Über Jahrhunderte lebten Alaskan Malamutes als enge Gefährten der Inuit in der arktischen Tundra, bis Weiße die größten aller Schlittenhunde für sich entdeckten.

Malamutes sind das Ergebnis beständiger Auslese: Sie sind kräftig wie Miniponys, friedfertig wie Lämmer, manchmal eigenwillig wie Esel
Geschichte
Der nach dem Inuit-Stamm der Malimiut benannte Schlittenhund geht auf wolfsnahe arktische Hunde zurück. Seine Vorfahren lebten als Zug- und Packtiere mit den Eskimos in den Landstrichen rund um den Kotzebue-Sund im nordwestlichen Teil Alaskas. Weißen Siedlern, die mit dem Goldrausch ab 1896 nach Alaska kamen, fielen sie unter den Eskimohunden als ausgesprochen große und freundliche Exemplare auf. Ab 1928 begann die amerikanische Lehrerin Eva Seeley als eine der Ersten, die Malamutes rein zu züchten, und ließ sie 1935 vom American Kennel Club als Rasse anerkennen. Etwa seit den Sechzigerjahren gibt es Malamutes in Europa. 1966 wurde das Zuchtbuch in Deutschland eröffnet (Zwinger Mount Kinley).
Klassifikation nach FCI (seit 1966)
Standard Nummer 243, Gruppe 5, Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 1, Nordische Schlittenhunde
Verwendung
Schlittenhund, Begleit- und Familienhund für sportliche Menschen; kein Wachhund
Größe & Gewicht
Hündinnen 58 cm und mehr, Rüden 63,5 cm und größer, ohne Größenbeschränkung im Standard, entscheidend sind stimmige Proportionen
Gewicht
34 Kilo, Rüden 38 Kilo und mehr
Fell
wetterfestes doppeltes Fell, weiche, fettige Unterwolle, 3 bis 5 cm, das dichte Deckhaar entsprechend länger; langes Haar ohne Unterfell ist unerwünscht
Farbe
Mantelzeichnung; die häufigste Färbung ist wolfsgrau-weiß, aber auch schwarz mit weißen Abzeichen an Brust, Maske und Pfoten, wildfarben-weiß, rotweiß, selten reinweiß; die Augen sollen braun, bräunlich-rot oder schwarz sein; blaue Augen sind ein von der Zucht ausschließendes Kriterium
Fellpflege
tägliches Bürsten, damit das Unterfell nicht verfilzt; beim Wechsel vom Winter- zum Sommerfell haaren Malamutes beträchtlich
Preis
1000 bis 1300 Euro
Haltungskosten
um 60 Euro monatlich inklusive Standard-Tierarztkosten und Versicherungen
Voraussetzung für die Haltung
Der Malamute ist ein Rudeltier, kein Ein-Mann-Hund; er braucht notwendig Familienanschluss und/oder die Gesellschaft von anderen Hunden, außerdem viel und intensiven Auslauf; ein großer Garten als Ersatz für das tägliche Laufen reicht für die gern Löcher grabenden Hunde nicht aus
Anfälligkeiten
selten Hüftgelenksdysplasie und Katarakt
Lebenserwartung
eine allgemein robuste Rasse; durchschnittlich wird er 12 Jahre
Portrait des Alaskan Malamute
Alle Hunderassen im Überblick