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  #1 (permalink)  
Alt 14.05.2010, 20:39
Benutzerbild von Labbifreundin
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Hallo liebe User!

Im Augenblick setze ich mich ja sehr stark mit dem Thema Sterbebegleitung und Tod auseinander.

Im Rahmen sehr, sehr vieler Gespräche und Mails ist mir etwas aufgefallen, von dem ich hoffe, dass Ihr mir helfen könnt, einen richtigen Schluss zu ziehen.

Es scheint offensichtlich so zu sein, dass Hunde eine Kenntnis von Tod und Sterben erlangen können und diese Kenntnis irgendwie "abspeichern".

In all den vielen Gesprächen hat sich folgendes ergeben:
Ein Hund verstirbt. Es leben mehrere Hunde im Haushalt. Wie nehmen diese Hunde den Tod des Gefährten auf?

Und jetzt beginnt es:
Vermehrerhunde und Tierheimhunde "verabschieden" das sterbende Tier in großer Liebe und mit enormer Sorgfalt. Oft begleiten diese Hunde sogar die Bestattung. Sie wachen am Krankenlager und senden starke Beschwichtigungssignale bis zum Ende und bleiben immer in unmittelbarer Nähe des sterbenden Tieres.

Hunde im Haushalt, die aber schon als Welpe kamen und nicht aus dem Tierschutz, Tierheim o.ä. stammen, registrieren den Tod und das davor liegende Ende des Gefährten mit kaum mehr als Ignoranz. Es wird sicherlich mal kurz "geschaut", aber diese Hunde wenden sich gleichsam irgendwie gleichgültig ab. Auch nach dem Tod des Gefährten zeigen sie selten Emotionen, die man als eher nebensächlich wahrnimmt.

Wenn ich versuche, diese sehr unterschiedlichen Positionen zu analysieren, ließe es für mich folgenden Schluss zu:

Tierheimhunde erleben den Tod eines anderen Hundes oft sozus. "hautnah". Vermehrerhündinnen z.B. sehen sterbende Gefährtinnen bei Geburten nicht gerade selten. Hunde aus Tötungsstationen im Ausland erleben den Tod in den Zwingern täglich, weil dort oft schwer kranke Tiere vegetieren. Auch in Tierheimen kann es durchaus vorkommen, dass Zwingerinsassen den Tod eines Hundes sehen und dem beiwohnen.

Können Tierschutzhunde also den natürlichen Vorgang "Tod/Sterben" im Hirn irgendwie abspeichern, oder ist bei diesen nicht durch strenge Zucht "instinktverdorbenen" Hunden lediglich ein Urinstinkt besser ausgeprägt?

Der Naturzustand aus Sicht von Canis Lupus würde nur zwei Möglichkeiten zulassen:

1. Das kranke Tier wird vom Rudel vertrieben, weil es Feinde anlockt. Oft trägt das Rudel bei Wölfen sogar aktiv zur Tötung eines kranken Tieres bei.

2. In seltenen Fällen wird das Alpha-Tier als krank und sterbend akzeptiert und vom Rudel "mitgeschleppt" bis zum Ende. Es kann in einem solchen Fall sogar mit Futter versorgt werden.

Ich möchte unsere Mehrhundebesitzer, die schon den Tod eines Mitgliedes ihres Hundeverbandes erlebt haben, bitten, mir bzw. uns hier mal von Ihren Erfahrungen zu berichten. Wie haben Eure Hunde bzw. Euer Hund auf den Tod eines Gefährten im eigenen Verband reagiert? Konntet ihr bestätigen, was ich hier versucht habe zu beschreiben?
Haben Eure Tierheimhunde anders reagiert, als die bei Euch aufgewachsenen Hunde?

Ich danke Euch für Eure Hilfe! Für mich sind Eure Erfahrungen sehr, sehr wertvoll. Ich möchte das Thema für mich weiter vertiefen, um irgendwann anderen Menschen in einer Sterbebegleitung helfen zu können. Ich glaube, da gibt es noch Defitite und auch auf diese Weise könnte ich vielleicht jemandem helfen und mich nützlich machen!

Liebe Grüße
Daniela mit den Mädels
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Um wirklich glücklich zu sein, muss man lernen, die universellen Prinzipien, die das Leben als solches aufstellt, zu respektieren und zu akzeptieren.
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Alt 14.05.2010, 21:07
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Hallo Daniela,
als vor Jahren unser erster Hund aus dem Zweiergespann starb, war der zurückgebliebene Hund sehr, sehr traurig und ist ein paar Tage lang überhaupt nicht mehr in den Garten - den Ort, an dem der Gefährte starb - aufsuchte. er hat sehr gelitten und danach auch deutlich stärker abgebaut als es vorher der Fall gewesen ist. Trotz dieses Trauerns kann ich nicht sagen, dass er den sterbenden umsorgt hat. Ich hatte eigentlich eher den Eindruck, dass der Sterbende ihm ein wenig Angst machte (vielleicht, weil der Geruch so anders war??). Er war immer in der Nähe, traute sich aber nicht auf die Decke, die wir auf den Rasen gelegt hatten. Selbst auf unsere Aufforderung hin, schaute er beschwichtigend zur Seite als er dann näher kam.
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LG Steffi und Henry
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  #3 (permalink)  
Alt 14.05.2010, 21:16
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Hallo Daniela ich kann nur von einer kleinen Erfahrung erzählen.
Meine Freundin hatte damals eine ca. 1,5 Jahre alte braune Labradorhündin ( aus bester VDH-Zucht mit Papier und allen Klimbim ) und ich meinen Goldi-Mix-Rüde vom Bauernhof.
Wir haben täglich mehrere Stunden mit den Hunden und Spaziergängen verbracht.
Musste ich länger arbeiten war ihr HUnd bei mir und umgekehrt.
Plötzlich ging es der Maus sehr schlecht...
Innerhalg von drei Tagen mussten wir unsere Kira dann einschläfern lassen.
Am dritten Tag rief mich meine Freundin an, dass es schlimm ist sie würde nicht aufstehen und kaum noch leben in sich haben.
Wenn man diesen Wackellabbi erlebte mochte man es nicht glauben.
Ich bin sofort zu ihr rüber und habe meinen Lucan mitgenommen.
Wir klingelten und Kira ist uns entgegengelaufen.
Begrüsste uns überschwenglich.
Legte sich dann aber schnell wieder auf ihren Platz.
Mein Lucan legte sich zu ihr oder forderte sie regelrecht auf auf zu stehen.
Lange konnten wir es nicht mit ansehen und trugen sie zum Auto und fuhren mit ihr zum TA.
Nach Infusionen und und und wurde sie eingeschläfert...
Lucan wollte natürlich am anderen Tag seine Begleiterin abholen.
Ich durfte ihn zeigen, dass sie nicht da war.
Einige Tage vergingen bis der Drang nachließ.
Bei mir zu Hause war er sehr ruhig.
Beim Gassigang merkte man ihn nicht viel an.
Als dann nach vielen einsamen Wochen ein neues HUndekind kam und ich meine Ronja bekan wollte er von den Beiden nicht viel wissen.
Bis heute gibt es für unsere Kira keinen Ersatz.
Ich kann mich noch erinnern, dass wir ca. ein Jahr später eine Labbidame die Kira nich ähnlicher hätte sein können trafen und mir ein "Kira" entrann.
Lucan ließ alles stehen und liegen und rannte zu diesem Hund hin.
Angekommen war er "enttäuscht " und bei mir flossen die Tränen....
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Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #4 (permalink)  
Alt 14.05.2010, 21:31
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@ Steffi

Entschuldige meine Schusseligkeit und hilf mir mal bitte auf die Sprünge:
Wer war Tierschutzhund und wer nicht?
Das Trauerverhalten signalisiert mir, dass es sich um einen Tierschutzhund handelt? Richtig? Dann würde es ins Schema passen: Hund trauerte ganz augenscheinlich.

@ Jacqui

Dein "Bauernhofhund" (nicht böse gemeint - also bitte nicht falsch verstehen die Bezeichnung) trauerte also auch?! Würde die These ja irgendwie belegen.

Eher trauerunfähig sind Hunde wie meine Kara, das Goldstück aus bester LCD-Zucht.

Lieben Dank an Euch beide!

LG
Daniela
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  #5 (permalink)  
Alt 14.05.2010, 21:40
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Hallo liebe Daniela unser Puschel oder auch Lucan vom Bauernhof ( wir empfinden dass in keinster Weise als schlimm...) hat getrauert und gefordert vielleicht weil er "wusste" das es nun schlecht um Kira gestellt war.
Die Gafahr merkte die ein krankes "Familienmitglied" mit sich bringt.
Mir ist gerade noch eingefallen, dass Lucan die Praxis nicht verlassen wollte, als "wusste" er, dass unsere Maus gehen muss.
Aber ich vermenschliche hier nun auch stark.
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Nina Miodragovic
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  #6 (permalink)  
Alt 14.05.2010, 21:40
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Also es waren beides Tierschutzhunde, Nico imTierheimgeboren kam mit 9 Monaten als Scheidungskind erst in eine Art Pflegestelle und dann zu Jens...und als wir uns dann durch die Hunde gefunden haben, auch zu mir und Kalle, der ebenfalls als Mini (mit 7 Wochen) aus dem Tierschutz zu mir kam. Der trauernde Hund war Nico.
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LG Steffi und Henry

Geändert von stebo (14.05.2010 um 21:42 Uhr).
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  #7 (permalink)  
Alt 14.05.2010, 21:41
Benutzerbild von kepri
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Erata sass nie in einem TH, sie war der einzige Hund den wir von klein auf hatten, an dem Tag als Bakunin ging zog sie sich zurück, sie stellte das Fressen ein und war kaum zu motivieren, 2 Wochen später das erste Nierenversagen, der Tod ihres Rüden ging ihr sprichwörtlich an die Nieren, sie verstarb knapp 3 Monate nach ihm.
__________________
Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

http://co-bold.jimdo.com

http://kepri.jimdo.com/

Geändert von kepri (14.05.2010 um 21:43 Uhr).
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  #8 (permalink)  
Alt 14.05.2010, 23:16
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Unsere zwei Dackelschwestern waren 4.5 Monate alt, als Bella, das eine Mädchen, erkrankte.
Isa, die pfiffigere und verspieltere der beiden, hat Bellas Nähe gesucht, denn Bella war immer die grosse und vernünftige Schwester, die sich auch bei uns immer durchzusetzen versuchte.

Bella war mittlerweile jedoch empfindlich geworden und verbellte Isa immer öfter, je schlechter es ihr ging.
Als wir Bella dann über Nacht beim TA lassen mussten, winselte Isa und wollte bei uns im Schlafzimmer schlafen.
Bella ist am nächsten Tag während der Operation verstorben.
Isa war während dieser Zeit zuhause. Wir holten sie dazu, damit sie sich von Bella verabschieden konnte.
Sie hat an Bella geschnuppert, sich dann hingesetzt, mit Blick Richtung Tür. Es schien, als wäre es ihr egal, dass Bella nicht mehr lebt.
Zuhause begann Isa jedoch überall herum zu stöbern, sie suchte und suchte und konnte nicht mehr aufhören.
Wir interpretierten das so, dass sie Bella beim TA nicht mehr richtig wahrnehmen konnte - vielleicht durch den veränderten Geruch (Operation, Tod)? Zuhause war Bella aber immer noch präsent, alles roch noch nach ihr...
Es waren schwierigeTage danach, Isa hörte nicht auf zu suchen, war manchmal total erschöpft.

Nach einer Weile schien sie zu begreifen, dass sie Bella nicht mehr finden kann. Sie wurde apathisch, wollte nicht mehr raus, sie wirkte deprimiert - sie wurde depressiv.

Das war dann auch der Grund, warum wir uns entschlossen, einen weiteren Hund zu suchen - und der Schnurz war sehr anstrengend für sie, aber auch belebend, sie war nach seinem Einzug wie verwandelt, sie hatte ja auch eine Rolle zu verteidigen...

Isa und Bella waren vorher noch getrennt gewesen, sie waren ja Wurfgeschwister - vielleicht ist das der Grund für ihre deutliche Reaktion?
__________________
Herzlichst, Susann
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  #9 (permalink)  
Alt 15.05.2010, 11:11
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Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie ihre Schwester gesucht hat, denn nach der OP hat Bella ganz sichern nicht mehr wie Bella gerochen.
Ich habe auch schon öfter gehört, und auch schon einmal bei den Hunden meiner Eltern erlebt, dass der eine den anderen sucht. Aus diesem Grund hatten wir unseren Nico dabei, als der TA ihn eingeschläfert hat - wir wollten nicht, dass er Kalle suchen muss.
Bei meinen Eltern war es so, dass sie mit einem kranken Hund zum TA gefahren sind und - weil das Herz schon zu angegriffen war - mit einem toten Hund wiedergekommen sind. Damals haben sie in ihrem Schmerz überhaupt nicht daran gedacht, den Verbliebenen an dem toten Hund schnuppern zu lassen - und so hat Balou tagelang gesucht und hat dann nach einigen Tagen aufgegeben und den "Großen" vermisst und wochelang gelitten. (Er kam übrigens nicht aus dem TS)
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LG Steffi und Henry
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  #10 (permalink)  
Alt 15.05.2010, 11:21
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Liegt die Wahrnehmung des Todes eines Rudelmitglieds auch darin, an der Beinflussung des Menschen.

Zum Zeitpunkt in denen die Welpen zusammen sind, im Rudelverband, entsteht Nähe und der Ursprung des Hundes ist gut erkennbar.
Sie werden vermittelt, getrennt und leben meist einzeln mit ihren Menschen.
Sie erziehen -leider- viele Anlagen ab, weil sie sich zu wenig Wissen über das Urverhalten, Signale uvm. aneignen und auch ignorieren.

Ich stimme Dir zu, dass das Verhalten der Tierschutzhunde sich wesentlich von den
"Einzelhunden" unterscheidet. Aber auch da spielt der Charakter des Hundes eine wesentliche Rolle und auf die Rangordnung.

Nun zu meinen Erfahrungen.
Mein erster Rüde lebte 1 Jahr von Welpe an bei uns. Ein dringender TS-Fall und wir nahmen ein 1,5 Jahre alte Labradorhündin Cleo zu uns. Sie wurde fast totgeschlagen und war dem Menschen kaum zugänglich. Sofort war ein starkes Band zu meinem Rüden da, wir Menschen brauchten 2 Jahre um sie zu berühren um ihr Vertrauen zu gewinnen und sie ihre Angst zu überwinden. Meine Rüde starb mit 8Jahren und Cleo konnte aufgrund der Notsituation um seinen Tod nicht dabei sein. Wochenlang ging sie mit hängendem Kopf neben mir her. Im Wald, die alten Wege, blieb sie sitzen und schaute immer in die Richtung woher wir kamen und wartete wartete wartete. In dieser Zeit veränderte sie sich und war wieder die Alte Angstmaus.
Nach 5 Monaten kam ein 6-jähriger Golden-Rüde Bruno dazu und er war leider ein Einzelgänger/Einzelhund.
Viele Kämpfe später waren sie ein Team und meine Hündin war wieder on TOP.
Cleo verstarb mit 10 Jahren, nach langer vorausgehender Krankheit, Bruno hat das nicht interessiert.

Dann kam 2 Monate später meine alte Golden Lady Lola. 11 Jahre alt aus dem TS, sie hatte wahrhaft kein gutes Leben.
Bruno fand sie blöd und ignorierte sie aus.
Aber auch Lola war nicht in der Lage einen direkten Kontakt herzustellen. Sie lebten in Eintracht nebeneinander.

2006 kam Frieda im zarten Alter von 6,5 Wochen aus dem Tierschutz zu uns.
Sie war von de Umständen ihres kurzen Lebens schon so negativ belastet, schon wieder eine kleine Angstmaus. Sie hing wahnsinnig an Lola und Lola nahm sie an.
Wie eine Mama, sanft bestimmt aber für sie da.
Lola starb mit 13 Jahren und diesmal war Frieda diejenige die wahnsinng trauerte.
Lola war einige Stunden nach ihrem Ableben bei uns, Frieda war immer wieder bei ihr.
Wir trugen sie abends aus der Wohnung raus in die Garage, die Abholung stand kurz bevor. Frieda ist tagelang immer wieder in die Garage, hat sie gesucht, geweint, es war furchtbar.
Unser Welpe Anton, Labrador-Rüde aus dem VDH/LCD, war noch zu jung um das zu begreifen oder anders, es hat ihn nicht interessiert.
Im Jahr 2008 kam Mara zu uns, 13 Jahre alt,
Tierschutzhund, sie wurde von beiden umsorgt, sie war sehr krank. 4 Monate später und sie starb, ihr Leben als Zuchthündin und die schlimmen Auswirkungen auf ihren Körper waren stärker.
Und siehe da, mein Anton war es, der es nicht verstand, warum sie tot auf der Decke lag. Immer wieder ist er hin zu ihr, stupste sie an, kratzte mit der Pfote an ihrer Seite.
Frieda machte es Angst, deutlich zu sehen.
Als Mara weg war, hatten die beiden sich, und so haben sie es gut überstanden.
Gesucht haben beide noch tagelang nach Mara.

Ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, TS-Hund ist anders als Zuchthund oder gute Zucht/Einzelhund.
Eine Studie würde Klarheit bringen und die Unterschiede deutlicher machen.

Ich hoffe, es war jetzt nicht zu lang, kurze Worte liegen mir nicht so, insbesondere wenn es um die Fellnasen geht.

Geändert von dLdVermehrerhunde (15.05.2010 um 11:24 Uhr).
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