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  #1 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 12:12
Benutzerbild von nessie
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Registriert seit: 16.07.2009
Beiträge: 24
Standard Loslassen fällt schwer

Hallo an alle Hundefreunde,
ich bin grad mit meinem schwer kranken Hund alleine zu Hause und muss meinen Schmerz irgendwie verarbeiten. Mein Nessie ist jetzt 13 und hat nun schon zum 2. mal einen Bandscheibenvorfall, diesmal in der HWS. Er leidet bereits seit einer Woche. Bei den ersten Anzeichen, war ich mit Ihm beim Arzt, die Medikamente die er dort jedoch erhielt lösten schlimmen blutigen Durchfall und erbrechen aus. Dieser Arzt knöpfte mir nach 3 Besuchen und etlichen Untersuchungen die meinen kleinen furchtbar quälten, 400 Euro ab, und erkannte nach der ganzen Tortour nicht mal das Problem. Am Sonntag entschloß ich mich in die Klinik zu fahren, wo er schonmal operiert wurde um mich dann dort von ihm zu verabschieden. Die Ärtztin stellte den Bandscheibenvorfall fest und gab meinem Süßen gute Genesungschancen. Es sei noch zu früh aufzugeben, meinte Sie. Also bekam er neue Medikamente und wir gingen erleichtert wieder nach Hause. Gestern nach dem Besuch in der Klinik ging es ihm deutlich besser, heute jedoch liegt er wieder nur da und rührt sich kaum. Er wollte nicht mal zum pinkeln raus. Spazierengehen darf er erstmal eh nicht, aber er muß doch Darm und Blase leeren.
Kann mir nicht irgendjemand Beistand, Trost oder Hilfe geben??? Ich bin am verzweifeln, ich leide mit Ihm und es tut so unheimlich weh. Soll ich ihn gehen lassen??
__________________
Mein Hund ist mein bester Freund!
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  #2 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 12:27
Benutzerbild von bostonabby
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Registriert seit: 23.09.2009
Beiträge: 125
Standard

Das kannst leider nur du entscheiden!

Ich musste im Januar meinen 12jährigen Beagle gehen lassen, er hatte Krebsgeschwüre überall. Im letzten Sommer gings ihm schon einmal dolle schlecht, mit Blut aus dem Anus usw. Da dachte ich schon, jetzt ist es soweit. Aber es war wohl *nur* eine Magen-Darm-Geschhichte. Die letzten Wochen wurde er immer langsamer, er schlich nur noch durch die Gegend und röchelte manchmal einfach so beim liegen, ohne Anstrengung.
Nachdem wir so viele schöne Jahre zusammen hatten, musste ich nun eine Entscheidung treffen. Ich schob sie noch etwa 3 Wochen vor mir her, dann rief ich den TA an und er gab mir für den nächsten Abend den letzten Termin. Am 23.01. verlies mich mein Charlie für immer. Es war schwer, aber ich weiß, es war richtig.

Ich drück dich, ich weiß genau wie schwer es einem fällt und deshalb wünsche ich dir viel Kraft für die nächste Zeit!
__________________
Liebe Grüße von BostonAbby
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  #3 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 13:18
Benutzerbild von kepri
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Diese Entscheidung kann dir leider niemand abnehmen, unsere Hunde zeigten uns immer deutlich, wann sie gehen wollten, egal wie schwer uns dieser Schritt fiel, wir liessen sie dann auch gehen, in unserem Haus.

Ich fühle mit dir
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  #4 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 13:45
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Wenn Du magst melde Dich 0176/ 49 04 7967
Biene + Ella
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  #5 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 15:25
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Das ist immer eine schwere Entscheidung. Ich habe das erlebt als mein großer Mixrüde Oskar mit 10 Jahren Knochenkrebs bekam. Ich hatte nach der Diagnose noch 4 Wochen um von ihm Abschied zu nehmen. Es war so schwer einzuschätzen, ob er Schmerzen hat, ob die Medis noch ausreichend wirken und so. Ich fühle mich nachträglich auch nicht ausreichend beraten damals vom TA. Übrigens wurde die Diagnose durch eine TÄ verzögert, die erstmal etwas ganz anderes vermutete.
Ich wünsche dir viel Kraft und den Mut, mit deinem Hund den letzten Weg zu gehen. Wenn er seine Geschäfte nur noch im Haus verrichten kann - und das für ihn momentan in Ordnung ist, gut. Wenn er dir zeigt, dass er der Sache müde ist und nicht mehr mag, bestell dir den TA ins Haus und bitte auch einen lieben Menschen dazu, falls du allein wohnst! Die Hand meines erwachsenen Sohnes auf meiner Schulter war eine große Unterstützung, als Oskar in meinen Armen einschlief. Und lass die Tränen laufen, das tut gut!
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  #6 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 18:28
Benutzerbild von Antonius
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Hallo zusammen
Vor Jahren schon hatte ich meinem Goldi Moritz in die Pfote hinein versprochen, dass ich ihn gehen lasse werde, wenn er nicht mehr das Leben leben kann welches für ihn lebenswert ist.
Im Feb. diesen Jahres starb mein Mann an Lungenkrebs. Ich wußte also was es heisst keine Luft zu bekommen. Er hat gelitten bis zum letzten Atemzug. Das wollte und konnte ich meinem MO ersparen.
Am Freitagfrüh gab ich ihm in seinem heißgeliebten Dosenfutter, seine, bereits seit einem Jahr im Schrank aufbewahrten, Schlaftabletten.
Anschliessend fuhren wir zum TA. Nachdem er tief eingeschlafen war bekam er seine Spritze.
Fast 13 Jahre waren wir ein Team.
Der einzige Trost den ich im Moment habe ist der, dass ich entscheiden durfte ihn zu erlösen.

Grüßle
Antonius
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  #7 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 18:41
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Beiträge: 684
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Zitat:
Zitat von Antonius Beitrag anzeigen
Im Feb. diesen Jahres starb mein Mann an Lungenkrebs. Ich wußte also was es heisst keine Luft zu bekommen. Er hat gelitten bis zum letzten Atemzug.
Oh je.... Das muss eine harte Zeit für Dich gewesen sein...

Zitat:
Zitat von Antonius Beitrag anzeigen
Am Freitagfrüh gab ich ihm in seinem heißgeliebten Dosenfutter, seine, bereits seit einem Jahr im Schrank aufbewahrten, Schlaftabletten. Anschliessend fuhren wir zum TA. Nachdem er tief eingeschlafen war bekam er seine Spritze.
Bei dem ganzen Elend: aber das mit den Schlaftabletten muss ich mir merken! Ich könnt' mir grad in den Ar*** beißen, dass ich selbst noch nicht drauf gekommen war! Schlimm genug, dass man eine Entscheidung treffen muss, die man nicht treffen will. Aber wenigstens bekommt der Hund dann nichts mehr mit!
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  #8 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 19:18
Benutzerbild von pinschermama
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Beiträge: 191
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Liebe nessie

Das ist eine schwere Entscheidung zumal dein Hund schon älter ist.
Mein Hund (4,5) hatte vor 4 Wochen zwei Bandscheibenvorfälle. Er war vom Nabelabwärts total gelähmt.
Der TA bei dem ich war wollte am 3 Tag schon einschläfern.
Dein TA sagt sie hat noch eine Chance.

Er kommt auf deinen Hund an , wenn er noch nicht aufgibt.
Dann gib im die Chance.
Mein Hund hatte auch von den Medikamenten schlimme Durchfälle.
Nach dem ich alle Beipackzettel genauestens unter die Lupe genommen habe,
dachte ich mir es kann eigentlich nur an den Kapseln liegen die den Magen- Darm schonen sollten.
Diese habe ich mit einem Löffel Heilerde ersetzt die bindet ebenfalls die Säure des Magens , das war von Erfolg gekrönt . Von jetzt auf gleich hörten die Durchfälle auf.

Ich habe mich dann dazu entschlossen meinen Hund nur noch Homöopathisch und mit Physio zu unterstützen.
In der Physio wurden Nadel und Laserakupunktur und Blutegel gesetzt.
Besonders die haben einen enormen Fortschritt beim Hund gebracht.
Jetzt nach 4 Wochen kann er auf drei Beinen laufen kommt in der Wohnung überall hin wohin er will.
Draußen geht er am Hüftgurt.
Die Kontrolle über die Blase wird auch immer besser.

Schau Dir deinen Hund an.
Er wird Dir zeigen was er will.
Wenn er will, dann gib ihm die Chance dazu.
Gibt er sich auf, dann lass ihn zuhause einschlafen.
Ich wünsch Euch beiden Viel Glück den richtigen Weg zu gehen.
Denn letzt endlich kann Dir keiner diese Entscheidung abnehmen.
__________________
LG
Monika mit Malou
und Eyck im Herzen
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  #9 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 19:24
Moderator
 
Registriert seit: 06.12.2008
Beiträge: 5.141
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Hallo Nessie,
Du kannst glauben, ich fühle mit Dir.
Man steht der Situation so hilflos gegenüber.
Dies habe ich leider schon sehr oft erlebt, man gewöhnt sich nie daran.
Mein einziger "Rat": Verwöhne Deinen Schatz und beobachte, was er will.

Und, so traurig wie es ist, für ihn bedeutet der Tod Erlösung von Schmerzen und einen ruhigen Schlaf. Die von ihm Verlassenen leiden.

Metaxa
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  #10 (permalink)  
Alt 16.11.2009, 19:26
Benutzerbild von soley
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Beiträge: 1.711
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Zitat:
Zitat von Antonius Beitrag anzeigen
Hallo zusammen
Vor Jahren schon hatte ich meinem Goldi Moritz in die Pfote hinein versprochen, dass ich ihn gehen lasse werde, wenn er nicht mehr das Leben leben kann welches für ihn lebenswert ist.
Im Feb. diesen Jahres starb mein Mann an Lungenkrebs. Ich wußte also was es heisst keine Luft zu bekommen. Er hat gelitten bis zum letzten Atemzug. Das wollte und konnte ich meinem MO ersparen.
Am Freitagfrüh gab ich ihm in seinem heißgeliebten Dosenfutter, seine, bereits seit einem Jahr im Schrank aufbewahrten, Schlaftabletten.
Anschliessend fuhren wir zum TA. Nachdem er tief eingeschlafen war bekam er seine Spritze.
Fast 13 Jahre waren wir ein Team.
Der einzige Trost den ich im Moment habe ist der, dass ich entscheiden durfte ihn zu erlösen.

Grüßle
Antonius

Ich bin grad ganz sprachlos. Was für eine furchtbare Zeit für Dich. Es tut mir sehr Leid.

Umso großartiger, dass Du uns immer wieder mit Deinen fundierten Beiträgen hier weitergeholfen hast.

Wenn Worte irgendwie helfen könnten - ich würde ganz bestimmt versuchen, die richtigen zu finden.

Sei still gegrüßt, bewundert und Dir von ganzem Herzen die Kraft gewünscht, einen neuen, guten und mehrpfotigen Weg für Dein Leben zu finden.

LG
Soley
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