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  #1 (permalink)  
Alt 11.10.2007, 23:23
Benutzerbild von Mydog
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Registriert seit: 17.05.2007
Beiträge: 1.053
Standard Erfahrungsbericht "Schlaganfall"

Hallo zusammen,
ich habe leider etwas nicht so schönes aus der letzten Zeit zu berichten.
Meine Hündin (knapp 14 ½ Jahre alt) hatte vorletzte Woche einen „Schlaganfall“. Ich schreibe das in Anführungsstrichen, weil es wohl verschiedene Meinungen darüber gibt, ob es bei Hunden Schlaganfälle, wie wir sie vom Menschen kennen, gibt.
Die Symptome sind aber die gleichen. Bei meiner Hündin waren es vor allem massive Gleichgewichtsstörungen. Wenn sie sich schütteln wollte, kippte sie um. Beim Laufen hatte sie einen extremen „Linksdrall“. Auf glattem Boden rutschte sie weg und sie hielt den Kopf ein wenig schief.
Ihr könnt Euch wahrscheinlich meine Panik vorstellen. Gerade bei einem Hund in dem Alter denkt man sofort : „Hoffentlich ist das jetzt nicht schon das Ende“.
Gott sei Dank haben Hunde die Eigenschaft, sich von solchen Anfällen sehr schnell zu erholen. Mein Tierarzt sagte mir, dass sich die meisten Hunde schon innerhalb von ein paar Tagen fast vollständig erholen. Dies hat sich Gott sei Dank auch in unserem Fall bestätigt.
Heute, nach etwa zwei Wochen, ist eigentlich nichts mehr zu merken und die Medikamentengabe wird sukzessive wieder reduziert. Sie ist auf den Spaziergängen wieder lebhaft und neugierig, springt über alles, was im Weg liegt und ich werde abends wieder ausdauernd bellend zum Spielen aufgefordert!!! So wie jetzt gerade übrigens auch wieder….und es ist 23:12 Uhr!!!

Unsere Wohnung habe ich trotzdem ein wenig „altersgerecht“ umgestaltet. Das hatte ich zwar alles sowieso schon geplant, aber es war halt noch nicht akut notwendig, da sie noch keine Probleme hatte.
Aber jetzt habe ich direkt an dem Abend, als es passiert ist, im ganzen Haus Teppiche zusammen „geklaut“ und quasi einen „Hundelaufsteg“ gemacht, damit sie besseren Halt beim Laufen hat. Das Hundekörbchen mit dem hohen Einstiegsrand wurde sofort per Internetbestellung durch einen Hundeschlafplatz mit ebenem Einstieg ersetzt. Und vor ihrem Sessel, in dem sie häufig liegt, steht jetzt ein großes Podest, damit sie nicht hoch und runter springen muss. In den ersten Tagen, solange sie noch unsicher auf den Beinen war, habe ich ihr den Zugang zum Sessel leider verweigern müssen. Aber jetzt nimmt sie ihre „Aufstiegshilfe“ wunderbar an.
Ins Auto hebe ich sie sowieso schon seit einiger Zeit. Das hat sie zwar meistens noch gut geschafft, aber manchmal fehlte dann doch ein wenig die Kraft und sie hat sich die Pfötchen angestoßen. Eine Rampe wollte sie nicht benutzen, da habe ich sie dann halt immer rein und raus gehoben.
Und wenn ich merke, dass sie nicht ganz fit ist (z.B. früh am Morgen, wenn sie lange gelegen hat), dann trage ich sie im Haus auch die zwei Treppen (obwohl ich dann manchmal wünschte, sie wäre eine kleinere Rasse und würde weniger als 18 Kilo wiegen )

Aber was macht das schon! Sie macht mir jetzt seit über 14 Jahren so viel Freude und ist mit ihrer ganzen Liebe und Treue an meiner Seite. Ich werde alles tun, damit es ihr weiter so gut geht und sie so viel Lebensfreude hat wie im Moment wieder. Und dann hoffe ich, dass mir noch ein paar Jahre mit ihr vergönnt sind.
__________________
Viele Grüße
Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
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  #2 (permalink)  
Alt 12.10.2007, 08:31
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Registriert seit: 31.05.2007
Ort: Großensee
Beiträge: 24
Standard

Ich drücke Euch ganz fest die Daumen. Ihr schafft bestimmt noch viele schöne Jahre.
Bei meinem Charly hatte ich leider keine Gelegenheit mich aufs Alter vorzubereiten. Er starb innerhalb von 2 Wochen qualvoll am Milztumor im Alter von gerade 8 Jahren.
Geniesse jeden Tag mit Deiner Pelznase.
L.Gr. Skibbi
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  #3 (permalink)  
Alt 12.10.2007, 09:35
Benutzerbild von Windhundliebe
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Registriert seit: 14.01.2007
Beiträge: 1.545
Standard Keine leichte Zeit

Hallo Mydog,
ihr habt eine schwere Zeit hinter Euch...und ich hoffe auch daß Ihr noch einige schöne Jahre zusammen verbringen könnt.
Aber auch in einer schweren Phase braucht der Hund seine Familie.
getreu dem Motto: " In guten und in schlechten Zeiten !"
.....wie im wahren Leben
Würde es doch nur überall so laufen wie bei Euch Beiden !!!
__________________
Mit freundlichen Grüßen
Windhundliebe


Wenn du einen verhungernden Hund aufliest und machst ihn satt, dann wird er dich nicht beissen. Das ist der Unterschied zwischen Hund und Mensch.
Mark Twain
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  #4 (permalink)  
Alt 12.10.2007, 12:21
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Registriert seit: 28.10.2006
Ort: Dithmarschen/Schleswig-Holstein
Beiträge: 33
Standard

Hallo Mydog!

Hunde bekommen keinen Schlaganfall. Mit großer Wahrscheinlichkeit leidet dein Hund unter dem "Vestibularsyndrom". Siehe dazu hier: http://www.kielvet.de/merkblaetter/h...vestibular.htm
__________________
Viele Grüße von
Christel und den
Golden Retrievern
Benny, Basko & Ashley
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  #5 (permalink)  
Alt 13.10.2007, 08:23
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Registriert seit: 17.05.2007
Beiträge: 1.053
Standard Danke

Hallo Skibbi,
ich danke Dir für Deine guten Wünsche. Ein paar Daumendrücker kann man immer gut gebrauchen!
Dass Du Deinen Charly auf so schreckliche Weise und so früh verloren hast, tut mir sehr leid. Bewahre die vielen schönen Erinnerungen an ihn im Herzen. Und ich wünsche Dir, dass Du mit Deiner neuen Fellnase viele, viele schöne und gesunde Jahre haben wirst. (Ich habe gerade das Profilbild gesehen; sie ist ja super süß).

Hallo Windhundliebe,
ich danke auch Dir für Deine lieben Worte. Du hast Recht: in guten wie in schlechten Zeiten, das sollte eigentlich selbstverständlich sein. Und ich weiß, dass Du weißt, was das heißt.

Ich wünsche Euch und allen hier im Forum ein schönes Wochenende!
__________________
Viele Grüße
Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen

Geändert von Mydog (13.10.2007 um 17:01 Uhr).
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  #6 (permalink)  
Alt 21.10.2007, 12:15
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Registriert seit: 17.05.2007
Beiträge: 1.053
Standard @ Vikingsun64, Rückfall

Hallo Christel,
ich hatte das mit dem Vestibularsyndrom im Internet auch schon gelesen. Im Großen und Ganzen ist die Genesung auch wie dort beschrieben gelaufen. Ich habe am Anfang Aspirin, Vitamin B und Piracetam (ein durchblutungsförderndes Mittel speziell für das Gehirn) gegeben. Letzteres gebe ich in geringer Dosierung auch jetzt noch.
Dennoch hatte meine Hündin heute, nach 3 1/2 Wochen einen Rückfall. Die Symptome sind allerdings wesentlich schwächer als beim ersten Mal.
Hast Du Informationen oder Erfahrungen wie es mit Rückfällen bei dieser Krankheit aussieht? Davon stand leider nichts in dem Artikel. Ich werde natürlich auch meinen Tierarzt befragen (warte gerade auf seinen Rückruf). Gibt es Erfahrungen, ob sich Hunde auch bei mehrmaligen Symptomen gut erholen und noch länger leben können?
Ich mache mir Sorgen, da meine Hündin schon fast 14 1/2 Jahre alt ist. Bis auf diese Sache war sie bislang aber völlig fit.
Danke Dir schon mal für Deine Antwort (auch auf meinen ersten Bericht).
__________________
Viele Grüße
Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
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  #7 (permalink)  
Alt 22.10.2007, 08:32
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Registriert seit: 14.01.2007
Beiträge: 1.545
Standard Schrecklich

Hallo Mydog,
ich lese ganz bestürzt,daß Deine Hündin einen Rückfall hatte.
Wie geht es Ihr jetzt? Kann man schon etwas sagen ?
Hoffe auf meine Unterstützung und meinen Beistand.
Leider bin ich kein Vet. und kann Dich diesbezüglich nicht unterstützen,aber ich hoffe auf unsere Forumsuser die Ihre Hilfe doch immer gerne anbieten wenn Not am Mann ( Frau ) ist.
Mitfühlende Grüße
und
__________________
Mit freundlichen Grüßen
Windhundliebe


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Mark Twain
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  #8 (permalink)  
Alt 23.10.2007, 08:06
Benutzerbild von Mydog
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Registriert seit: 17.05.2007
Beiträge: 1.053
Standard

Hallo und guten Morgen,
es geht heute Gott sei Dank wieder etwas besser. Das Augenzucken ist fast wieder verschwunden und sie geht auch wieder etwas sicherer.
Die Ursache könnten Blutdruck-/Kreislaufprobleme sein. Sie hatte gestern viel zu niedrigen Blutdruck und einmal fast einen Kreislaufkollaps. Den habe ich mit Hilfe des Tierarztes, zu dem ich gestern fast eine Standleitung hatte, aber schnell wieder in den Griff bekommen.
Sie hat gefressen und bislang ist auch alles drin geblieben.
Ich hoffe sehr, dass sie sich auch dieses Mal wieder so gut erholen wird, denke aber, dass es wohl länger dauern wird als vor 4 Wochen. Der Tierarzt ist auch ganz optimistisch und daran klammere ich mich jetzt einfach.
Ich danke Dir und auch allen anderen, die hier und in einem anderen Thread Zuspruch gegeben haben. Das tut besonders in den schwierigsten Momenten wirklich sehr gut.
__________________
Viele Grüße
Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
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  #9 (permalink)  
Alt 23.10.2007, 12:04
Benutzerbild von amelie
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Registriert seit: 22.02.2007
Ort: Bayern
Beiträge: 359
Standard

Hallo Mydog,

ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass es wieder Berg auf geht.

Ich weiß nicht, ob es dir was hilft: habe im Internet einen Erfahrungsbericht zu Vestibularsyndrom gefunden, mit einem Gästebuch, wo Betroffene ihre Erfahrungen und auch Tipps schreiben, unter:
http://www.clan-alba.de/erfahrungsberichtvestibular.htm

Alles alles Gute für euch.

LG Amelie
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  #10 (permalink)  
Alt 23.10.2007, 21:26
Benutzerbild von Mydog
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 17.05.2007
Beiträge: 1.053
Standard

Hallo Amelie,
das Gästebuch hatte ich auch schon gefunden. Vielen Dank aber trotzdem für den Tip und Deine guten Wünsche!!!
Ich hab in den letzten Wochen soviel zum Thema gegoogelt, dass ich vom langen Sitzen vor dem PC auch schon einen ganz schiefen Kopf habe , genau wie mein Hund. Ich habe stundenlang zum Thema gelesen und natürlich besonders alle positiven Geschichten aufgesogen. Ich hoffe, dass es bei mir auch so gut verlaufen wird, wie in vielen Erfahrungsberichten dort. Und vor allem hoffe ich, dass sie nicht noch einen Rückfall bekommt. Sie hat zwar mit der Motorik und Koordination noch einige Schwierigkeiten, aber es ist seit Sonntag schon wieder deutlich besser geworden.
Sie liegt jetzt gerade neben mir und schläft ganz ruhig. So ein Bild bringt dann im Moment wieder ganz viel Frieden und Zuversicht in mein Herz.
__________________
Viele Grüße
Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen

Geändert von Mydog (23.10.2007 um 21:35 Uhr).
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