Ein gewisses Hungerniveau ist normal. Da ist der Hund noch ganz Wolf, seine wilden Verwandten fressen immer dann, wenn der Tisch gerade gedeckt ist und nach dem Motto: All you can eat. Schließlich weiß man als Wolf nie, wann es die nächste Mahlzeit gibt. Die meisten Hunde sind sich offenbar auch nicht sicher, ob ihr Napf wieder aufgefüllt wird. Pathologisch wird es, wenn die Hundegedanken nur noch um das Fressen kreisen.
Gesteigerter Appetit entsteht durch Futterneid, er kann aber auch hormonelle Ursachen wie Cushing-Syndrom, eine Überfunktion der Nebennierenrinde, Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion haben oder nach einer Kastration auftreten. Arzneimittel wie Glukokortikoide, Anabolika oder Antiepileptika steigern ebenfalls die Fresslust.
So helfen Sie Ihrem Hund: Stellen Sie ihn regelmäßig auf die Waage. Nimmt er an Gewicht zu oder ab? Wenn er mehr frisst und Gewicht verliert, dann ist entweder der Energiegehalt des Futters ungenügend oder Bello kann das aufgenommene Futter schlecht verdauen. Darmerkrankungen, Parasiten, Darmtumoren oder eine Bauchspeicheldrüsenschwäche (Pankreasinsuffizienz) können dann dahinterstecken. Wenn Futterneid die Fresslust steigert, sollten Sie die Fresskonkurrenten während der Mahlzeiten trennen.
Wann zum Tierarzt? Wenn Ihr Hund übergewichtig wird oder wenn er trotz seiner Fressorgien an Gewicht verliert, führen Sie ihn besser seinem Tierarzt vor. Voluminöser gelblicher Kot kann ein Hinweis auf eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse sein.