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  #141 (permalink)  
Alt 28.01.2012, 07:13
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Guten morgen ihr Lieben, ich habe mal eine Frage:
Denkt ihr jüngere Hundehalter können Alter, Krankheit und Gebrechen schlechetre ertragen?
Ich mit meinen bald 31Jahren tue mich wirklich sehr schwer damit, dass meine Hunde alt werden.
Sie werden dieses Jahr acht und neun.
Meine Schäferin wäre laut eines Tierarztes auf Grund ihrer Krankheiten bereits jetzt nicht mehr da.
Auf der Strasse werde ich auf den jungen Schäferrüden angesprochen und abends kommt sie manchmal kaum auf das Sofa.
Ich drücke euch mal!
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #142 (permalink)  
Alt 28.01.2012, 10:26
Benutzerbild von Doggystyle
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Zitat:
Zitat von jacqui Beitrag anzeigen
Meine Schäferin wäre laut eines Tierarztes auf Grund ihrer Krankheiten bereits jetzt nicht mehr da.
Wie hat er das gemeint?
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  #143 (permalink)  
Alt 28.01.2012, 12:03
Benutzerbild von mausilla
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@jacqui

Ich bin 20 Jahre älter als Du. Und tu mich genauso schwer damit, dass zumindest zwei meiner Hunde alt und gebrechlich sind.

Ich bin da sehr emotional und leide wahrscheinlich mehr als der betreffende Hund.
Weil ich in bestimmten Situationen immer wieder dran denken muß, was sie früher konnten, grad was so die körperliche Leistungsfähigkeit angeht.
__________________
LG Verena und die Rentnergang


Hundebändigerin und Katzensklavin
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  #144 (permalink)  
Alt 29.01.2012, 20:09
Benutzerbild von miss.noah
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*seufz*

Ich bin ziemlich sprachlos was dieses Thema angeht... Noah ist vom Zustand ähnlich wie Ben (ohne die Inkontinenz) und jedes Mal wenn ich ihn sehe frage ich mich: ist das noch ok?

Und dann denke ich wie Varghona: Er nimmt an allem Teil, ist wach und neugierig, schleimt sich bei neuen Leuten ein (Silvester war ein Highlight), frisst gerne... soll man ihm das jetzt "schon" nehmen?

Andererseits ist er heute bestimmt in einem Zustand, bei dem ich noch vor einiger Zeit gesagt hätte, niemals bei diesem Hund!

Ich hoffe darauf, dass es so ist wie man es so oft liest: der Hund zeigt irgendwann, wenn er nicht mehr will. Und dass ich es erkenne und dann stark genug bin, ihn in meinen Armen einschlafen zu lassen
Oder er einfach in seinem Körbchen einschlummert und nicht mehr aufwacht...

Dann werde ich allerdings mindestens zwei Wochen durchgängig heulen und unzurechnungsfähig sein.
Ich heul ja schon beim bloßen Gedanken daran.

an die Ömchen- und Oppileinbesitzer...
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  #145 (permalink)  
Alt 29.01.2012, 21:55
Benutzerbild von anyachrissi
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...ich bin fast 47, und habe schon einige Katzen begleitet. wenn ich daran denke, dass Garmin alt wird und ich ihn verliere, steigt mir das heiß in den Bauch...
ich habe Tränen in den Augen wenn ich Eure Beiträge lese. da ich nachfühlen kann, wie lieb Ihr Eure Hundis habt. und wie stark muss die bindung sein, wenn man einen Hund über soooo lange Jahre hat....
ich habe den Schnösel im Mai erst zwei jahre....
oh mann.
aber der tod gehört zum leben.
anyachrissi

was ich noch sagen wollte; absolut bewunderswert, mit der windel!
und dass ihr ertragen könnt, den Hund weinen zu sehn und dann wieder aufzubauen...
die müssen viel viel Vertrauen und Liebe für euch fühlen, dass sie sich aufbauen lassen...
__________________
Hunde, die sich nicht wie Hunde benehmen, gibt es im Spielwarengeschäft.
Valium-Patienten empfehle ich, die beruhigenden Pillen zu vergessen und stattdessen sich mal für 2 Wochen intensiv mit einem Bernhardiner abzugeben. Glauben Sie mir, das hilft und dazu gibt’s erst noch Gratis-Frischluft!(Oliver Jobes. Verhaltensforscher 1966)
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  #146 (permalink)  
Alt 29.01.2012, 23:12
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Na es ist halt wirklich schwierig für mich.
Die mit ihren HUnden midesten drei Stunden auf Tour war muss nun sehen wie sie nach einer wirklich platt sind.
Ist schwierig trotz Krankheiten.
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Nina Miodragovic
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  #147 (permalink)  
Alt 21.02.2012, 20:12
Benutzerbild von Varghona
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Heute war ich wieder bei meiner Tierärztin. Mit Ben geht es ganz langsam weiter bergab. Ich wollte wieder eine neutrale Meinung hören. Ich kann mich kaum trennen und irgendwie keine Entscheidung fällen.

Am WE meinte mein Mann, der bis jetzt immer der Meinung war, dass es noch geht - das es jetzt langsam schwierig wird mit Ben.

Ich habe der Tierärztin die neuen Sachen erzählt und sie meinte, dass ich mich doch jetzt langsam an den Abschiedsgedanken gewöhnen sollte. Wir haben jetzt noch einen Versuch gestartet und er kriegt mal Metacam. Er schmatzt in letzter Zeit mehr und das ist für mich ein Schmerzsignal. Leiden soll er auf keinen Fall. Ich hoffe, wenn er schmerzfrei ist, dass er dann doch wieder ein bisschen mobiler wird.

Er ist jetzt ein paarmal in seinen Napf gefallen, weil ihm einfach seine Vorderbeine auseinandergrätschen. Dann liegt er mit dem Kopf im Napf und frisst und frisst einfach weiter. Ich hebe ihn dann hoch und halte ihn, bis er aufgegessen hat. Dann laufe ich mit ihm zusammen, bis er im Tritt ist und dann geht es wieder.

Wenn ich das lese, dann komme ich mir vor wie ein Tierquäler. Aber wenn ich ein Stück mitlaufe und ihn stütze, dann geht es wieder. Auch draußen geht er noch täglich seine Kaninchen besuchen.

Morgens ist es halt schlimm und nachts weint er jetzt immer mal wieder, dann stehe ich auf und laufe mit ihm und wenn er wieder im Tritt ist, dann geht er trinken und dann legt er sich auch wieder gemütlich hin.

Aber er kommt jetzt immer häufiger nicht mehr alleine hoch. Dann ruft er und ich komme und hebe ihn auf und laufe mit ihm zusammen bis es wieder klappt. Wenn er dann draußen war, dann geht er sofort zum Leckerchenschrank und besteht auf einer Belohnung. Wenn Essenszeit ist, dann hoppelt er die ganze Zeit hinter mir her und reibt seinen Kopf an meinen Beinen und er frisst immer sofort seinen kompletten Napf leer, selbst wenn er hinfällt.

Interpretier ich da völlig falsch, wenn ich das als Lebenswille sehe?
Wenn er aufgeben würde, dann bilde ich mir ein, dass es mir leichter fallen würde. So habe ich das Gefühl, ich würde es aus Faulheit in Erwägung ziehen. Ich würde nicht alles für ihn geben, nicht genug machen.

Ich versuche immer zu gucken, ob er aufstehen will und hebe ihn dann und laufe mit ihm -auch nachts. Das wäre für mich okay, wenn es für ihn Sinn macht.

Als ich heute bei der Tierärztin stand und mir vorstellte, dass ich wirklich, ernsthaft mit meinem Hund da hin muss und er dann stirbt, weil ich mein okay gebe - das ist so abartig schwer. Ich bin heute eine richtige Heulsuse.
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  #148 (permalink)  
Alt 21.02.2012, 20:30
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Ich hab dir eine PN geschrieben.
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  #149 (permalink)  
Alt 21.02.2012, 20:43
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Varghona, du hast meinen absoluten Respekt dafür, dass du über Bens Zustand hier so offen schreibst!

Ich glaube, es geht uns allen total unter die Haut, das zu lesen.
Die, die es schon erlebt haben - so oder ähnlich - werden an alles wieder erinnert; und denen, denen es (hoffentlich lange noch nicht) bevorsteht, macht es ein ganz mulmiges Gefühl.

Was ist für Ben das Richtige? Wann ist der richtige Zeitpunkt loszulassen?
Wenn er keine Lust mehr hat, auf sein geliebtes Fressen? Wenn er gar nicht mehr kann?
Oder schon jetzt, wo er doch noch augenscheinlich Freude an einem ganz wesentlichen Aspekt seines Lebens hat?

Es gibt Hundehalter, die sind gänzlich gegen das Beenden eines alten, dem Ende zugehenden Hundelebens, weil sie meinen, das Sterben, wann immer es kommt, müsse so akzeptiert werden, wie es eben passiert.

Und es gibt die, die dem Hund die letzten meist unausweichlichen Qualen, die Angst und die Schmerzen ersparen wollen.
Ich gehöre zu den letzteren. Du auch, das lese ich aus dem was du schreibst.

Ich glaube, Varghona, wir sind immer ein bisschen zu spät mit dem letzten Schritt.
Weil wir unsere Mäuse so lieben und nicht loslassen möchten, weil´s so unsäglich weh tut.
__________________
Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
(Suzanne Clothier)
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  #150 (permalink)  
Alt 21.02.2012, 20:59
Benutzerbild von Varghona
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Beiträge: 2.783
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Er hat nur 10 ml von dem Schmerzmittel mitbekommen, weil die Ärztin meinte, wenn das nicht anschlägt, dann sollte ich nicht mehr lange warten. Wenn es anschlägt, dann guckt sie ihn sich wieder an und es gibt einen Aufschub. Aber sie hat schon gesagt, dass das dann auch nicht mehr ewig sein wird.

Aber wenn er wenigstens schmerzfrei ist. Dann weiß ich zumindest, dass er nicht hier liegt und schmatzt und wimmert.

Momentan bilde ich mir ein, dass er sehr unruhig ist und grüble schon, ob es jetzt von dem Medi kommt und ich ihm damit gar keinen Gefallen getan habe.
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