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  #1 (permalink)  
Alt 09.04.2012, 18:42
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Blinzeln Ab wann kann ein Welpe was (lernen)?

Ab wann kann man mit einem Welpen was üben?

Was kann man von einem Junghund erwarten, was wäre zu viel verlangt?

Vielleicht kann ja jemand Welpenerfahrenes (jacqui?! ) eine Art "Stundenplan" erstellen und wir diskutieren drüber..

Fände ich interessant!
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Alt 09.04.2012, 19:02
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Oh ja gute Idee! (dann kann ich ja ein bisschen angeben Nero war echt ein richtiger Streber)
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Alt 09.04.2012, 19:20
Benutzerbild von timi2305
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Hallo,
Welpenerfahrung wäre zuviel gesagt. Werde trotzdem antworten.
Als ich Mina (mein erster Hund) damals bekommen habe, begann ich mit ihrer Erziehung am zweiten Tag. Sie war 9 Wochen alt.
Das Konzept war aus einem Buch und hat für sie damals sehr gut funktioniert, weil die Erziehung quasi nebenher stattfand (Instrumentell). Sie hat sehr schnell verknüpft, war allerdings auch kein sehr exploratives Welpe.
__________________
MfG Michaela und der Revoluzzerkobold

Das einander Verstehen ist die Voraussetzung für jede gute Beziehung, auch für diejenige zwischen Mensch und Hund.
(Feddersen-Petersen)
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  #4 (permalink)  
Alt 09.04.2012, 19:51
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sarah, dann erzähl du doch mal!

timi, auf welches Buch hast du dich gestützt?
Wie sah euer Training aus?
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  #5 (permalink)  
Alt 09.04.2012, 19:59
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Na, ein Welpe lernt sobald er aus dem Mutterleib raus ist.

Und besonders viel in der Prägephase. Da wird dann das Fischernetz im Hirn gespannt. Also die ganzen Verknüpfungen und Leitungen angelegt. Je mehr desto besser.

Natürlich lernt der Hund auch danach weiter, trotzdem ist diese Phase der Entwicklung sehr wichtig.

Sobald der Welpe einzieht, sollte man mit dem Training anfangen. Wichtig ist, dass man immer nur in ganz kurzen Einheiten trainiert. Eher so spielerisch nebenher. Besonders einfach ist es, wenn man mal darauf achtet, was der Hund von sich aus anbietet. Naya hat z.B. immer gerne was getragen und wir haben dann sofort mit "nimm" verknüpft.
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Der eigene Hund macht keinen Lärm, er bellt nur.

Tucholsky
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Alt 09.04.2012, 20:04
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Also ich schreib mal auf wie das bei uns war. Dann könnt ihr schön über meine Erziehungsfehler diskutieren

1 Woche

Das Wort "Nein" als abbruchsignal. Mit einem leisen Knurren als Unterstützungssignal verstand Nero schnell.
Stubenreinheit, halt immer wieder Rausgehen und Leckerlie wenn er sein Geschäft gemacht hat. Pipi in der Wohnung wortlos entfernen. Hat sehr lange gedauert bei ihm 2 Monate(im Januar um 3 Uhr Nachts raus, tolle Zeit...)

Seinen Namen positiv mit Futter verbinden wenn er daraufhin folgt oder kommt.

Futter gabs die ersten 1,5 Monate nur aus der Hand, auch Nassfutter was ein bisschen ekelig war, aber was macht man nicht alles. (Bindung stärken)

2Woche

Im Wald Gassi gehen mit Schleppleine damit kein zug auf der Leine war und er gleich lernt das zug unangenehm ist.

Lernen das Menschen Leckerlis wegnehmen dürfen, knurrte er gab es ein Nein und zu Boden drücken (an das Verhalten der Mutter angelehnt)
Den Knochen nach eingehender "Untersuchung" zurückgeben, damit er weis das wir keine Futterkonkurenten sind. Nur das wir das "Alpharecht" auf Kauknochen und Spielzeug haben.

Und Sitz

ca.3Woche

Platz
Auf Zuruf kommen mit leckerlie verstärkung

Nero hat angefangen zu Apportieren (hab ich natürlich unterstüzt war Stolz wie Bolle!)

Das langt erstmal.
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Alt 09.04.2012, 20:09
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Zitat:
Zitat von Doggystyle Beitrag anzeigen
timi, auf welches Buch hast du dich gestützt?
Wie sah euer Training aus?
War mir nicht sicher ob ich es reinschreiben darf.
Es heisst"Hundeerziehung 2000" und ist von Dr. Roger Mugford.
Sein Programm beginnt in der siebten Woche aber wie gesagt ich habe erst mit neun Wochen, zuhause angefangen. Vorher war sie im Tierheim und ich durfte sie einmaldie Woche besuchen, da habe ich lieber gespielt.
Also im Grunde war es ganz leicht, jedesmal wenn sie sich hinsetzte, hinlegte oder zu mir kam sagte ich das entsprechende Kommando und sie verknüpfte. Sitz dauerte 1 Tag, Platz allerdings verlässlich ca. 1 Woche. Sogar Fuß lernte sie innerhalb des ersten Monats.
Das schöne an diesem Konzept war,dass es ohne körperliche Einwirkungen bzw. Manipulation ging. Ist 15 Jahre her "damals" haben die Hundeschulen hier noch mit runterdrücken und Beine wegziehen gearbeitet.
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MfG Michaela und der Revoluzzerkobold

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Geändert von timi2305 (09.04.2012 um 20:44 Uhr). Grund: Loben vergessen! Hab ich mit Stimme und Spiel:)
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  #8 (permalink)  
Alt 09.04.2012, 20:09
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Oh ja und meinem Freund hab ich nebenbei beigebracht wie er 4 Oktaven höher "Supi, supi, supi!" und "Hast du Fein Gemacht, fein, fein, fein!" sagt

Männer müssen sich da ja ein bisschen durchringen...
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  #9 (permalink)  
Alt 09.04.2012, 20:19
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Die ersten paar Tage durfte Naya sozusagen ankommen, da gab es nicht so viel Trubel und Garten war angesagt.

Ich habe unten bei ihr geschlafen, allerdings länger als eine Woche. Halt so lange, wie sie es gebraucht hat.

Sitz, Platz, Komm - habe ich alles sofort angefangen.

Ich habe bei jedem Essen machen und das waren ja vier Mahlzeiten am Tag gepfiffen und wenn sie Essen durfte auch, damit sie den Pfiff schön verknüpft.

Danach haben wir auch kleine Spaziergänge unternommen und ich habe sie grundsätzlich überall hin mit genommen, damit sie alles kennen lernt.
Spazieren gehen immer ohne Leine, es sei denn es musste sein, wenn wir mal an die Straße gegangen sind, damit sie sich an die Autos gewöhnt. Sie ist immer in meinen Hacken gelaufen und ich habe das Schnalzen als Aufmerksamkeitssignal eingeführt.

Außerdem habe ich mich ganz oft hingehockt, ohne sie zu rufen und wenn sie dann kam, dann gab es große Freude, Spiel, Spaß, Leckerchen - immer was anderes und immer toll. So funktioniert unser Abruf auch heute noch gut.

Nimm und nein kamen auch ganz schnell.

Sachen wegnehmen, besseres geben, aus lernen, das kam alles ganz schnell dazu. Immer mal wieder so nebenher.

Aus der Hand füttern habe ich nie gemacht. Geknurrt oder runter gedrückt auch nicht. Ich arbeite nur mit "nein" - wenn es ganz hart kommt, dann mit "nein" und Körpersprache: also auf sie zugehen, leicht über sie beugen, groß machen.....
Das reicht bei ihr völlig.

Ich habe immer fast ausschließlich positiv gearbeitet.

Und bestimmte Sachen habe ich einfach von Anfang an ganz konsequent gemacht. Wenn sie an der Leine ging, dann durfte nicht gezogen werden. Ich bin sofort stehengeblieben, von Anfang an ging es ziehend keinen Schritt vorwärts.

Und trotzdem gibt es ein paar Sachen, die würde ich jetzt anders machen. Z.B. würde ich mehr mit Auflösesignalen arbeiten und nicht mehr mit "warte".
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Tucholsky
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  #10 (permalink)  
Alt 09.04.2012, 20:38
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Gerne bin ich für Fragen offen, nur wirst du von mir keine "gescheite" Antwort bekommen.
Was nicht böse gemeint ist.
Du bist eine kluge junge Frau mit Herz, Verstand und Bauchgefühl die weiss was pauschal machbar ist.
Die Frage ist nur was wenn der Hund nicht so mitspiel man es gerne möchtest.
Ich hätte zum Beispeil mit Ronja mehr in Bezug auf Menschen und Therapiehund hin gearbeitet.
Dann war es aber doch oberstes Gebot ihr das Händeblutigschnappen ab zu gewöhnen.


Ich habe vor kurzen durch ein Gespräch zum wiederholten male mitbekommen wie sich Hundebesitzer schon fast schlecht reden - vor selbst auf erlegten Leistungsdruck und Erwartungdruck gegenüber dem Hunde: Daher mein Appel an zukünftige Hundebesitzer: Nicht verrückt machen.
Ich hoffe du weisst was ich meine.
Generelle Hilfestellungen immer gerne, dann wären mir konkrete Fragen lieber.
__________________
Unterwegs mit den borderline Dogs
UO ist harte Arbeit und keine Erziehung
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