Meist hat Hundehusten infektiöse Ursachen. Beim Zwingerhusten ruft ein Cocktail aus Viren und Bakterien einen meist trockenen Husten hervor.
Junghunde stecken sich im Zwinger, auf Hundeplätzen oder im Tierheim an, überall dort, wo ein reger Austausch von Körperflüssigkeiten stattfindet. Bei einer obstruktiven Bronchitis sind die Bronchien teilweise mit Schleim und Flüssigkeit verstopft und der Husten befördert schleimigen Auswurf nach außen.
Wenn sich Hundehusten wie Gänsegeschrei anhört, kann eine kollabierende Luftröhre dahinterstecken (Trachealkollaps). Davon sind besonders Zwergrassen wie Yorkshire, Chihuahua, Zwergspitz und Zwergpudel betroffen. Bei Neigung zu Trachealkollaps kann bei Aufregung oder Zug am Halsband die starre Struktur der Luftröhre zusammenbrechen, die Hunde drohen zu ersticken. Auch Allergien können zu Bronchitis und Husten führen. Ein langer Hustenanfall im Liegen ist typisch für herzkranke Hunde, die ein Lungenödem entwickelt haben.
So helfen Sie Ihrem Hund: Es ist nicht immer sinnvoll, den Hustenreiz zu unterdrücken. Besonders gefährlich ist die Kombination von Schleimlöser und Kodein gegen den Hustenreiz. Durch den Schleimlöser verflüssigt sich der Schleim in den Bronchien, kann aber bei unterdrücktem Hustenreiz nicht abgehustet werden.
Besser: Nachts quälenden Husten unterdrücken, tagsüber Schleim lösen. Bei Neigung zu Trachealkollaps statt Halsband besser Brustgeschirr verwenden, es übt keinen Druck auf die Luftröhre aus.
Wann zum Tierarzt? Wenn Hunde über einen längeren Zeitraum husten, sollte der Profi die Lunge abhören. Wenn die Hustenden schwer atmen, Fieber haben oder einen schleimigen oder blutigen Auswurf hervorbringen, gehören sie sofort zum Tierarzt.