Wer einen Gefährten sucht, der sich durch blinden Gehorsam auszeichnet, wird am eigensinnigen Bluthund verzweifeln. Die gemütlichen Hubertushunde haben ihren eigenen Kopf, den sie lieber zum Verfolgen einer Fährte einsetzen.

Wegen seiner feinen Nase war der Bluthund bei Verbrechern gefürchtet.
Steckbrief: Bluthund
Geschichte
Als der Mönch Hubert im 7. Jahrhundert Hetzhunde für die Jagd auf Hochwild züchtete, breiteten sich die robusten und ausdauernden Suchspezialisten in den gesamten Ardennen aus, wo sie auch dem Königshaus bei der Wildschweinjagd zur Seite standen. Nach seiner Heiligsprechung wurde der Mönch Hubert zum Schutzheiligen der Jäger ernannt und seine Bluthunde durch Wilhelm den Eroberer im 11. Jahrhundert nach England importiert, wo sie durch Kreuzung mit französischen Laufhunden zu Bloodhounds, also Hunden von reinem Blut, gezüchtet wurden. Heutzutage ist der Bluthund nicht nur für seine feine Nase, sondern auch für seine Gutmütigkeit innerhalb der Familie berühmt.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 6 Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen, Sektion 1.1 Laufhunde, große Laufhunde, Standard Nr. 84
Verwendung
Lauf-, Meute-, Schweiß-, Fährten-, Haus- und Familienhund
Größe
Schulterhöhe bis 70 cm
Gewicht
40 bis 54 kg
Fell
Kurzes, dichtes, harsches Fell, das pflegeleicht und wetterbeständig ist
Farbe
Schwarz-loh, leberfarben-loh, rot
Voraussetzung für die Haltung
Aufgrund seiner gemächlichen und etwas sturen Art braucht der Bluthund eine geduldige und zwanglose Erziehung durch eine feste Bezugsperson. Da der Fährtenhund für sein Leben gern Spuren folgt, sollte seine feine Nase entsprechend gefordert werden.
Anfälligkeiten
Die herabhängenden Augenlider des Bluthundes können zu Augenentzündungen führen. Regelmäßige Augenpflege wirkt vorbeugend.
Lebenserwartung
10 bis 12 Jahre
Wesen
Der Bluthund ist intelligent, zurückhaltend, sanftmütig und umgänglich mit Artgenossen und anderen Lebewesen.