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  #21 (permalink)  
Alt 03.01.2011, 19:57
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Zitat:
Warum bezieht sich die Qual eigentlich hauptsächlich auf physische Beschwerden?
Was ist mit der sensiblen Hundeseele? Ist es nicht auch eine Art "Qualzucht", wenn ich lebhafte Jagdhunde am Stadtrand züchte, um sie dann an gestresste Familien in engen Cityappartements zu verkaufen und alle Beteiligten ziemlich unglücklich zu machen?
Da hast du schon Recht, aber Grundvoraussetzung für ein schönes Hundeleben ist nun mal Gesundheit!
Es nutzt dem Jagdhund nix, wenn er auf dem Land lebt und jagen darf, aber leider schwere HD hat und sich nicht bewegen kann!
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  #22 (permalink)  
Alt 03.01.2011, 20:02
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Bisher habe ich die Diskussion ein wenig verfolgt....
Eine Sache möchze ich aber mal ganz groß in Frage stellen:


...Nackthunde beissen nicht!...
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Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #23 (permalink)  
Alt 03.01.2011, 20:07
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Ja, weil sie keine Zähne haben!

Zitat:
Auch fehlende Zähne scheinen keine große Beeinträchtigung für sie darzustellen.
Zitat:
Klar ist die Zahnanomalie stark verbunden mit dem Nacktgen ,aber es gibt noch andere Hunderassen denen unterumständen einige Zähne fehlen .

Und wie gesagt ,diese Hunde können bis auf sehr harte Knochen alles fressen .Und gibt man ihnen Dosenfutter ,so brauchen sie wie andere Rassen auch garnicht mehr kauen .
*ironiemodusoff*
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  #24 (permalink)  
Alt 03.01.2011, 20:17
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Na tendenziell gibt es Untersuchungen, dass es bei einigen anderen Hunderassen auch dazu geht einen der hinteren Zähne genetisch zu verlieren, da es einfach nicht mehr nötig erscheint.
Auch bei Gebrauchshunderassen.

Aber hier war doch das negative Beissen als Verhaltensdefizit gemeint, oder?

Ansonsten Chappi uff und jut ist.
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Nina Miodragovic
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  #25 (permalink)  
Alt 03.01.2011, 20:29
Benutzerbild von Blueheeler06
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Zu Thema Qual Zucht (und dem Dortmunder Apell-oderso-)

Vor ca. 1 Jahr hat in Dortmund (galube ich) ein Goldi (ein Weißer) seiner Besitzerin, die arme zerfetzt. Der Hund wurde ein tag später Eingeschläfert, die TÄ behauptete das die extreme Aggression, auf die "Fehlfarbe" des Hundes zurück zuführen sei.
In Foren wurde, von Nachbarn Berichtet, das der Hund Stunden lang (als Er erst 3Monate alt war) in der Garage festgebunden war, um das bleib zulernen, die ganze "Erziehung" lief sehr Gewaltsam ab.
Nun ist doch dann eher die Frage, hat sich der 1Jährig Goldi, nur Verteidigt (oder sein Spielzeug) oder sind Weiße Goldis Aggressiver als die Goldenen?

Wenn man den ganzen Leuten, die Ihre Beobachtungen geschildert haben, glauben kann, war es eine "Normale" Reaktion von dem Hund, und nicht weil Er weiß war.

Ihr werdet Schmunzeln, die Wissenschaftler wissen es nicht.
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Schreibfehler sind lediglich Specialeffects meiner Tastatur.

Ein linker Hund, hat meist kein Fell.
Liebe grüße Cori&Bouni

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  #26 (permalink)  
Alt 03.01.2011, 20:33
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Puuuuf, schwieriges Thema, denn die Grenze, ab wann etwas Qual ist, ist ja nicht so ganz klar umrissen! Was für den einen lediglich ein paar fehlende Zähne, die ja auch bei anderen Hunden mal entstehen, ist für den anderen eben schon Qualzucht, da die Zahnlosigkeit durch ein bestimmtes Gen häufiger als normal vorkommt. Oder es ist Taubheit wegen der schönen Flecken oder sonstiges. Da gibt es unheimlich viele Rassen, bei denen im Verlauf der Jahre irgendein Aussehen, irgendeine Farbvariante o.ä. weiter hervorgekitzelt wurde, nur weil es uns so gut gefällt - Krankheiten, die daraus resultieren, werden dann billigend in den Kauf genommen oder aber durchaus auch verharmlost...kommt ja auch bei anderen Hunden vor - sonst sind sie aber gesund und fit...
Ohne nun eine bestimmte Rasse im Auge zu haben, finde ich es bei näherer Betrachtung schon abartig, wie wir eine bestimmte Art nach unserem Gefallen "formen" und verändern - und das eben nicht immer zum Vorteil (z.b. im Sinne der Gesundheit) der Rasse.
Ob nun Nackthunde allgemein fit und gesund sindoder die Sterblichkeitsrate bei Nackt/Nackt-Verpaarungen besonders hoch sind, kann ich überhaupt nicht sagen, denn ich habe davon überhaupt keine Ahnung und kenne auch keinen Nackthund. Ich bezweifle nicht, dass die hier Schreibenden trotz ihrer Zahnlosigkeit gesunde und fitte Nackedeis haben. Dennoch frage ich mich, ob nun eine Zucht mit zahnlosen Hunden das ist, was unbedingt gemacht werden sollte. Ebenso frage ich mich allerdings nach dem Sinn, mit bekanntermaßen vorhandener leichter HD zu züchten (wie es z.B. bei den Labbis z.T. gemacht werden darf)...
__________________
LG Steffi und Henry
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Alt 03.01.2011, 22:22
Benutzerbild von PaulaPalermo
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@ Blueheeler:
Ja, krank, aber ich finde Hunde, die nicht stinken und nicht haaren tatsächlich irgendwie attraktiv. Andere auch, aber nicht immer auf dem Sofa oder im Bett.

Als ich mir vor 2 Jahren wieder einen kleinen Kurzhaarhund anschaffen wollte, sollte es eigentlich ein Chihuahua sein, mein Partner fand einen Zwergpinscher schön, unser Sohn plädierte für einen Mops, ein Internettest empfahl uns den kitschigen Schopfhund. Ich habe alle vier Rassen genau verglichen. Am gesündesten ist wohl der Zwergpinscher, aber er ist ein scharfer kleiner Wachhund, der gar keine Aufgabe bei uns gehabt hätte, im Gegenteil. Chihuahua, Mops und Nackthund können eher gesundheitliche Einschränkungen aufweisen. Der Nackthund kam beim Gesundheitsvergleich aber nicht schlechter weg als die beiden anderen Rassen. Vom Chihuahua hörte ich, dass er gerne kläfft und sich in 50% der Fälle mit der Hauskatze anlegt. Der Mops soll oft schnarchen, haaren und schon im mittleren Alter faul werden. Der Nackthund machte das Rennen.
Warum wir uns überhaupt Tiere halten oder welche züchten müssen, ist natürlich die Frage. Es hat sicher mit Machtausübung zu tun. Ich bin mit Tieren aufgewachsen und lebe einfach gern mit ihnen.
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  #28 (permalink)  
Alt 03.01.2011, 22:30
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Es tut mir leid das ich es Krank genannt habe, ich finde es halt nicht Normal.
Wenn ich mir vorstelle das mein Hund ein Mantel braucht wenns Kalt ist Ok das geht ja noch, aber einen Hund mit sonnen Creme ein reiben weil Er keinerlei Schutz vor der Sonne hat, ein Regenmantel weil Er keinen Schutz vor nässe hat usw.
Das ist schon etwas anderes, oder nicht?

Dazu kommt das ich es liebe mich in das Fell von meinem Hund zugraben, und seinen Geruch ein zuatmen, ich finde dieser Geruch gehört zu dem Hund.
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Liebe grüße Cori&Bouni

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Geändert von Blueheeler06 (03.01.2011 um 22:35 Uhr).
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  #29 (permalink)  
Alt 03.01.2011, 22:39
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Musst Dich nicht entschuldigen, ich steh dazu.

Unser Leben ist doch nicht mehr sehr natürlich und das unserer Haustiere auch nicht. Vor zwei Monaten war ich in Tokyo und dort trugen ca. 80% der Hunde Kleidung, obwohl es keine Nackthunde waren und es nicht kalt war, 15°C oder mehr. Waren diese Hunde unglücklich? Ist bei asiatischen Hunden schwer zu sagen, die lächeln ja immer , aber ich glaube es nicht.
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  #30 (permalink)  
Alt 04.01.2011, 01:20
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Als Halter von Chinese Crested Dogs macht es mich stets nachdenklich, dass diese Rasse immer noch als Qualzucht bezeichnet wird.

Ich kann nur für diese Rasse sprechen, aber diese ist weit entfernt von Qualzucht. Denn was die Vitalität der Rasse anbetrifft, so habe ich selten etwas Zäheres und Vitaleres erlebt.

Die wenigsten wissen leider, dass es Nackthunde schon seit tausenden von Jahren gibt, sie wurden also nicht extra als Modehund so gezüchtet, sondern sind in der Natur entstanden - und zwar nicht durch einen Gendefekt sondern durch eine Mutation.

Das Gen für Haarlosigkeit ist dominant (H), das für behaart rezessiv (h).
H ist bei Homozygotie (HH) letal, dh., die HH-befruchteten Eizellen werden nicht ausgetragen.

Hh ist voll lebenstüchtig, hh auch. Was eliminiert wird, ist das nicht Lebensfähige. Dies geht auch keinesfalls auf Kosten der Anzahl der überlebend ausgetragenen Nachkommen, denn es werden bei jeder Befruchtung immer mehr Eizellen befruchtet wie nachher real ausgetragen und geboren. Dass die Letalfaktorenauslese keine Auswirkung auf die Vermehrungsrate hat belegen die Wurfstärken der Nackten.

Bei den Chinese Crested gibt es auch nicht nur haarlos (true hairless) und behaart (powder puff), sondern auch eine Zwischenform, die sogenannten Semi-coateds, welche ein vollständiges Gebiss bis ins hohe Alter haben. Die Zwischenform "Semi" ist ebenfalls durch eine kleine Mutation in der Genwirkung des betreffenden Gens H entstanden (unvollständige Dominanz), daher auch die bessere Zahnausbildung praktisch proportional zur zunehmenden Haarausbildung.
__________________
Gruss aus dem (meist) sonnigen Südfrankreich
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