Partner im Netzwerk livingathome.de


Zurück   dogs Magazin - Forum > Senioren

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1 (permalink)  
Alt 01.11.2007, 21:03
Benutzerbild von edelage
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 31.10.2007
Ort: Rheinland-Pfalz
Beiträge: 121
Standard Die Regenbogenbrücke

Hallo ihr lieben Hundefreunde!

Zu meiner kleinen vierköpfigen Familie gehören Ben (11 Jahre) und Gaylord (7 Monate). Ben verlor vor ca. 7 Monaten seine 13jährige Frau Ulla, dass hat er relativ gut verkraftet, da der kleine Gaylord ihn wieder aufgebaut hat. Heute springt "der alte Mann" wie ein junger Gott über die Wiesen - es geht ihm so gut wie noch nie. Damals hatten wir schon ein dreiviertel Jahr vorher ein Dreigespann geplant, dass Ulla so "plötzlich" von uns geht und dann auch noch eine Woche bevor Gaylord zu uns durfte war vielleicht Glück im Unglück für Ben...

Soviel zur Vorgeschichte.

Nun stellt sich mir die Frage, wie es wohl Gaylord verkraftet, wenn Ben eines Tages zu seiner Frau über die Regenbogenbrücke gehen muss?
Wie sind eure Erfahrungen? Kann es der zurückgelassene Hund überwinden?
Ich glaube ein neuer Gefährte würde es ihm, wie auch Ben, sicher einfacher machen. Doch wie ist das? Sollten wir uns jetzt schon nach einem Hund umschauen und vorplanen?
Meinem Mann gefällt der Gedanke an einen Hund in Reserve allerdings gar nicht, natürlich auch weil er Ben abgöttisch liebt und der Gedanke an Tod gerne verdrängt wird.
Wir haben öfter gehört drei Hunde seien einer zuviel. Wie seht ihr das?
In zwei, drei Jahren habe ich meinen Master und bin nicht mehr Zuhause. Gaylord ist bis dahin ausgebildet und erwachsen. Ich kann ihn dann, wie schon jetzt, problemlos mit ins Büro und zu Kunden mit nehmen. Die Erziehung eines neuen, zweiten Hundes gestaltet sich dann aber denkbar schwierig.
Also entweder frühzeitig planen und umsetzten oder Gaylord bleibt alleine?

Freue mich auf eure Berichte und Gedanken dazu.
Liebe Grüße
Babs
Mit Zitat antworten
  #2 (permalink)  
Alt 04.11.2007, 17:09
Benutzerbild von Windhundliebe
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 14.01.2007
Beiträge: 1.545
Standard .....

Hallo Babs,
wie Du siehst hat Dein junger Hund auf den " Alten" wie ein Jungbrunnen gewirkt.
Das ist ein schöner Verlauf des Schicksals.
Natürlich kann es auch anders herum sein,daß der Alte den Jungen total ablehnt weil er nicht mehr so ein quirliges Kerlchen vertragen kann.....aber bei Euch war`s ja eben anders.
So, wenn es denn mal passiert (daß Dein Hund die Regenbogenbrücke betreten soll )
verkraften das Hunde sicher anders und besser als Menschen.
Sie sind einfach rationaler.Natürlich wird der Kleine sich wundern daß etwas anders ist.Ganz Klar.
Wichtig ist dann Ablenkung.
Ihn nicht in seinem Dasein,wenn er denn trauert ,bestärken.
Also ihn nicht so trösten und ihn verhätscheln.
Ablenkung mit schönen Spielen könnte bestimmt nützlich sein.
....dieser Fall ist aber noch nicht eingetreten,also sieh nicht so schwarz.
Freut Euch doch erst mal an der Gegenwart.
Natürlich ist auch wichtig dem Kleinen Hund dann seine Rangordung zu zeigen.
...denn es wird sich hier sicher für Ihn auch etwas verändert haben oder verändern.
Solltet Ihr Allerdings wieder einen Hund dazu nehmen wollen,könnte es vieleicht auch ein rüstiger Rentner sein,denn die werden leider im Tierheim( ..an das ich jetzt denke ) leider oft übersehen.
Freut euch aber erst mal an dem schönen Anblick der in JETZT gemalt ist.
__________________
Mit freundlichen Grüßen
Windhundliebe


Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch.
Mark Twain

Geändert von Windhundliebe (04.11.2007 um 17:17 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #3 (permalink)  
Alt 07.11.2007, 21:01
Benutzerbild von Mueckony
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 21.01.2007
Ort: Leipzig
Beiträge: 397
Standard

Hallo,

also ich weiß nicht, ob Hunde nun wirklich nicht trauern können, vielleicht in einer anderen Form als wir Menschen.

Als unsere ehemlige Hündin "Kate" ihren langjährigen Partner verlor, schien sie auch alle Lebensfreude verloren zu haben. Sie verkroch sich in die dunkelste Ecke unserer damaligen Wohnung, wollte über Wochen kaum fressen, nicht spielen.

Da es so nicht weitergehen konnte, entschieden wir uns, wieder einen zweiten Hund bei uns aufzunehmen, diesmal aber aus dem Tierheim und passend zum Alter und Temperament unserer Dame.

Wir bekamen unseren Benny zur Probe mit nach Hause, die beiden Hunde verstanden sich prima. Jeden Abend musste er zurück ins TH. Tagsüber taute die kleine Maus auf und wurde fröhlich, abends verkroch sie sich dann immer in ihre Ecke und winselte vor sich hin. Schließlich entschieden wir uns für unseren Benny und unsere Lady wurde wieder unser "alter Hund". Schon allein dafür nahmen wir die Probleme, die damals noch auf uns zukommen sollten, in Kauf.

Mittlerweile haben wir drei Hunde bei uns wohnen und zuviel ist keiner. Unsere alte Hundedame ist scheinbar manchmal ganz froh, wenn die beiden "Kerle" sich alleine beschäftigen und sie dadurch ihre Ruhe hat. Und ob ich nun für einen Hund oder für drei Hunde Futter bereite oder ob ich mit einem Hund oder drei Hunden "Gassi" gehe, der Zeitaufwand ist bei uns identisch. Eher habe ich das Gefühl, da sich die Hunde viel selber miteinander beschäftigen, ich mehr Zeit für andere Dinge habe, als wenn ich nur einen Hund "entertainen" muß.

Auf der anderen Seite sind drei Hunde aber auch eine ganz schöne Herausforderung, denn den Blödsinn hat man dann mal drei und dann hält einen die ganze Bande wirklich ordentlich auf Trab.
__________________
Liebe Grüße
Conny

"Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
(Louis Sabin)
Mit Zitat antworten
  #4 (permalink)  
Alt 26.01.2008, 00:12
Benutzerbild von aenn
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 29.06.2007
Ort: Oberfranken, Landkreis Kulmbach
Beiträge: 2.125
aenn eine Nachricht über AIM schicken
Standard

Als unser Rex seine Schwester verlor, bekam er auf einmal epileptische Anfälle, war sehr ruhig und in sich gekehrt. Lange haben wir nicht gewartet, weil wir das Elend nicht sehen konnten. So kam unsere Sarah zu uns.
Als unser Rex dann 2004 über ins RBL ging, wurde Sarah immer anhänglich, fing an zu jammern und zu jaulen, mäkelte am Futter. Seit 2006 haben wir nun unseren Junior, jetzt 18 Monate. Nun tobt sie, wie ein Teenager, obwohl sie im April 10 Jahre jung wird.

Veränderungen sind auf alle Fälle bei den Hunden festzustellen, also glaube ich, daß auch sie trauern. Eben auf ihre Weise.

Wenn Wölfe einen der ihren verlieren, stimmen sie ein lautes Geheul an, auch Wale singen, wenn sie ein Mitglied verlieren.
__________________
In Trauer um eine Kämpferin mit einem riesen Herz - lebe wohl meine Kleine

Aenn & die 8 Pfotengang
www.kunstundkultur.info www.dreamteam.kunstundkultur.biz

www.cora-tierschutz.de

Ein Hund ist ein Herz auf 4 Pfoten
(aus Irland)
Mit Zitat antworten
  #5 (permalink)  
Alt 26.01.2008, 18:27
Benutzerbild von meerhexe44
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 10.01.2008
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 263
meerhexe44 eine Nachricht über ICQ schicken meerhexe44 eine Nachricht über Yahoo! schicken
Standard

Zitat:
Zitat von edelage Beitrag anzeigen
Nun stellt sich mir die Frage, wie es wohl Gaylord verkraftet, wenn Ben eines Tages zu seiner Frau über die Regenbogenbrücke gehen muss?
Wie sind eure Erfahrungen? Kann es der zurückgelassene Hund überwinden?
Bonnie hat es damals ganz gut verkraftet, als ihr Butz <leider viel zu früh, mit 11 1/2> eingeschläfert werden musste. Ich sage das bewusst so, denn ich glaube, dass er es wusste, ich habs ihm gesagt und ich denke, er hats verstanden.

Am Vortag hat er mit Bonnie <damals 3 1/2> ca. 1 Std. Kopf an Kopf gelegen, was sie sonst nicht so machten, aber sie haben sich geliebt. Er war der Herr im Haus, was er zum Ausdruck brachte, wenn Bonnie mal wieder "Mist baute" und sie hats akzeptiert. Ich hatte hinterher das Gefühl, er hat sich von ihr verabschiedet, denn als wir vom TA kamen, hat sie ihn gar nicht gesucht, das hat mich schon etwas verwundert, denn sonst ging sie nirgends ohne ihn hin. Dann fing Bonnie auch noch an seine "Macken" zu übernehmen, also muss es so gewesen sein. Ich bin auch viel mit ihr draussen gewesen, da war sie dann abgelenkt, denn ich konnte mir damals leider keinen Hund mehr "leisten", wenn ich gekonnt hätte......., es hat nicht sollen sein.

Ich denke, darauf kann man nicht generell antworten, das muss jeder mit sich selbst "ausmachen", und beachten, über die eigene Trauer kommt man damit nicht hinweg, es gibt keinen "Ersatz". Aber schön ist es schon, 2 oder auch 3 Hunde zu haben.
__________________
LG
Angelika

Ich bin nicht auf der Welt um so zu sein, wie andere mich gern hätten.
Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:40 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.6.12 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.2.0