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  #1 (permalink)  
Alt 14.11.2007, 00:20
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Beiträge: 583
Standard Was passiert mit Welpen ...

... die Züchter nicht verkaufen können?

Hallo Foris,

diese Frage brennt schon lange bei mir.

"Hobbyzüchter", die nicht so viele Welpen produzieren, die werden sicher alle los.

Aber was ist mit denen, die ständig Nachwuchs in den Markt bringen?

Ich hörte letzens von einem Bekannten, der direkt neben einem privaten Tierheim wohnt, dass da ständig Welpen "angeliefert" werden.

Züchter machen sogar eine Reise von Bayern nach Schleswig-Holstein, um ihre Welpen da abzuliefern.

Das sind z.B. Rassenwelpen mit Makeln.

Weiss einer von Euch mehr?

Würde mich einfach mal interessieren ... und vor allem, was machen diese Tierheime, wenn sie diese Hunde nicht vermitteln können?
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Mayo

Das Geheimnis zu langweilen, liegt darin, alles zu sagen. (Voltaire)
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  #2 (permalink)  
Alt 14.11.2007, 02:36
Benutzerbild von Elektra
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Registriert seit: 24.07.2007
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Ich befürchte, die Antwort ist keine schöne, Mayo. Die sog. Züchter/Vermehrer aus dem Ausland schlagen sie im besten Fall tot, viele setzen sie auf dem Rückweg in ihr Heimatland einfach aus, ersäufen sie oder entledigen sich ihrer auf sonstige garstige Weisen.
Ich weiß von Bauern in der Umgebung des Dorfes, in dem ich aufgewachsen bin und auch in Schleswig-Holstein, wo ich lange gelebt habe, die heute noch wie früher Katzen und Hunde, die sie nicht loswerden, "an die Wand klatschen" wie sie es malerisch formulieren.
Die beste Variante ist da vermutlich schon das Weiterreichen an ein Tierheim. Dort sitzen sie dann fest, die Welpen, die nicht vermittelt werden können. Dann wachsen sie eben da auf. Ich kenne reichlich Hunde, denen es so ging, die jetzt z.T. drei oder vier Jahre alt sind und immer noch warten.

LG
Elektra
(genug entschachtelt? ;-))
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It's better to be a lion for a day than a sheep all your life.

www.aggressionshund.de
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Alt 14.11.2007, 10:04
Benutzerbild von Windhundliebe
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Registriert seit: 14.01.2007
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Standard Von welchem Land redet Ihr?

Hallo zusammen ,
ich möchte bitte eins wissen:
@ Mayo
welches Land meinst Du Deutschland oder das Ausland.
@ Elektra
Welche Umstände beschriebst Du? Die in Deutschland oder die im Ausland.
@ Alle anderen
Die verantwortungsvollen Züchter hier in einen Topf mit denen zu werfen welche mit kriminellen Machenschaften ihr Geld verdienen hier als auch im Ausland ist nicht unbedingt richtig.
Es gibt auch weltweit sehr seriöse Züchter die sich Hingebungsvoll um eine seriöse und kontrollierte Nachzucht kümmern.
Oft sind diese Züchter auch schon bekannt und haben für Ihre Welpen schon im Vorfeld Abnehmer.
Also ,es gibt einen Unterschied!!!
__________________
Mit freundlichen Grüßen
Windhundliebe


Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch.
Mark Twain
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  #4 (permalink)  
Alt 14.11.2007, 11:19
Benutzerbild von amelie
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Hallo,

Welpen in den Tierheimen in meiner Umgebung stammen i.d.R. entweder von eingeflogenen trächtigen Auslandshündinnen oder werden von Leuten abgegeben,
denen ein „Malheur“ mit ihrer läufigen Hündin passiert ist, weil sie keine Ahnung vom Zyklus haben,
oder weil sie so naiv sind zu glauben, ein paar Minuten mit einem Rüden machen doch nichts aus,
oder die meinen,
ihre Hündin braucht unbedingt eine Geburt, sonst ist sie unglücklich oder
die unbedingt einen Nachkommen von ihrem ach so süßen Hund wollen .
Und all die stellen dann mit Entsetzen fest, dass auch 6 und mehr Welpen da sein können. Und was bleibt dann für die meisten – das Tierheim!
Was machen denn die Tierheime mit diesen Welpen?

Rassehund-Welpen auch ohne Papiere sind dort so gut wie nie zu finden.

Jeder normale Züchter, so wie er eben sein sollte und wie es ihn auch gibt, lässt nur dann decken, wenn abzusehen ist, dass er seine Welpen gut unter bekommt.
Und ob Interesse da ist, das bekommst du entweder dadurch mit, dass Anfragen da sind, wann denn ein nächster Wurf geplant sei oder
auf regelmäßigen Treffen des Verbandes, durch Infomaterial des Verbandes, durch Züchtertreffen usw.

Ich kenne genug Züchter (hier Dackel, jagdliche Zucht), die eben keinen Wurf mehr oder sehr unregelmäßig machen, wenn nicht genügend Interesse da ist. Wenn es tatsächlich nicht anders geht, werden Welpen auch an Nicht-Jäger abgegeben. Zur Not bleiben die Welpen auch beim Besitzer, werden, falls nötig, dort ausgebildet, und können dann auf die Art und Weise vermittelt werden.
Ich kenne niemanden, der seine Welpen umbringt oder ins Tierheim abgibt.

Viele Grüße Amelie
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  #5 (permalink)  
Alt 14.11.2007, 11:51
Benutzerbild von Lupi
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Beiträge: 600
Standard Auf der Suche nach einem Welpen im Tierheim

Wir sind nicht fündig geworden, als wir vor fast fünf Jahren nach einem Labradorwelpen-Junghund, die Tierheime, auch in großer Entfernung und dies fast Deutschlandweit, durchsucht hatten. Per Internt war es auch damals schon üblich, dass die Tierheime online ihre Tiere zu Vermittlung eingestellt hatten.

Ich habe auch in Tierheimen noch nie Welpenüberschuss aus liebevollen Zuchten gesehen oder davon gehört.
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  #6 (permalink)  
Alt 14.11.2007, 11:59
Benutzerbild von Mueckony
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Ort: Leipzig
Beiträge: 397
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Hallo,

es gibt auch Notseiten/Vereine, welche sich direkt für Rassehunde in Not einsetzen. Manchmal findet man auch direkt bei den Zuchtverbänden "Rassehund in Not" oder Züchter, die ein liebevolles Zuhause für einen älteren Hund suchen. Es könnte schon sein, daß sich auch da ein junger Hund hin verirrt - von einem Welpen habe ich das allerdings noch nicht gehört.

Manchmal werden aber auch Welpen aus beschlagnahmten Zuchten über den Tierschutz vermittelt.

Was ich mal ganz schlimm fand war eine Seite im Net, wo man sich seinen Hund bestellen konnte und der dann direkt für einen "produziert" wurde - furchtbar.
__________________
Liebe Grüße
Conny

"Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
(Louis Sabin)

Geändert von Mueckony (14.11.2007 um 12:03 Uhr).
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  #7 (permalink)  
Alt 14.11.2007, 12:24
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@ Windhundliebe: ich sprach von unserem Ländle + hatte keine Züchter an den Pranger gestellt.

Mein Bekannter, der neben eben diesem Tierheim wohnt, fragte mich letztens, ob ich Leute kenne, die gern einen Jackie hätten. Da seien jetzt ca. 14 Welpen (JRT) aus mehreren Würfen von einem deutschen Züchter angeliefert worden !!!???

@ Elektra: diese „malerische“ Formulierung habe ich auch gehört – entsetzlich.
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Mayo

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  #8 (permalink)  
Alt 14.11.2007, 14:35
Benutzerbild von Borderfanatic
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Hallo Amelie,


Zitat:
Zitat von amelie Beitrag anzeigen
Rassehund-Welpen auch ohne Papiere sind dort so gut wie nie zu finden.
Das ist ein Irrtum!

Auch bei uns landen jedes Jahr Border Collie Welpen, ohne Papiere, aber auch mit prima 1a VDH Papieren.

Fehlkauf, Trennung, veränderte Arbeitssituation, einfach völligübernommen oder erst hinterher über die Rasse informiert - all das schützt auch kleine Welpen mit Papieren nicht davor zum Tierschutzfall zu werden!

Bei meinen Tierschutzkollegen sieht das da mit anderen Rassen nicht besonders anders aus...


Zitat:
Zitat von amelie Beitrag anzeigen
Jeder normale Züchter, so wie er eben sein sollte und wie es ihn auch gibt, lässt nur dann decken, wenn abzusehen ist, dass er seine Welpen gut unter bekommt.
Ja, das wäre schön, ist wohl aber nur die rühmliche Ausnahme...

Zitat:
Zitat von amelie Beitrag anzeigen
Ich kenne genug Züchter (hier Dackel, jagdliche Zucht), die eben keinen Wurf mehr oder sehr unregelmäßig machen, wenn nicht genügend Interesse da ist.
Hm... Lass es ein paar Wochen hersein, da kam ich im Wartezimmer meiner Tierklinik mit einer Dame in's Gespräch, weil sie einen Dackelwelpen auf dem Arm hatte. Da ich nunmal auch einen Dackel habe, sprach ich sie an... Sie hatte Zuhause derzeit 16 erwachsene Hunde (davon überwiegend Zuchthunde) und gleichzeitig drei Würfe liegen - VDH Züchterin.

Na prost Mahlzeit!

Auch vor dem Tod (ersäufen, erschlagen, etc) konnte ich schon einige Border Collie Welpen und auch zwei Deutsch Doggenbabies retten - ungewollt, unverkäuflich, keine Abnehmer.

Wir brauchen also nicht erst lange im Ausland zu suchen, auch bei uns gibt es diese Hunde...

Und ich brauche doch nicht zu erwähnen, was bis vor kurzen mit weiss faktorierten (oder anders als erwünscht farbigen), also in machen Rassen sogen. Fehlfarben passierte? Ebenso mit tauben oder behinderten Welpen? - die wurden auf die schnelle mal vor der Wurfabnahme entsorgt...


Viele Grüsse


Gesa & Borderbande & Döggen
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COUNTRYDOG Border Collie Rescue International
www.countrydog.de

"Irgendwo wird es immer einen kleinen, verlorenen Hund geben. Und der wird mich davon abhalten, glücklich zu sein."

(Jean Anoilh)
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  #9 (permalink)  
Alt 14.11.2007, 16:28
Benutzerbild von amelie
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hallo gesa,

ich sprach von unseren Tierheimen in der Umgebung. Und sprach von mir bekannten Züchtern.
Dort gibt es das nicht.
Dass es leider auch abschreckende Beispiele gibt, stimmt und da ist auch schon längst der VDH gefordert, endlich etwas zu unternehmen.

Grüße Amelie
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  #10 (permalink)  
Alt 14.11.2007, 17:29
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Hallo Borderfanatic,

leider habe ich genau das geahnt, was Du berichtest.

*vielleicht gibt es deshalb auch so wenig Rassehundewelpen in den örtlichen Tierasylen !!!???

Mir wird irgendwie richtig schlecht und verdränge meine Intuition ganz schnell.

Anm. zum Thema: im Futterhandel, wo wir einkaufen, erzählte mir die Inhaberin, dass sie sich wundert, weil einige selbsternannte Hobbyzüchter oft und in großem Umfang Welpenfutter bei ihr einkaufen.

Hat das, was ich impliziere, noch etwas mit „Hobby“ zu tun???

Es gibt auch verantwortungsbewußte Züchter, vielleicht z.B. hier: http://www.parson-jack-russell-terri.../rehoming.html
__________________
Mayo

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