Der Dachshund weiß ganz genau, wie man sein Herrchen um den Finger wickelt. Nicht umsonst ist der freche Schelm für seinen herzerweichenden Dackelblick bekannt, dem kaum einer widerstehen kann.

Der Dachshund hat eine kurzläufige, langgestreckte Gestalt. Auffällig sind seine abgerundeten Hängeohren.
Steckbrief: Dachshund
Geschichte
Niederläufige Jagdhunde wurden schon im Mittelalter für die Baujagd gezüchtet. Aufgrund der Kurzbeinigkeit konnte der Hund in die Behausungen von Dachsen oder Füchsen eindringen und leichter vom Jäger verfolgt werden, da er nicht so schnell war. Der Dachshund stammt von den Bracken ab und eignet sich sowohl für die Jagd unter als auch über der Erde, wo er zuverlässig stöbert und Schweißfährten folgt. Es sind unterschiedliche Dachshunde mit mehreren Fellvarianten bekannt. Dachshund, Zwerg-Dachshund und Kaninchen-Dachshund gibt es jeweils als Rauhaar, Kurzhaar oder Langhaar-Version. In den 70er Jahren waren Dachshunde besonders beliebt. 1972 war der Dackel Waldi das Maskottchen der Olympischen Spiele in München. Als Jagdgefährte ist der Dachshund heute seltener in Gebrauch, als Haushund dafür umso beliebter.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 4 Dachshunde, Sektion, 1 Dachshund, Standard Nr.148
Verwendung
Jagdgebrauchs-, Haus- und Familienhund
Größe
Schulterhöhe bis 35 cm
Gewicht
3 bis 10 kg
Fell
Rauhes oder glattes, pflegeleichtes Fell in unterschiedlichen Längen.
Farbe
Lang- und Kurzhaar-Dackel: einfarbig rot, rotgelb, gelb mit oder ohne schwarze Stichelung, zweifarbig tiefschwarz oder braun mit rostbraunen oder gelben Abzeichen, gestromt, dunkle Grundfarbe mit grauen oder beigen Flecken, rot oder gelb mit dunklerer Stromung. Rauhhaar-Dackel vorwiegend hell bis dunkelsau- und dürrlaubfarben, sonst wie Lang- und Kurzhaar-Dackel.
Voraussetzung für die Haltung
Der Dachshund ist für seine Sturköpfigkeit und seinen Eigensinn bekannt. Als Jagdhund, der auf selbstständiges Handeln gezüchtet wurde, besitzt der Dachshund ein starkes Selbstbewusstsein und bedarf einer konsequenten Erziehung, damit er sich im Umgang mit anderen Hunden nicht überschätzt. Um der Dackellähme vorzubeugen, sollte die Rückenmuskulatur gestärkt und Übergewicht vermieden werden.
Anfälligkeiten
Zu den rassetypischen Erkrankungen bei Dachshunden gehört die Dackellähme, die eine Sonderform des Bandscheibenvorfalls darstellt, bei der die Nerven der Wirbelsäule abgeklemmt werden. Ergebnis ist meist eine irreparable Lähmung der Hinterläufe. Daher sollte der Dachshund bei Treppen stets getragen werden.
Lebenserwartung
12 bis 15 Jahre
Wesen
Der Dachshund ist temperamentvoll, intelligent und selbstbewußt.