So behäbig und gemütlich der Bernhardiner auch daherkommt - sein sprichwörtlicher Dickschädel zeugt von einem großen Selbstbewusstsein.

Als Rettungshund ist der Bernhardiner in der Schweiz sehr beliebt.
Steckbrief: Bernhardiner
Geschichte
Der Bernhardiner führte Mensch und Tier durch Wind und Nebel der verschneiten Berge. Schon im 18. Jahrhundert halfen die Vorfahren der sensiblen Nasen bei der Suche nach Vermissten. Als Lawinenhunde leisteten sie den Augustiner-Mönchen in St. Bernhard gute Dienste. Da die langhaarigen Bernhardiner für den mühevollen Einsatz im tiefen Schnee nicht geeignet waren, verschenkte man sie an die Dorfbewohner aus dem Tal. Als britische Hundefreunde die langhaarigen Schweizer entdeckten, wurde der Bernhardiner auf der Insel zu einem gefragten und teuren Begleithund. Als Rettungshund ist der Bernhardiner aufgrund seiner Masse nur noch bedingt einsetzbar - ein toller Familienhund ist er allemal.
Klassifikation nach FCI
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhund, Sektion 2.2 Molossoide, Berghunde, Standard Nr. 61
Verwendung
Begleit-, Wach-, Hof- und Familienhund
Größe
Schulterhöhe bis 91 cm
Gewicht
75 bis 85 kg
Fell
Stock- und Langhaar, das regelmäßig gebürstet werden muss
Farbe
Weiß mit rotbraunen, gestromten oder braungelben Platten oder einem Mantel
Voraussetzung für die Haltung
Bernhardiner sind gelegentlich etwas bewegungsfaul, daher sollte man auf regelmäßige Ausgänge achten. Aufgrund ihrer Größe brauchen Bernhardiner natürlich genug Platz. Manchmal verhalten sich Bernhardiner territorial gegenüber anderen Hunden.
Anfälligkeiten
Aufgrund der Größe leiden viele Bernhardiner unter Hüftgelenksdysplasie und Magendrehungen. Auch Bindehautentzündungen können auftreten. Gelegentlich kommt es zu Knochenkrebserkrankungen.
Lebenserwartung
7 bis 10 Jahre
Wesen
Der Bernhardiner ist ein sensibler, ausgeglichener und gutmütiger Hund, der sein Revier jedoch zu verteidigen weiß.