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  #71 (permalink)  
Alt 05.06.2010, 10:05
Benutzerbild von Labbifreundin
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Hallo Andrea!

Wenn man sich Nori anschaut, sieht mal recht wenig von der Krankheit. Sie ist relativ mobil und fröhlich.
Im Laufe des Tages sehen wir dann die Einlagerungen vom Wasser. Der Bauch hängt dann runter und es bildet sich unterhalb ein regelrechter "Wassersack".

Aber: Außenstehende würde nicht unbedingt sehen, wie krank sie ist. Natürlich rennt sie nicht mehr, sondern trottet eher hinter mir her. Aber das könnte auch auf einen alten Hund schließen lassen und sie ist ja auch schon 8 Jahre alt.

Wenn Du mal auf meine HP schaust:
koppenhöfer pension familienfreundlich Urlaub mit Hund | Gäste, Ihnen, Besuch | Koppenhöfers Wohlfühlpension
entdeckst Du unter dem Punkt "Haustiere" die Fotos von den Mädels. Die braune Hündin ist Nori.

Trotz der schweren Krankheit entwickelt sich Nori noch immer jeden Tag. Sie hat ja ein schweres Leben gehabt, bevor sie vor drei Jahren zu uns kam. Ich hätte mir so unglaublich doll gewüncht, dass uns mehr Zeit zusammen bleibt. Sie ist eine großartige Erziehungs- und Eingliederungshelferin, wenn wir einen Pflegehund haben. Nori ist immer um mich rum. Sie ist eine sehr kluge, lernfähige und soziale Hündin. Sie ist liebevoll, einzigartig und von solch einem bezaubernden Wesen - mein Herzenshund eben!

Liebe Grüße
Daniela mit Kara, Nori und Abby
__________________
Um wirklich glücklich zu sein, muss man lernen, die universellen Prinzipien, die das Leben als solches aufstellt, zu respektieren und zu akzeptieren.
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  #72 (permalink)  
Alt 17.06.2010, 23:07
Benutzerbild von saluki87w
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Registriert seit: 28.11.2009
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ich weiß nicht, ob das hier her gehört...aber ich hatte gestern abend mal wieder sone phase, wo ich einfach nur heulen konnte...und da hab ich mal wieder nach ewigkeiten 2 gedichte geschrieben...

Die Zeit mit dir - fort...

Du bist fort
in einer anderen Welt
musstest hinfort
aus unserer Welt

Die Zeit mit dir war kurz
so kommt es mir vor
ein flüchtiger Moment nur
klingt sie noch in meinem Ohr

Die Zeit mit dir war wunderbar
fast wie ein Traum,
ist sie nun weg,
war einst so nah

Du bist fort
und fehlst mir sehr
musstest hinfort
es schmerzt mich sehr

Du bist fort
in einer anderen Welt
wartest dort
bis auch ich erreiche jene Welt

Die Zeit mit dir ist nun vorbei
doch eines Tages, da bin ich sicher
da sehen wir uns zwei
dann haben wir uns wieder

Die Zeit mit dir,
ich danke dir dafür
Nun bist du fort,
an einem besseren Ort.


Hab Dank!

Eines schönen Tages
kamst du in mein Leben gestolpert
Ich wusste es gleich,
wir gehören zusammen

Viele gemeinsame Jahre
genossen wir unsere Zweisamkeit
gute und schlechte Zeiten
wir gehörten zusammen

Blindes Vertrauen
und unendliche Liebe
empfanden wir für einander
wir gehörten zusammen

Eines schönen Tages
sind wir wieder zusammen
bis es soweit ist,
hab vielen Dank!
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  #73 (permalink)  
Alt 01.10.2010, 22:11
Benutzerbild von -sarah-
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Dieses Thema ist mir auch gerade sehr wichtig, und ich bin so froh das Ihr hier darüber sprecht und Verständnis habt.

Meine Pinky ist 15 Jahre. Sie hat Krebs. Große gesäuge Tumore. Inoperabel. Unsere Tierärztin sagt die Tumore würden in der momentanen Wachstumsphase innerhalb kürzer Zeit durch die OP Narben wachsen. Wahrscheinlich würde sie sich von einer OP auch nicht wieder erholen.
Sie hat Antibiotika und Schmerzmittel bekommen.

Meine Omi ist sehr tapfer eine richtige Kämpferin die noch nicht aufgeben will! Manch ein Hund würd schon längst lethargisch im Körbchen liegen, bei dem schlimmen Krebs (sagt auch die TÄ) Meine Tuffelmaus frisst noch 200 gramm Feuchtfutter am Stück, will spazieren gehen und freut sich nen Kecks wenn es losgeht.

Auf der anderen Seite hatte sie Gestern einen richtigen Schwächeanfall, sodass meine Mutter sie nach draußen tragen musste.
Sie hat sich draußen im Garten auch schon Verstecke gesucht. Ich vermute zum Sterben würde sie sich dort ablegen.

Ich denke das sie den Schnee dieses Jahr nicht mehr spüren wird, obwohl sie den Schnee so sehr liebt.

Ich habe Angst das ich nicht da bin wenn es soweit ist.
Und ich möchte dann nicht weinen, um ihr zu zeigen das alles nicht so schlimm ist, und alles wieder gut wird.
Aber ich glaube nicht das ich das schaffe.

Sie weis ganz genau das Tränen etwas schlimmes sind, weil ich früher wenn meine Eltern sich stritten immer geweint habe, und dann bin ich zu Pinky gegangen und wir sind losgelaufen und gelaufen und gelaufen. Egal ob im Regen oder Schnee oder um 23 Uhr.

Diese Zeit ist jetzt schon 8-10 Jahre her, aber sie hat es nicht vergessen.

Pinky hat mich immer getröstet wenn ich gelitten habe, und Sie hat es geschafft das ich schnell wieder froh war.

Bald werde ich Sie nun trösten, und dafür sorgen das auch sie nicht lange leidet.

Wir müssen taper sein.
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  #74 (permalink)  
Alt 01.10.2010, 23:49
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Hallo,
fühle mit dir und habe schon Angst davor, wenn ich dran bin. Ich habe das Ganze aber erst mit einem Frettchen machen müssen, mit dem ich ein ähnliches Verhältnis wie mit unserem Hund hatte. Er (das Frett) hatte auch Krebs. Und schließlich wollte ich nicht mehr, dass er sich weiter quälen muss. Und habe mir eben gesagt, vorgenommen und durchgezogen, dass ein Tier keine Angst vor dem Tod, oder dem Einschläfern hat, aber eben die Reaktionen des Besitzers vorher deutet. Heißt: Wenn wir weinen oder Angst haben, hat es das Tier auch. Also habe ich mich darauf konzentriert, dass der Tod an sich nichts schlimmes ist. Einschlafen und keine Schmerzen mehr haben. Und so konnte ich ihm im Arm halten und streicheln und Geborgenheit vermitteln bis er tot war. Und er hat sich richtig entspannt. Es werden 2 Spritzen gegeben. Die erste ist Morphium, die die Schmerzen und Ängste nimmt und die 2. ist er die Leben beendende Spritze, die einschlafen lässt. Und ganz ehrlich: ich persönlich würde so einen Tod allem anderen vorziehen. Getröstet werden, alles ist cool durch das Morphium und dann einschlafen.....
__________________
Mietwohnungen für Hundehalter
www.immohund.de

Man kann schon leben ohne Hund,
aber es lohnt sich nicht.
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  #75 (permalink)  
Alt 02.10.2010, 18:53
Benutzerbild von Labbifreundin
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Beiträge: 415
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Hallo Sarah!

Alle Deine Fragen und Zweifel sind berechtigt und in dieser Situation völlig okay!

Ich habe letzte Woche meine Nori gehen lassen müsen. Ich hatte das ganz, ganz große Glück zu wissen, das es an der Zeit ist. Leichter wird es dabei nicht.

Du musst Dir auch nicht alle Tränen verkneifen, wenn Dein Hund gehen wird. Trauer ist okay. Wichtig ist, dass keine Unruhe ist und kein hysterisches und heftiges "Geheule" - entschuldige bitte, dass ich mich so drastisch ausdrücke.

Dein Hund kann nicht mehr allein raus? Versuche mal, in Pinky´s Augen zu lesen, ob sie jetzt Deine Hilfe braucht, um gehen zu können. Es hört sich ein wenig danach an.

Bitte wäge genau ab, wieviel Lebensqualität Dein Hund noch hat. Quält sie sich, oder zeigen ihre Augen noch Interesse? Wie ist ihr Fressverhalten? Wie sieht ihr Fell aus? Kann sie sich noch draußen lösen? Zeigt sie Schmerzen? Ist sie oft mit dem Blick schon fern?

Es ist bitter, aber wir dürfen aus Liebe nicht egoistisch klammern. Ehe sie allein stirbt und einsam und voller Schmerzen ist, musst Du überlegen, ob Du eingreifen solltest. Nur DU kannst es entscheiden und ...Pinky...!

Wenn Du ihr beim Sterben helfen willst, wähle einen Zeitpunkt, an dem Du sie daheim gehen lassen kannst. Eine ruhige Stimmung, Düfte, leise Musik und gaaaanz entspannt. Sei bei ihr. Sag ihr, dass Du sie lieb hast und entschuldige Dich, dass Du sie nun gehen lassen wirst.Du kannst ihr vorher Beruhigungsmittel geben lassen, das ist durchaus okay, denn dann wir Pinky entspannt sein.

Sei ihr bis zum Schluss ein liebevoller Begleiter. Wenn Du es allein nicht schaffst (und es ist sauschwer ich weiß es...) hol Dir jemanden, der Dir zur Seite stehen wird und Dich tröstet und Dir etwas Ruhe geben kann.

Ich habe einige Tage benötigt, den Entschluss zu fassen, Nori auf die Reise zu schicken. Ich habe mich anschließend n i c h t wie ein Mörder gefühlt. Ich war beruhigt, mein Herz war leicht - mein Mädchen litt nicht mehr. Die Tränen vorher waren viel, viel mehr, als die Tränen anschließend. Ich weiß, dass sie keine Schmerzen mehr hat und dass es ihr jetzt gut geht.

Nichts wiegt zwar den Schmerz um den Verlust auf, aber es ist ein gutes Gefühl zu wissen: Ich war bis zum Schluss für sie da. Ich habe sie nicht unnötig leiden lassen. Sie konnte in Frieden gehen.

Im Zweifel nicht in menschlichen Kategorien denken, sondern nur noch im Interesse des Tieres. Überlege Dir, wie sie war, als sie noch ganz munter und mobil war. Wieviel Spaß und Freude gibt es noch jetzt in ihrem Leben? Was kann sie noch allein machen?

Ich kann mir gut vorstellen, wie es in Dir aussieht. Weiß Gott! Hab´keine Angst! Dein Hund wird Dir helfen und... sie wird Dir letztlich dankbar sein. Du wirst sie niemals verlieren, denn in Deinem Herzen wird sie für immer einen Platz haben.

Ich wünsche Dir viel Kraft und den Mut zu sehen, wie es Deiner Maus wirklich geht!

Liebe Grüße
Daniela mit Kara, Abby und immer im Herzen meine über alles geliebte Nori...
__________________
Um wirklich glücklich zu sein, muss man lernen, die universellen Prinzipien, die das Leben als solches aufstellt, zu respektieren und zu akzeptieren.
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  #76 (permalink)  
Alt 04.10.2010, 10:46
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Hi Labbifreundin

danke für deine liebe Antwort!
Ich weis von deiner Nori hab das alles sehr betroffen mitverfolgt.

Du brauchst dir keine Sorgen machen, mein Hund lasse ich nicht leiden. Sie hatte halt diesen einen Schwächeanfall am Morgen aber seitdem nichts mehr.
Gestern war ein sehr schöner warmer Tag,
da sind wir in den Hammrich (Feld und Wiesen gebiete) gelaufen.
Das fand sie ganz toll.
Eine echte Freude ihr zuzusehen wenn sie so durch die Wanderwege huscht und überall ihre Nase reinstekt
Der letzte Tag wird kommen das steht außer Frage
aber hoffendlich dauert das noch.
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  #77 (permalink)  
Alt 04.10.2010, 17:16
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Hallo Sarah!

Das hörst sich schöööön an! Eine alte Lady, die einfach alles genießt! Lass sie genießen! Auch Tage mit Schwäche stehen einem alten Hund zu - wir sind ja selber manchmal auch mehr müde und mal weniger müde.

Beobachte sie einfach liebevoll. Wenn Du merkst, dass die "Einbrüche" häufiger kommen, oder sie einfach mit den Augen bittet, dann kannst Du eingreifen. Ich bin sicher, Du wirst es merken, wenn Deine Süße es nicht mehr schafft. Ich würde ihr die große Gnade wünschen, einfach ganz still des Nachts einzuschlafen. Sanft zu gehen, wann sie es möchte und wann sie es kann!

Liebe Grüße und Knuddler für die Maus

Daniela
__________________
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  #78 (permalink)  
Alt 15.10.2010, 11:43
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@ Labbifreundin
Die wollt ich dir noch zeigen damit du dir ein Bild machen kannst

http://up.picr.de/5432072.jpg

http://s1.up.picr.de/5432073.jpg
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  #79 (permalink)  
Alt 26.12.2010, 22:58
Benutzerbild von pudelrudel
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[quote=pfotenspur;95857]Nein, mich hat der Spruch von dem Opa total wütend gemacht, weil ein völlig Fremder nach einem Blick meint, sich eine Meinung zu etwas anmaßen zu können, wovon er schlicht keine Ahnung hat!
- da kommt mir spontan wieder die Galllee hoch

-------------------------------------------
ich habe nun schon 4 Pudel begleitet und immer mache ich mir hinterher große Vorwürfe .. war es zu früh
darunter einen mit Blutkrebs sie war gerade mal 9 Jahre alt , habe keine Chemo gemacht warum sie kann nicht Heilen und verlängern , aber warum den Hund nboch quälen , sie ist nach 6 Wochen erlöst worden .
den tag war ich besonders traurig und hatte gedacht bei meiner Mutter etwas trost zu finden , aber die Antwort haute mich in ein tiefen Abgrund :
Kaput -- Neu .. eine Nachbarin hat mich in den Arm genommen und getröstet , einen für mich fremde Frau
Meine Entscheidung :
seit diesen Tag habe ich keine Mutter mehr ..

Es fällt schwer , aber ich habe weider Vier Hunde auch diese werde ich bis zum Schluß begleiten ..

wer das nicht kann , sollte sich kein Tier halten

Gruß Bärbel
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  #80 (permalink)  
Alt 25.03.2011, 17:27
Benutzerbild von sie.she.elle
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Registriert seit: 20.08.2010
Ort: Rheda-Wiedenbrück
Beiträge: 369
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Ich weiß nicht recht, ob das so zum Thema passt.
Die Beiträge aller sind sehr interessant, vor allen Dingen auch die unterschiedlichen Ansichten, zum Thema Einschläfern.

Vor fast 2 Jahren ließ ich meinen Hund einschläfern aufgrund von CNI. Nur mache ich mir noch heute ständig Gedanken, war es richtig oder zu früh. Damals habe ich so entschieden, da ich nicht wollte, dass sie einen qualvollen Tod erleiden muss, auch die Tierärtzin riet mir dazu. Sie sagte es wäre natürlich einfacher, wenn man den Hund wirklich leiden sieht, aber soweit wollte ich es nicht kommen lassen. Nur frage ich mich dennoch, hört es irgendwann auf diese Fragerei an einen selbst? Wann hört es auf, dass einem die Tränen kommen, wenn man an den letzten Moment zurück denkt? Wie war/ist das bei euch? Ist man irgendwann an dem Punkt, zu denken, es war alles richtig und erinnert sich mit Freuden an die Zeit mit dem Hund zurück ohne automatisch zu überlegen, hätte ich mich anders entschieden, wäre die Zeit vielleicht doch noch länger gewesen?
__________________
"Ein Hund ist treu bis zum letzten Schlag seines Herzen!"

"Keine Beleidigung würde mich mich so hart treffen wie ein mißtrauischer Blick von einem meiner Hunde"
James Gardner
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