoll.
Steckbrief: Deutsche Dogge
Geschichte
Der Begriff Dogge stand früher stellvertretend für alle großen und kräftigen Hunde, unabhängig von ihrer Rasse und Herkunft. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurden doggenartige Hunde aus England nach Deutschland eingeführt. Es handelte sich um eine Mischung aus bulligem Mastiff und irischem Wolfshund. Die importierten Kraftpakete wurden mit Windhunden gekreuzt, um einen großen, schnellen und geschmeidigen Jagdgefährten zu erhalten, der es auch mit Wildschweinen, Hirschen und Bären aufnehmen konnte. Eine Zeit lang war die Haltung der edlen Doggen sogar fürstliches Privileg. Als das Aus für die Hetzjagden kam, wurde die Deutsche Dogge zum repräsentativen Begleithund, den sogar Otto von Bismarck mit auf seine Spaziergänge nahm. 1878 wurde der edle Riese in Berlin erstmals als eigene Rasse vorgestellt. Im Ausland ist die Deutsche Dogge teilweise unter den Namen Dänische Dogge, Great Dane oder Ulmer Dogge bekannt.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde, Sektion 2.1 Molossoide, doggenartige Hunde, Standard Nr. 235
Verwendung
Begleit-, Wach- Schutzhund- und Familienhund
Größe
Schulterhöhe bei Hündinnen mind. 72cm , bei Rüden mind. 80 cm
Gewicht
50 bis 95 kg
Fell
Kurzes, pflegeleichtes Deckhaar mit wasserdichter Unterwolle
Farbe
Gelb, gestromt, blau, schwarz, schwarz-weiß gefleckt
Voraussetzung für die Haltung
Deutsche Doggen benötigen allein aufgrund ihrer Größe viel Platz. Die territorial orientierten Rüden dulden selten andere Rüden in ihrem Revier, weshalb sie schon früh im Umgang mit anderen Hunden geschult werden sollten. Aufgrund ihrer Krankheitsanfälligkeit benötigen Deutsche Doggen spezielles Futter und eine fachmännische Aufzucht.
Anfälligkeiten
Aufgrund ihrer enormen Größe leidet die Deutsche Dogge vermehrt an rassetypischen Erkrankungen wie Cardiomyopathie, Hüftgelenksdysplasie sowie Magendrehungen. Zur Vermeidung degenerativer Knochenerkrankungen muss schon im Welpenalter hochwertige Nahrung gefüttert werden. Der Kalzium-Phosphor-Haushalt sollte durch gezielte Ernährung stetig kontrolliert werden. Bindehautentzündungen durch übermäßige Ausbildung der Lefzen können bei Deutschen Doggen ebenfalls auftreten.
Lebenserwartung
7 bis 10 Jahre
Wesen
Deutsche Doggen sind selbstsicher, freundlich, liebevoll und anhänglich, auch wenn sie im Ernstfall Verteidigungsbereitschaft zeigen.