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  #11 (permalink)  
Alt 16.09.2010, 21:12
Benutzerbild von stebo
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Daniela, ich fühle mit Dir und kann mir gut vorstellen, wie Du jeden Tag kritisch Deinen Hund ansiehst und nach einem Zeichen suchst, das Dir den richtigen Weg, die richtige Entscheidung zeigt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wir als unser Nico jeden Tag weniger wurde, selbst den Verfall gar nicht so richtig mitbekommen haben. Klar haben wir es gesehen, aber wenn Du einen Menschen oder ein Tier jeden Tag siehst und erlebst, ist es unmöglich, ihn oder es mit Abstand zu betrachten. Auch wenn die Nähe zu dem Tier wichtig ist, braucht es doch manchmal auch den Abstand, der einem hilft eine Entscheidung zu treffen.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen Kraft für den schweren Weg mit Eurem Sonnenschein Nori! Ich bin ganz sicher, dass Du es - eben gerade aufgrund Deiner Einfühlsamkeit und Deiner Verbundenheit mit Nori - schaffst, den richtigen Weg zu finden.
__________________
LG Steffi und Henry
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  #12 (permalink)  
Alt 16.09.2010, 21:36
Benutzerbild von miss.noah
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Ich bin einfach in Gedanken bei dir und Nori...

Du wirst den richtigen Zeitpunkt erkennen.
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  #13 (permalink)  
Alt 17.09.2010, 12:19
Benutzerbild von pfotenspur
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Du machst das bis jetzt so toll und umsichtig, du wirst das alles hinkriegen, weil du gut auf Nori eingestellt bist. Ganz sicher.
Fühl dich gedrückt!
__________________
Ohne meinen Hund wäre ich wie taub und blind - er zeigt mir Dinge, die sich meiner Wahrnehmung verbergen.
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  #14 (permalink)  
Alt 17.09.2010, 12:26
Benutzerbild von LaLoba
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Du fragst Dich, ob das was Du da tust richtig ist, hast Zweifel, Deinem geliebten Hund zuviel zuzumuten? Ich glaube, Du tust genau das richtige, ersparst ihr eine OP, die sie vielleicht nicht erleben würde, ermöglichst ihr, mit ihren Freunden draussen zu sein. Das Leuchten in ihren Augen müsste für Dich Antwort genug sein, dass Du genau das richtige tust!

Ich wünsch Euch allen eine wunderschöne Lebenszeit miteinander, egal wie lang sie noch dauert!
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  #15 (permalink)  
Alt 17.09.2010, 12:39
Benutzerbild von anyachrissi
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Liebe Labbifreundin,
liebe Daniela,

es tut mir so leid. wie alle hier habe ich das auch entscheiden müssen, bereits zwei mal!!
und jedes mal hat es mich zerrissen.
ich kann gar nichts dazu sagen, muss einfach nur weinen. es wurde bereits alles gesagt...
ich drücke Dich ganz ganz fest und wünsche Dir viel viel Kraft.
und dass die Tabletten noch lange helfen, den Schmerz zu lindern...
Du wirst wissen, wann es soweit ist!
Du bist nicht alleine.
ganz lieben Gruß
AnyaChrissi
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  #16 (permalink)  
Alt 17.09.2010, 13:28
Benutzerbild von segugioschoko
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Nori liebt dich und ihre Familie so wie ihr sie liebt. Vielleicht braucht es noch eine Zeit, aber es wird euch allen klar werden, wann ihr voneinander loslassen könnt und müßt. Vertraue auf dein Gefühl. Ich denke an euch.
__________________
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  #17 (permalink)  
Alt 18.09.2010, 11:20
Benutzerbild von Labbifreundin
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Hallo meine Lieben!

Erstmal tausend Dank für alle lieben Worte, PN´s und Anrufe. Es tut einfach nur richtig gut, sich jetzt nicht allein zu fühlen und zu wissen "da sind Menschen, die verstehen mich"!

Wie geht es mir und vor allem, wie geht es Nori?

Ich habe jetzt einige Tage im Grunde nur damit verbracht, zu denken, zu "hirnen" und zu grübeln.
Mache ich es richtig, so wieich es mache? Ist Liebe Grund genug, egoistisch zu sein, oder zu scheinen?

Manchen Tag komme ich mir vor, wie ein Auftragskiller. Ich belauere mein "Opfer" und warte auf den richtigen Moment, um zuzuschlagen.

So viele Gedanken, ob es nicht besser gewesen wäre, Nori einschläfern zu lassen, als sie nicht mehr laufen konnte. Nichts probieren und einfach nur Schluss machen?!

Ich bekam dieser Tage die gute Frage gestellt "was hättest du gemacht, wenn es das Medikament nicht geben würde"? Klar - ich hätte Nori dann einschläfern lassen müssen. Alles andere wäre nur Qual gewesen. Es gibt aber das Medikament!

Ich erinnere mich an den 10. September vor 6 Jahren, als die Ärzte meines Vaters mich fragten: Sollen wir alles abstellen und Schluss machen? Ich bat um etwas Bedenkzeit und ging an das Bett meines Papas. Der lag still da. Hirnschläge ließen ihn nicht mehr denken und mich nicht mehr erkennen. Ich nahm ihn in die Arme und fühle an seinem Rücken all die grausamen Beulen, die mir zeigten, der Krebs hatte hunderte Metastasen gebildet und ich hielt einen im Grunde toten Menschen im Arm.
Ich sprach mit Papa und sagte ihm, wie lieb ich ihn hätte. Das er mir nicht böse sein möge, aber jetzt würde ich dafür sorgen können, das die Qual ein Ende hätte. Ich versprach ihm, alles gut zu regeln. In diesem Moment schlug mein Papa die Augen nochmal auf und schaute mich an, als wolle er sagen: So ist es gut Kind!
3 Tage später starb mein Vater friedlich. Er schlief ganz ruhig ein, ohne nochmal wach zu werden.

ICH? Hatte ein gutes Gefühl. Neben der tiefen Trauer war ich erleichtert. Es hatte ein gutes Ende gefunden. Papa hatte seinen Frieden und endlich keine Schmerzen mehr. Niemals hatte ich wegen der getroffenen Entscheidung innere Probleme, denn es war eine gute Entscheidung! Ich liebte ihn so sehr und ich ließ ihn gehen, so, wie er es sich gewünscht hätte - mit einem Rest von Würde.

Schaue ich nun auf Nori, fühle ich in meinem Herzen, dass es für sie jetztnoch keine gute Entscheidung wäre.
Sie läuft - wenn auch mit versteiftem Hinterbein. Zumindest die Nachmittagrunde macht sie mit "ihrem" Rudel. Sie ist nicht ausgeschlossen. Sie wirkt heiter und fast fröhlich. Schmerzen scheint sie definitiv nicht zu haben.

Unsere Tierärztin wird in der nächsten Woche kommen, um sich meine Bärin anzuschauen.
In meiner inneren Not lasse ich fremde Menschen einen Blick auf Nori tun und frage sie, ob mein Tier einen gequälten Eindruck macht.

Ich weiß, dass meine große Liebe zu ihr den inneren Blick verschleiert. Ich weiß auch, dass meine Liebe zu ihr es so sein läßt, dass ich ihren Zustand vielleicht eher positiv bewerte.
Erlaubt Liebe alles?
Sicher nicht und so sind meine inneren Zwiespälte so groß wie nie zuvor. Gewöhnt man sich an den Anblick des Leidens?

Dennoch: Ihre Augen leuchten nochmal. Sie "afft" mit mir rum und schmeißt sich auf den Rücken: Kraul mich und küsse meine Bärenfüßchen...! Wir reiben unsere Nasen aneinander und geben uns Versprechen. Wir liegen Arm in Arm und genießen nochmal die Wärme des Anderen.

Tief in mir weiß ich, dass ich sie wohl bald gehen lassen muss. Ich ertrage es und genieße unsere Zeit. Sobald die Tabletten nachlassen, werde ich sie auf ihren Weg geben. Schmerzen und Leiden wird sie nicht, solange ich es erfassen kann.

Ich bin dankbar, dass ich eine tolle Tierärztin habe. Sie weiß einerseits, wie sehr ich Nori liebe und auf der anderen Seite ist sie in der Lage, mir ganz objektiv zu sagen, wenn es nicht mehr geht.

Vielleicht - und das hoffe ich - wird bei Nori wie damals bei meinem Vater - das Gefühl der Dankbarkeit und Gelassenheit kommen, mit der man jemand gehen lassen kann, den man so sehr liebt. Die Trauer kann mir dann zwar niemand nehmen, aber ich werde die Gewißheit hoffentlich haben, dass ich es gut gemacht habe. Das ich meine Verpflichtung gegenüber meinem geliebten Tier wahrgenommen habe und es auch richtig gemacht habe.
Lieben bedeutet auch immer, gehen lassen zu können.

Jochen Mariss sagte einmal:

Die Macht der Wünsche gibt uns den Mut, immer wieder fremde Türen zu öffnen, ohne zu wissen, was uns dahinter erwartet. Wer sich dieser Macht verschließt, ist wunschlos unglücklich!

Noch halte ich mein Bärchen in den Armen. Noch steckt eine braune Nase im Türschlitz, wenn ich heimkomme. Noch wuffelt sie mich leise morgens an, wenn sie meint, ich müsse nun aufstehen und noch liegt ihr großer Kopf in meiner Armbeuge und ihre Augen schauen mich liebend an. "Frauchen ich vertraue Dir. Du wirst bei mir sein und du wirst mir helfen..."

Ich hab´Dich so lieb meine Nori und wenn es soweit ist, wirst Du auf einem goldenen Teppich aus Licht und Blumen und eingehüllt in meine Liebe auf Deinen Weg gehen. Deine Nase wird immer an meine gepreßt sein und dein Duft wird mich durch die Zeit begleiten.

Daniela
__________________
Um wirklich glücklich zu sein, muss man lernen, die universellen Prinzipien, die das Leben als solches aufstellt, zu respektieren und zu akzeptieren.
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  #18 (permalink)  
Alt 18.09.2010, 14:50
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Beiträge: 3.272
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So wie du es handhabst, machst du es gut! Du kennst das Gefühl, das sich einstellt, wenn man realisiert "so, nun ist es soweit". Und dann wird es irgendwie auch viel leichter werden, sie gehen zu lassen, als es sich heute noch glauben lässt. Wir denken an euch und wünschen Nori wunderbare Stunden mit euch.
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  #19 (permalink)  
Alt 20.09.2010, 12:59
Benutzerbild von pfotenspur
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Beiträge: 2.505
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Weißt Du , Labbifreundin, was du da schreibst, daß denke und halte ich jeden Tag so mit meinem kleinen Kutschpony Elli.
Ich kann das so nachfühlen, deine Gedanken, deine wechselden Gefühle und die Gewißheit, alleine mit dieser wichtigen Entscheidung zu sein, den richtigen Moment nicht zu verpassen und doch nicht liebesblind etwas zu übersehen...
Und den Dauerschmerz im Herzen zu tragen, wenn einen diese Augen voll Vertrauen und Zuneigung ansehen.
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