Die FCI-Gruppe 4 umfasst lediglich eine Rasse, den Dachshund, auch als Dackel oder Teckel bekannt. Er wurde ursprünglich für die Jagd auf Dachse gezüchtet und eignete sich auch für das Jagen unter der Erde.

Der Dachshund, auch unter dem Namen Dackel oder Teckel bekannt, wurde für die Jagd auf Dachse gezüchtet
Die FCI-Gruppe 4 enthält lediglich eine Rasse, den
Dachshund, auch als Dackel oder Teckel bekannt. Wie der Name schon vermuten lässt, wurde der Dackel zur Jagd auf Dachse gezüchtet. Der Dachshund stammt von den Bracken ab, die auf die Schweißjagd spezialisiert sind. Man züchtete fortlaufend kurzläufige Tiere, die für die Jagd unter der Erde geeignet waren. Der Grund für die Kurzläufigkeit der Dachshunde ist die Selektion auf Achondroplasie bei der Zucht. Dabei handelt es sich um eine Mutation, die das Wachstum des Skelletsystems beeinflusst und erblich ist.
Man unterscheidet beim Dachshund zwischen unterschiedlichen Größen und der Beschaffenheit des Haarkleids. Neben dem normalen Dachshund gibt es den Zwerg- und den Kaninchen-Dachshund. Unter welche Kategorie ein Dachshund fällt, hängt vom Gewicht und dem Brustumfang ab. Mit einem Gewicht von 4 bis 5 kg ist der Kaninchen-Dachshund der kleinste Vertreter seiner Art.
Beim Haarkleid unterscheidet man zwischen Kurz- und Langhaar, wobei der Kurzhaardackel den ältesten Schlag der Dackelfamilie darstellt. Den Kurzhaardackel gibt es auch als Rauhhaar-Variante. Diese entstand durch das Einkreuzen vom Dandie Dinmont Terrier und anderen Terrierarten. Für den Langhaardackel wurde der Deutsche Spaniel eingekreuzt, wohingegen der Zwergdackel aus einer Einkreuzung von Pinschern entstand. Alle Dackelarten gibt es in zahlreichen Farbvariationen von rot bis gestromt oder getigert.
Schon im Mittelalter waren Dachshunde beliebt bei Jägern, da sie sehr selbstständig und draufgängerisch agieren. Dank seiner geringen Größe passt der Dackel problemlos in den Bau von Dachsen und Füchsen, denen er sich mutig und entschlossen entgegenstellt. Er ist ein hervorragender und vielseitiger Jagdgebrauchshund, der nicht nur für die Arbeit unter Tage taugt, sondern auch zum Stöbern und bei der Wasserarbeit eingesetzt werden kann.
Auch als Ausstellungs- und Begleithund hat sich der Dachshund einen Namen gemacht. In den 70er Jahren erreichte die Popularität des eigenwilligen Vierbeiners ihren Höhepunkt. Mittlerweile sind Dachshunde aufgrund ihrer umgänglichen Art auch als Familien- und Haushunde sehr beliebt. Sie sind intelligent und gehorsam, haben aber gelegentlich ihren eigenen Kopf, wie es sich für gestandene Jagdhunde gehört. Aufgrund der kurzen Läufe und der langen Wirbelsäule können Dachshunde bei Übergewicht und mangelnder Bewegung an Dackellähme, einer Sonderform des Bandscheibenvorfalls, erkranken.