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  #1 (permalink)  
Alt 27.12.2011, 22:41
Benutzerbild von Sharon
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Beiträge: 59
Standard Wann soll ich ihn gehen lassen?

Unser Goldie-Rüde Joscha wird in ein paar Tagen 13 1/2 Jahre alt und leidet schon seit längerer Zeit an Arthrose. Er bekommt regelmäßig ein Schmerzmittel, ein Pulver mit Grünlippmuschel und Teufelskralle und auch etwas Homoöpathisches gegen die Symptome. Seitdem unsere kleine Mischlingsdame Momo (8 Monate) da ist, ging es ihm eine ganze Weile deutlich besser, aber die schlechten Tage werden immer mehr. Er hat häufig Schwierigkeiten beim Aufstehen, hin und wieder müssen wir ihm dabei helfen. Heute hatte er auch wieder echte Probleme beim Laufen, nachdem er sein Schmerzmittel bekommen hat, ging es ihm aber schnell wieder besser.

Insgesamt ist er noch sehr lebensfroh. Manchmal geht es ihm so gut, dass er in eine Art Schweinsgalopp fällt, auch wälzt er sich gern im Gras oder Laub und mag auch noch einen Ball holen, wenn wir den nicht zu weit werfen. Fressen mag er auch, kuscheln sowieso, er hat nichts dagegen, wenn man ihn anfasst oder das Fell bürstet.

Ich will jetzt keine Entscheidung treffen, aber manchmal denken wir halt doch darüber nach, wann der Punkt erreicht ist, dass er erlöst werden sollte. Mir bricht bei dem Gedanken das Herz, aber ich will ihn auch nicht unnötig quälen. Der Tierarzt sagt, dass er ihn garantiert noch nicht einschläfern wird, dafür ginge es dem Hund noch viel zu gut. "Solange er frisst, rausgehen will, sein Geschäft erledigt und auch noch spielen mag, werde ich tun, was ich kann, damit sein Leben lebenswert bleibt." Aber wann ist es das nicht mehr? Was meint ihr?

(Ich heul gleich los...)
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  #2 (permalink)  
Alt 27.12.2011, 22:53
Benutzerbild von kepri
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Registriert seit: 21.05.2007
Beiträge: 7.021
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Das Wetter macht den Altertümchen und ihren Knochen zu schaffen, uns Haltern ebenso.
Lass ihn in seinem Tempo machen wie er kann und will und unterstütz ihn. So wie du ihn und die Aussage des TA beschreibst ist noch Zeit.
Viele Hunde leiden unter dieser Diagnose, die wenigsten sterben daran.
Wenn du Vertrauen zu deinem TA hast und dir nicht sicher bist zieh ihn zu Rate.
Letztendlich kennst du deinen Hund am Besten, kann er nicht mehr was ihm immer Lebensinhalt war und zieht sich langsam zurück ist der Zeitpunkt gekommen.

Ich wünsche euch noch viel gemeinsame Zeit
__________________
Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

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  #3 (permalink)  
Alt 27.12.2011, 23:24
Benutzerbild von DogGirl
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Registriert seit: 07.01.2008
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Ich denke auch, so wie du deinen Joscha beschreibst, geht´s dem zur Zeit - im Rahmen seiner Senioren-Möglichkeiten - echt gold!!!
Natürlich kann immer irgendwas Akutes den jetzt stabilen Zustand ganz schnell zum Negativen verändern - - - kann - muss aber nicht!

Und dass du dir diese Sorgen machst, das kenn´ ich auch, das hatte ich bei meiner Maus - die jetzt nicht mehr lebt - auch, als es ihm eigentlich noch ganz o.K. ging...
Soll "normal" sein, dieses vor-trauern hab ich gelesen, denn natürlich weiß du, dass irgendwann........ - aber zurzeit ist bei euch "irgendwann" doch noch weit weg - deshalb: Freu´ dich an deinem lebensfrohen Joscha
__________________
Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
(Suzanne Clothier)
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  #4 (permalink)  
Alt 27.12.2011, 23:43
Benutzerbild von Sharon
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Registriert seit: 08.09.2011
Beiträge: 59
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Ich danke euch beiden für eure Antworten, jetzt geht es mir wieder besser. Nein, Joscha zieht sich garantiert nicht zurück, im Gegenteil, er will immer vorne mit dabei sein. Wenn Momo in die Küche kommt, weil etwas raschelt, taucht er garantiert hinter ihr auf - wer weiß, was sie gehört hat?! (Joscha ist so gut wie taub...)

Ich gehe jetzt mit den beiden getrennt spazieren, sofern ich allein bin, um besser auf ihre Bedürfnisse eingehen zu können. Joscha muss manchmal ein bisschen gebremst werden, weil er sich doch leicht überschätzt, Momo dagegen will jagen und spielen, was ich nur dann unterstützen kann, wenn ich keinen "lahmen Rentner" mit mir herumschleppe.

Ja, noch viel gemeinsame Zeit mit meinem treuen Freund, das wäre soooo schön!
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Alt 28.12.2011, 18:48
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Ich finde es super, dass du dir jetzt schon Gedanken machst!

Beobachte deinen Hund und sei ehrlich zu dir selbst..

Ich wünsche euch noch eine schöne Zeit zusammen!
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  #6 (permalink)  
Alt 29.12.2011, 21:30
Benutzerbild von Sharon
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Joscha hatte heute Vormittag einen schweren Schwächeanfall. Wir hatten ihn und Momo im Auto mitgenommen und wollten unterwegs mit den beiden spazieren gehen. Joscha brach schon nach wenigen Metern regelrecht zusammen, wir haben ihn wieder ins Auto getragen, zu Hause vom Auto ins Haus, und dort haben wir ihm fünf Stunden lang ununterbrochen Gesellschaft geleistet. Er mochte nicht fressen, nicht trinken und konnte sich überhaupt nicht mehr auf den Beinen halten. Gegen 17 Uhr war die Kollegin unseres TA da. Sie diagnostizierte eben den Schwächeanfall und meinte, sie würde ihm gern noch eine Chance geben, bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen. Sein Bewegungsapparat sei noch ziemlich ok, daran könne es nicht liegen.

Joscha hat Medikamente und Flüssigkeit bekommen und liegt jetzt warm eingepackt auf seiner Decke. Ich will den morgigen Tag noch abwarten, aber viel Hoffnung mache ich mir nicht mehr.
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  #7 (permalink)  
Alt 29.12.2011, 21:35
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Beiträge: 2.783
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Sharon, wie schrecklich.

Ich habe ja auch so einen ganz alten Hund, der immer mehr abbaut. Es ist einfach schwer.
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  #8 (permalink)  
Alt 29.12.2011, 21:35
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Ach was ist denn hier los in der letzten Zeit.
So viele Hunde denen es schlecht geht.
Auch meiner.
Was ist denn genau diagnostiziert worden?
Einen Schwächeanfall?
Ich kann mir da keinen Grund zur endgültigen Entscheidung vorstellen.
Ich glaube Kepri schrieb bereits, dass das Wetter alles andere als Hilfreich für unsere Gebrechlichen Herzenhunde ist.
Wie konntest du ihn bisher unterstützen?
Bei allen Fragen fühle dich hier aufgehoben.
Hier sind so viele nette und verständige Menschen.
Ich sende dir mal einen ganzen Schub voll Kraft und Energie und wenn er es mag lege eine dünne Decke auf deinen Hund.
Vielelicht hilft es ein wenig.
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #9 (permalink)  
Alt 29.12.2011, 21:42
Benutzerbild von kepri
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Registriert seit: 21.05.2007
Beiträge: 7.021
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Ja, wenns ein Schwächeanfall war hilft Wärme, der Körper braucht seine Energie jetzt zum Stabilisieren seiner Funktionen.

Macht mir bitte keinen Kummer, ich schick euch auch ne ordentliche Portion Kraft
und drücke ganz feste die Daumen!
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Marian Anderson

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  #10 (permalink)  
Alt 29.12.2011, 22:22
Benutzerbild von DogGirl
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Registriert seit: 07.01.2008
Ort: südlich von Hamburg
Beiträge: 818
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Och Mensch, so´n Schiet!
Das tut mir leid, dass dein Joscha so schnell zum richtigen "Sorgen-Hund" wurde.
Aber dieses Wetter, die Jahreszeit macht den sowieso schon angeschlagenen Oldies häufig total zu schaffen - das habe ich mit mit Alfke auch erlebt.
Wichtig ist, dass er trinkt, weil ein Zuwenig an Flüssigkeit die Probleme noch verschärft.
Ich drücke ganz fest die Daumen, Pfoten und alles Greifbare, dass er sich wieder gut berappelt!!!
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(Suzanne Clothier)
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