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  #1 (permalink)  
Alt 01.10.2008, 09:55
Benutzerbild von malik
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Frage Nächtliche Unruhe

Hallo Forumleser,
unser Benny ist jetzt mittlerweile 15 Jahre und ich mache mir große Sorgen um ihn. Seid ein paar Tagen wacht er Nachts auf, er schläft bei uns im Bett, hechelt schwer und ist dann unruhig, er läuft dann im Schlafzimmer hin und her. Ich stehe dann auf um ihn wieder aufs Bett zu heben, dann liegt er eine Weile und dann ist er wieder unruhig. Dann steht er in irgendeiner Ecke und weiß nicht weiter.Ich wollte ihn auch raus lassen zum pullern, aber das wollte er nicht. Sonst geht er so gegen 19.30 Uhr ins Bett, aber die letzten 3 Tage ist er im Wohnzimmer unruhig auf und ab gegangen, mindestens eine Stunde lang.Ich habe dann versucht ihn mit Tellington Touch zu beruhigen, aber das mochte er nicht. Er frißt noch gut, wir gehen regelmäßig raus. Er ist aber faßt blind, so gut wie taub und die Herzklappen schließen nicht mehr, dagegen bekommt er Medikamente. Morgens schläft er meistens bis 10.Uhr, dann geht es erstmal raus.
Ich weiß ja das er alt ist, aber diese Unruhe kann doch nicht normal sein, oder? Meine anderen Hunde sind leider nicht so alt geworden und so weiß ich mir da keinen Rat. Gibt es pflanzliche Tropfen dagegen oder sollte man da wegen dem Herz vorsichtig sein? Sind ältere Hunde öfters ruhelos? Hat jemand Erfahrung auf diesem Gebiet?
Es grüßt Steffi
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  #2 (permalink)  
Alt 01.10.2008, 10:24
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Beiträge: 684
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Hallo Steffi,

ich kann mich gut in Dich hineinversetzen! Mit meiner letzten Hündin lief das genauso, als sie alt wurde. Diese Unruhe hatte mehrere Ursachen: das Herz hat nicht mehr so mitgemacht, ihr war es im Bett zu warm und sie war übergewichtig. Eigentlich hatte sie überall ein anderes Zipperlein. Darüber hinaus war sie so was wie demenzkrank. Ich weiss nicht, ob es den Begriff bei Hunden gibt. Sie hat sich hochgerappelt und hat angefangen irgendwo hinzugehen. Aber auf dem Weg dorthin, hat sie vergessen, wo sie eigentlich hinwollte und vorallem, was sie dort wollte. Hat dazu geführt, dass sie total planlos im Kreis lief und absolut ratlos war. Ich musste sie des öfteren daran erinnern, dass sie auf dem Weg zum Pipi machen war

Leider habe ich keinen konkreten Ratschlag für Dich. Aber manchmal tut es gut zu hören, dass es anderen genauso geht. Ich wünsche euch viel Glück!

Gruß
Elke und Ole
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  #3 (permalink)  
Alt 01.10.2008, 13:32
Benutzerbild von malik
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Registriert seit: 23.09.2008
Beiträge: 102
Standard Nächtliche Unruhe

Hallo Elke und Ole,
danke für Deine Antwort. Hach es macht mich sehr traurig, das ich das Altern nicht aufhalten kann. Es ist etwas tröstend zu wissen, das es anderen auch so geht. Danke.

Liebe Grüße
Steffi
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  #4 (permalink)  
Alt 01.10.2008, 18:13
Benutzerbild von Nelly1985
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Hallo Steffi

Dein Hund ist also gut auf die Medikamente eingestellt, ok?! Was wurde am Herzen untersucht? Sind Röntgenaufnahmen gemacht worden, EKG, Blut getestet?

Muss Benny ab und zu husten, wenn er sich aufregt oder lange liegt und dann aufsteht?

Ist er ansprechbar, wenn er umherläuft, hört er wenn du ihn rufst? Hat er evtl. eine kleine Kopfschiefhaltung?

Ich weiß ja nicht, wie lange er die Herzerkrankung hat, und welche Medikamente er bekommt, vielleicht muß er neu eingestellt werden oder nochmal kurz abgehört werden.

Solange er gerne frisst und Gassi geht ist es okay, wenn Hunde Schmerzen haben, zeigen sie es oft nicht, man merkt es daran, dass sie nicht mehr fressen wollen.

Und wenn meine Hunde mal nichts fressen, dann haben sie wirklich was

Alles Gute an deinen Benny und gute Besserung
__________________
Solange Menschen denken,
dass Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen,
dass Menschen nicht denken!

Viele Grüße
Nelly
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  #5 (permalink)  
Alt 02.10.2008, 11:05
Benutzerbild von Borderfanatic
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Zitat:
Zitat von Nelly1985 Beitrag anzeigen
Ich weiß ja nicht, wie lange er die Herzerkrankung hat, und welche Medikamente er bekommt, vielleicht muß er neu eingestellt werden
Das ist auch mein Gedanke...

Das sind eigentlich so typische Anzeichen für ein Herzproblem. Auch ich denke, dass die Dosierung nochmal überprüft werden müsste. Alte Hunde bekommen diese Unruhe gerne mal im Alter. Der Puls ist dann recht hoch und sie wissen nicht, wohin mit sich. Lass ihn stehen, wenn ihm das hilft, möglicherweise hat er Flüssigkeiten in der Lunge und kann so besser Luft bekommen, als wenn Du ihn in's Bett zurücksteckst.

Orientierungslosigkeit zwischendurch ist nicht ungewöhnlich in dem Alter. Du kannst versuchen, Deinen Spatz mit Karsivan zu unterstützen, das ist durchblutungsfördernd und hilft so u.A. auch der "Hirnaktivität".

Schau mal, hier ist ein Link dazu: http://www.karsivan.de/


Viele Grüsse und berichte doch mal!


Gesa & die Bs & Ds
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COUNTRYDOG Border Collie Rescue International
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"Irgendwo wird es immer einen kleinen, verlorenen Hund geben. Und der wird mich davon abhalten, glücklich zu sein."

(Jean Anoilh)
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Alt 02.10.2008, 13:30
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Hallo,
ich kann dir leider keinen Rat geben, sondern nur gute Gedanken an euch senden und gute Besserung wünschen.
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Alt 02.10.2008, 22:42
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Lass bitte einen Herzcheck machen!!
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  #8 (permalink)  
Alt 03.10.2008, 08:47
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Standard Nächtliche Unruhe

Hallo,
Danke für Eure Tipps! Ich war gestern beim TA und sie meinte, dass, das Herz ja nicht besser wird und Benny daher nicht zur Ruhe kommt. Sie hat mir jetzt noch andere Tabletten gegeben, die schnell wirken, zur Unterstützung des Herzens, die letzte Nacht war es nicht mehr ganz so schlimm.Jedenfalls ist er nicht unruhig auf und ab gegangen, er ist im Bett geblieben und hat aber mehr gehechelt. Mir ist aufgefallen, wenn ich ihn hoch hebe, dann hustet er kurz und macht Würgegeräusche danach, ich denke, das ist dann Wasser in der Lunge oder? Bennys Herzklappen schließen seid dem 11 Lebensjahr nicht mehr richtig und er bekommt Lanitop und Enalatab.Das Blutbild war soweit i.o. was die Tierärztin und mich gewundert hat. Ich habe die Tierärztin auch gefragt,ab wann es denn Tierquälerei ist. Ich will nicht das er sich quält und keinen Spaß mehr am Leben hat. Sie meinte, wenn er dann fasst gar nicht mehr schläft, dann ist es nicht mehr vertretbar...Er schläft aber noch sehr viel.Sie hat auch gesagt, das es Alzheimer bei Hunden gibt und das er das auch haben könnte. Wißt Ihr etwas darüber?
Liebe Grüße
Steffi

Geändert von malik (03.10.2008 um 08:51 Uhr).
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  #9 (permalink)  
Alt 03.10.2008, 10:52
Benutzerbild von Borderfanatic
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Hallo Steffi,

bitte lass das unbedingt von einem Fachtierarzt untersuchen, wenigstens aber von jemandem, der ein gutes Herzultraschall machen kann (das kann leider nicht jeder und nicht jeder hat das Gerät dazu).

Folgendes Beispiel...

Im Februar adoptierte ich zwei ältere Zwergdackelchen aus einem Tierheim. Sie waren dort beide wohl schlecht vermittelbar, saßen schon über ein Jahr und ich denke, es hing damit zusammen, dass sie recht hochdosierte Herzmedikamente (+ Entwässerndes) bekamen. Zusätzlich sollte der eine noch einen Blasentumor haben...

Na wie dem auch sei. Als sie hier waren, hatte ich den Eindruck, dass sie nicht gut eingestellt waren. Wenn sie auf unserer Wiese laufen durften, jappsten sie nach 10 Minuten wie zwei Asthmatiker kurz vor dem Zusammenbruch und sie waren auch recht unruhig nachts und legten sich ebenfalls oft um.

Ich fuhr nach Hannover, bzw Hemmingen, weil dort ein super Tierarzt ist erstens für bildgebende Diagnostik und zweitens hat er selbst Dackel und kennt sich gut mit den Besonderheiten aus (ich fahre inzwischen nur noch zu Fachtierärzten, das spart Zeit, Geld & Nerven!). Er schallte beiden Dackeln das Herz + Organe. Die Diagnose: beide Dackel gesund, die Herzmedikamente waren völlig überflüssig und trieben unnötig den Puls in die Höhe - deshalb auch die nächtliche Unruhe! Was für eine Quälerei . Vermutlich wurden sie zuvor von einem TA ebenfalls nur abgehört und bekamen daraufhin die Medikamente verordnet (die sie wohl schon sehr lange nahmen, sie kamen damit bereits ins Tierheim).

Heute sind sie zwei muntere, aufgeweckte, kleine Grauschnauzen, die den ganzen Tag über die Wiese toben, Mäuschen suchen, mit den Border Collies mitflitzen, spielen und Spaß haben


Ich will Dir mit meiner Geschichte sagen - verlass Dich nicht auf solch eine oberflächliche Diagnose! Geh zu jemandem, der sich auskennt...!


Viele Grüsse

Gesa & die Bs & Ds
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(Jean Anoilh)
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  #10 (permalink)  
Alt 03.10.2008, 11:19
Benutzerbild von suedy
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...obwohl man sich bei einem Hund von 15 Jahren ja doch schon mal Gedanken machen muss, die in eine völlig andere Richtung gehen....die des langsamen Abschiednehmens!! Irgendwann ist es nun mal soweit!
Weiterhin aber alles Gute-Marina
__________________
http://fotos.web.de/merciee/Tonnenhundschicksale_Kreta
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