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  #21 (permalink)  
Alt 17.02.2011, 21:07
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Hallo Ziva,
da hast du sicher recht und deshalb finde ich es auch wichtig, ihn schnüffeln zu lassen, so lange er mag. muss aber zugeben, dass das bei der kälte echt nervig war. trotz handschuhen sind mir bald die finger abgefallen und meine füße erst...
aber es wird ja hoffentlich bald wärmer, dann ist das warten erträglicher.
dass er auch schlechter hört, war silvester echt von vorteil. die vergangenen 10 jahre war es furchtbar, ein böller, nix ging mehr, nur noch ab nach hause, diese tage waren für uns immer sehr schwierig. dieses silvester konnten wir trotz knallerei, die sich ja über tage erstreckt, einigermaßen gassi gehen. so haben die altersschwächen auch ein bißchen etwas gutes.
ich finde, die kleinen "schwächen", die das altern so mit sich bringt, sehr rührend. das berührt mein herz sehr.
ich stelle auch fest, dass er anhänglicher geworden ist. wenn ich ihn früher beschmusen wollte, stand er auf und legte sich woanders hin. das tat oft weh, er war kein schmusebär. jetzt sucht er meine nähe, läuft hinter mir her ( sogar aufs WC verfolgt er mich). er lässt sich von mir beschmusen, was mir und scheinbar auch ihm jetzt guttut.
ach, ich gerate richtig ins schwärmen- alte hunde sind wirklich toll!

Geändert von Eurocent0 (17.02.2011 um 21:10 Uhr).
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  #22 (permalink)  
Alt 18.02.2011, 12:22
Benutzerbild von Varghona
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Ich finde, dass jede Zeit was besonderes hat. Ich habe ja mit Naya das Kontrastprogramm - einen Welpen im Haus.

Aber mir geht es auch so, dass Ben mein Herz sehr anrührt. Und es ist auch so, dass ich das Gefühl habe, dass die Zeit, die wir noch zusammen haben, sich dem Ende neigt. Und damit beginnt schon ein Teil des Abschieds.

Und das ist ein Teil, der mir sehr weh tut.

Ziva, für Kinder gibt es Otovowen. Das sind homöopathische Tropfen gegen Mittelohrentzündungen, die wirken da klasse. Sie schmecken ekelhaft, aber vll. geht sowas auch für Hunde?
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  #23 (permalink)  
Alt 18.02.2011, 14:47
Benutzerbild von miss.noah
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Nachsichtiger mit dem Oppi bin ich nur an Tagen, an denen es ihm sichtbar schlechter geht. Da braucht er weder sitzen noch ins Platz zu gehen, das wäre ja auch Tierquälerei

Ansonsten bin ich in manchen Sachen eher strenger geworden. Er darf sich nicht mehr zu weit entfernen, muss wirklich kommen wenn ich rufe etc.. Das mache ich aber vor allem um seiner Sicherheit willen. Früher wusste ich, egal was ist, der tut sich nix. Inzwischen stolpert er schon mal oder fällt in Löcher auf dem Weg... da hab ich ihn lieber im Blick.

Andere Hunde sind nicht unbedingt vorsichtiger mit ihm, eher er mit den anderen. Aber er ist auch ungeduldiger. Welpen und Junghunde kriegen sofort einen auf den Deckel, wenn sie ihn nerven. Nie böse, aber sehr deutlich.
Meine liebsten Begegnungen haben wir mit anderen, älteren Hundedamen. Wenn beide Seiten sich sehr repektvoll beschnuppern, ein wenig wedeln, Noah zärtlich die Ohren und Augen beschnüffelt, ein wenig gehopst wird, und dann gehen beide ihrer Wege. Das rührt mich immer sehr.

Ansonsten wird er von vorne bis hinten verwöhnt. Sein Futter wird "gepimpt", sein Bettchen so kuschelig wie möglich gemacht, Leckerchen und Kausachen ohne Ende... Bloß gut dass er eher zu dünn ist als zu dick

Das schlimmste sind Tage, an denen er sich kaum bewegen kann. Abends ist es sowieso immer schlimmer, und neulich kam er kaum aus seinem Körbchen, weil er die Hinterbeine nicht bewegen konnte
Auch musste ich ihm schon beim Aufstehen helfen, und da wird mir dann klar, dass er tatsächlich schon sehr alt ist, und der Abschied nicht mehr in unendlicher Ferne liegt, sondern er einen großen Teil seines Weges schon gegangen ist...
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  #24 (permalink)  
Alt 18.02.2011, 22:52
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Zitat:
Zitat von Eurocent0 Beitrag anzeigen
Hallo zusammen,

mein schatz ist mit 11 jahren noch jünger, als die meisten hier beschriebenen senioren. trotzdem finde ich ihn hier in einigen beschreibungen schon wieder- leider.
seit 3,5 jahren hat er diabetes und das hinterlässt jetzt schon spuren. so kann er seit einigen monaten fast nichts mehr sehen, das gehör hat auch schon nachgelassen und manchmal erscheint er mir ein wenig tüddelig/verwirrt. wie schon jemand anders schrieb, schaut er gedankenverloren ins nichts.
einzig die nase funktioniert noch super, es wird dreimal mehr geschnüffelt als früher (und früher wurde schon endlos geschnüffelt). heute geht er am liebsten mit mir gassi, denn ich bleibe stehen, bis er mit schnüffeln fertig ist, dann wieder einen meter weiter, wieder schnüffeln....
mein mann ist da nicht so geduldig-leider.
der bedarf nach spaziergängen ist auch nicht mehr so groß, es wird viel geschlafen/geruht.
ja, ich gebe zu, dass ich sehr nachsichtig bin, aber ich war auch früher nie ein konsequenter hundehalter.
durch die vielen jahre kenne ich meinen hund wie meine westentasche, was ich sehr schön finde. ich weiß einfach, wie er "funktioniert".
er wird nach strich und faden verwöhnt, typisches "einzelkind".
aufs sofa wird er raufgehoben, weil er wegen seiner kurzen beinchen es alleine nicht schafft. aber heute wird er auch runtergehoben, damit er sich beim springen nicht verletzt.
nach dem fressen, kriegt er die wasserschale hingehalten, denn aufgrund seiner tüddeligkeit würde er vergessen zu trinken.(mein mann schüttelt dann immer den kopf).
obwohl alles heute anders ist als zu der zeit, als er noch jung war, finde ich das zusammenleben mit einem alten hund absolut schön. man kann seine "muttergefühle" so richtig ausleben.
ich hoffe sehr, dass ich meinen schatz noch eine weile bei mir haben darf, denn ich denke man erkennt doch deutlich, dass die zeit begrenzt ist.
vor dem tag X fürchte ich mich sehr.

LG
Du beschreibst das sooooo liebevoll. Und gerade deine letzten Zeilen gehen nahe. Bei einem alten Hund wird einem so schmerzlich bewusst, dass die verbleibende Zeit kürzer und kürzer und kürzer wird.

Mir geht das so mit meiner Tara. Mir wird immer bewusster, wie lange sie schon bei uns ist, dass ich sie nach wie vor als zeitlos genial empfinde, ihre sanfte kompetente Rudelführung bewundere und sie schlicht liebe, wenn sie eingerollt daliegt und leise vor sich hin schnorchelt. Sie hat jetzt so vielen Hunden hier das Leben in einer Familie gezeigt, sie nimmt mir so viel Arbeit ab, ich kann mir momentan nicht vorstellen, wie es ohne sie sein wird. Und dennoch wird der Tag kommen und auch ich fürchte mich davor..
__________________
LG
Heike


Omihunde-Netzwerk
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  #25 (permalink)  
Alt 18.02.2011, 23:34
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Zitat:
Zitat von Pasofino Beitrag anzeigen
Und dennoch wird der Tag kommen und auch ich fürchte mich davor..
Wer tut das nicht? Grad wenn man so viele Jahre mit diesem Hund verbracht hat.

Und ganz egoistisch hoffe ich für mich im Stillen, dass meine Hunde einfach mal einschlafen. Und ich nicht die schwerste Entscheidung treffen muß.
__________________
LG Verena und die Rentnergang


Hundebändigerin und Katzensklavin
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  #26 (permalink)  
Alt 19.02.2011, 00:06
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Zitat:
Zitat von mausilla Beitrag anzeigen
Und ganz egoistisch hoffe ich für mich im Stillen, dass meine Hunde einfach mal einschlafen. Und ich nicht die schwerste Entscheidung treffen muß.
Was ist daran egoistisch?
Ich hoffe das schon immer, weil es heißt, dass er glücklich gestorben sein wird. Kein langes Leiden, währenddessen man überlegt, ob man das noch vertreten kann, keine Medikamente mit Nebenwirkungen, keine Behandlungen, nur um den Moment hinauszuzögern.

Ich hoffe sehr, dass er einfach irgendwann glücklich schlafen geht, nach einem schönen Tag draußen, nachdem er gut gefressen hat, Hundefreunde getroffen hat, sich hat kraulen lassen, und einfach nicht mehr aufwacht.
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  #27 (permalink)  
Alt 19.02.2011, 10:45
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Zitat:
Ich hoffe sehr, dass er einfach irgendwann glücklich schlafen geht, nach einem schönen Tag draußen, nachdem er gut gefressen hat, Hundefreunde getroffen hat, sich hat kraulen lassen, und einfach nicht mehr aufwacht.

das hoffe ich auch für meinen schatz und sicher auch viele menschen wünschen sich einen solchen tod.
aber leider ist dieses so "gehen dürfen/müssen" nur wenigen vergönnt.
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  #28 (permalink)  
Alt 19.02.2011, 17:01
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wie haltet ihr es eigentlich mit bekleidung für eure senioren?
früher fand ich es total doof, wenn ich hunde mit mäntelchen etc. gesehen habe. eigentlich denke ich auch heute noch so, aber ich muss gestehen, dass ich anders handele.
habe meinem schatz kürzlich ein regenmäntelchen gekauft und es kommt noch "schlimmer"
da wir nachts,egal wie kalt es ist, bei offenem fenster schlafen, habe ich hundeshirts gekauft. da ich den hund ja nicht zudecken kann und er in seinem körbchen sicher friert (ist ja saukalt im schlafzimmer) ziehe ich ihm nachts ein shirt über. da er sich das gerne gefallen lässt, gehe ich davon aus, dass es ihm guttut.
ist diese fürsorge normal oder schon übertrieben?

LG
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  #29 (permalink)  
Alt 19.02.2011, 19:16
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Ganz ehrlich, ich habs auch schon überlegt, obwohl ich ein absoluter Hundemantel-Hasser bin
Hier scheint es ein Trend zu sein, alles was vier Beine hat, in Jacke oder Mantel zu stecken.

Allerdings hat Noah ein relativ dichtes und langes Fell, und wenn er draußen ist, bewegt er sich auch immer. Ich denke nicht, dass er im Moment einen Mantel braucht. Außerdem müsste das bei uns schon der TA empfehlen, damit ich das durchkrieg

Wenn der Hund aber friert und es ihm mit Mantel besser geht... ja dann
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  #30 (permalink)  
Alt 19.02.2011, 21:12
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Ben hat noch dichtes Fell und er mag nicht mehr draußen im kalten liegen. Früher hat er sich mal in den Schnee gerollt und gepennt.

Aber viele alte Herrschaften kriegen ja auch Fellprobleme und bewegen sich langsam, da kann ein Hundemantel sinnvoll sein.

Ich habe diesen Winter Ben häufig Hagebuttenpulver in sein Fressen gemischt - zur Infektabwehr.
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