Ob als Sport-, Rettungs-, Blinden-, oder Familienhund: Der Altdeutsche Schäferhund begeistert durch seine Vielseitigkeit. Seit April 2010 gilt er als Rassehund.

Charakteristisch für den Altdeutschen Schäferhund: sein üppiges Fell, große spitze Stehohren, dunkle Augen und eine wolfsähnliche Schnauze
Geschichte
Der langhaarige Schäferhund ist eine Fellvariante des Deutschen Schäferhundes, der seit 1899 rein gezüchtet wird. Begründer der Rasse ist Rittmeister Max von Stephanitz (1864-1936), der aus süd- und mitteldeutschen Landschlägen von Hüte- und Herdenhunden den vielfältig talentierten Gebrauchshund selektierte. Während der Zuchtbuch führende Verein für Deutsche Schäferhunde (SV) anfangs im Standard die drei Fellarten kurz, lang, rauhaarig akzeptierte, galt seit 1930 langhaariges Fell als unerwünscht. Im April 2010 wurde der Langhaarige als eigener Schlag im SV von der Fédération Cynologique Internationale, FCI, anerkannt.
Klassifikation nach FCI
Nummer 166, Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde, Sektion 1 Schäferhunde (mit Arbeitsprüfung im SV und LSVD, ohne Arbeitsprüfung in den nicht vom VDH anerkannten ASVD und DASV)
Verwendung
Gebrauchs-, Hüte-, Dienstgebrauchs- und Familienhund
Größe
Schulter 55 bis 60 cm, Rüden 60 bis 65 cm
Gewicht
22 bis 32 Kilo, Rüden 30 bis 40 Kilo
Fell
Lang mit weicher Unterwolle, Fahnen an Ohren, Läufen und der buschigen Rute; an den Keulen eine deutliche Hose, am Hals eine Mähne. Übrigens: Altdeutsch heißt der Schäferhund nur, wenn er auch zwei langhaarige Eltern hat.
Farbe
schwarz/rotbraun, schwarz/braun, schwarz/gelb, schwarz/grau, schwarz/braun/gewolkt, wolfsgrau und lackschwarz
Pflege
zweimal im Jahr beim Fellwechsel gut drei Wochen lang die Unterwolle herausbürsten, darüber hinaus reicht gelegentliches Bürsten
Preis
etwa 800 Euro
Haltungskosten
etwa 100 Euro pro Monat
Anfälligkeiten
Hüftgelenksdysplasie, Ellenbogengelenksdysplasie, Allergien
Lebenserwartung
12 Jahre
Portrait des Altdeutschen Schäferhundes