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  #1 (permalink)  
Alt 21.06.2007, 13:25
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Registriert seit: 21.06.2007
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Unglücklich Hund steigert sich in den Sport mit bellen

Hallo Leute

ich hoffe unter euch ist jemand der mir einen Tipp oder Ratschlag geben kann.

Ich bin Trainerin für THS bei uns im Verein und ich habe da einen Spezialfall.

Der Hund ist ein Border-Collie, jetzt etwa 4 oder 5 jahre alt (weiß nicht so genau), der Hund hört auf wort. Unterordnung perfekt aber sobald THS angesagt ist und er die Geräte auch nur ansatzweise sieht fängt er an zu bellen. Er fängt an sich richtig da hinein zu steigern. Es ist ja schön das er will aber er tut das ununterbrochen. Nichts hilft. kein aus, kein nein, kein pfui, kein bestrafen,.... Es ist mitlerweile so weit er damit undere Hunde auf dem Platz rebellig macht, die dan mit bellen und er dann agressiv gegenüber den anderen Hunden wird.

Hoffe jemand hat einen Tipp oder Ratschlag.

Danke schonmal im Vorraus
Stephie
http://www.hsvbaumholder.de
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  #2 (permalink)  
Alt 21.06.2007, 13:55
Benutzerbild von kepri
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Beiträge: 7.021
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Hay Tigermoon,
wie verhält sich der Hund außerhalb des Platzes? Wieoft wird trainiert? Was wird sonst mit dem Hund unternommen?
LG Kepri
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  #3 (permalink)  
Alt 21.06.2007, 17:15
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Zitat:
Zitat von kepri Beitrag anzeigen
Hay Tigermoon,
wie verhält sich der Hund außerhalb des Platzes? Wieoft wird trainiert? Was wird sonst mit dem Hund unternommen?
LG Kepri
Außerhalb des Platzes ist er ein sehr ruhger Hund. Zuhause werden ihm sehr viele Kunststücke beigebracht auch welche die ein Hunde nie brauchen wird. Der Hund wird etwa 3 Stunden am Tag gassi geführt, glaube ich. Der Hund ist sehr viel unterwegs.....

Kann das ein Grund sein?

Wie haben zwei mal die Woche training.
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  #4 (permalink)  
Alt 21.06.2007, 17:16
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Beiträge: 3
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Zitat:
Zitat von Windhundliebe Beitrag anzeigen
Hallo Stephie,
ich bin kein Borderexperte aber mir ist bekannt daß es Workoholics sind.
Hoffe diese Rubrik wird von Borderfanatic ( Forumsmitglied ) und Mueckony gelesen ,damit sie Dir einen guten Rat geben können.
Borderfanatic hat auch eine HP.
www.countrydog.de
werde mir die HP gleich mal ansehen ob mir da etwas weiterhilft
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  #5 (permalink)  
Alt 22.06.2007, 09:17
Benutzerbild von amelie
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Hallo stephie,

mit Hütehunde an sich kenne ich mich nicht aus.
Bei unserer ersten Dackelhündin war es immer so, wenn sie merkte, dass es für sie auf die Jagd ging. Fing an mit Quietschen und steigerte sich zu Bellen. Gut- bellen war dann ja auch ihr Job anschließend bei der Jagd. Aber vorher furchtbar nervend.

Etwas geholfen hat da, dass wir ihr beigebracht hatten auf Befehl zu bellen und dann auf Kommando wieder damit aufzuhören. War aber sehr mühsam. Damit konnten wir sie dann immer wieder etwas runterholen – klappte aber nicht immer. Und wenn der Border Collie eh so gelehrig ist, könnte man ihm das vielleicht auch beibringen.

Was anderes wäre evtl. mit ihm auf den Platz gehen und sobald er mit seinem Bellen beginnt, sofort umdrehen und den Platz verlassen. Sobald er aufhört, wieder auf den Platz und so weiter.

Kann natürlich sein, dass er dadurch noch "verrückter" wird, aber wenn er ansonsten so toll hört und sich "unterordnet", könnte ich mir schon vorstellen, dass er ziemlich schnell kapiert, dass er nur mit Ruhe zu seiner heißgeliebten Beschäftigung darf.

Viele Grüße Amelie

Geändert von amelie (22.06.2007 um 09:20 Uhr).
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  #6 (permalink)  
Alt 22.06.2007, 14:01
Benutzerbild von Mueckony
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Ort: Leipzig
Beiträge: 397
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Hallo Stephie,

auch ein Hochleistungssportler braucht Zeit um sich zu regenerieren und die nervliche Anspannung abzubauen (d.h. zur Ruhe zu kommen).

Zuviele Reize auf einmal - jede Woche ein neues Kunststück, viel unterwegs (was wird ihm dabei noch abverlangt?), zweimal Training dann in der Woche - auch dieser Hund hat nur ein Nervenkostüm und kann überfordert sein, so dass es dann situationsbeding zu Übersprungshandlungen (hier Bellen bei noch gesteigerter Aufregung und Freude auf dem Platz - dann die Aggressivität gegen die anderen Hunde, daheim ruhig und dennoch unter Spannung) kommen kann.

So würde auch unsere Hündin bis zur Erschöpfung arbeiten, wenn wir nicht konsequent für die erforderliche Ruhe sorgen würden und den Hund auch Hund sein lassen. Ich denke hierbei auch an kleine Kinder, welche ihren Mittagsschlaf nicht bekommen und dann komplett überdreht sind.

Dieser Hund arbeitet zu Hause, unterwegs und noch auf dem Platz, sicher macht es ihm Spaß - aber tut es ihm auch gut? In der momentanen Situation ist weniger bestimmt mehr. Einfach mal kein zusätzliches Training, weniger Kunststücke und einfach entspanntes Gassigehen, gezielte kleine, kurze Übungen, damit sich die Nerven beruhigen.

Momentan ist es schön warm, warum nicht einfach auch mal mit dem Hund baden gehen und ihn schwimmen lassen zusammen mit Herrchen/Frauchen?

Vielleicht weiß Gesa hier noch besser Rat?
__________________
Liebe Grüße
Conny

"Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
(Louis Sabin)

Geändert von Mueckony (22.06.2007 um 14:06 Uhr).
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  #7 (permalink)  
Alt 22.06.2007, 19:05
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Beiträge: 41
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Hallo Stephie,

ich kenne das Problem der z. Teil völlig überdrehten Hunde beim THS, ich bin selbst ÜL im Verein. Das Problem gibt's nicht nur bei Hütehunden, sondern man sieht es wie du vermutlich auch, bei fast jedem Turnier. Fatal für alle anderen Hunde, die dadurch noch nervöser werden. Übrigens einer der Gründe, warum ich mich beim HL und 3-Sprung nicht mehr direkt in die Reihe, sondern abseits stelle und permanent Kontakt zu meinem Hund halte, um ihm Sicherheit zu vermitteln aber auch um ihm deutlich zu machen, dass wir ausschließlich im Team arbeiten und ich Richtung und Tempo bestimme!

Zur Problembehebung ähnlicher Fälle haben wir gute Erfahrungen damit gemacht, Hunde, die zum Überdrehen neigen, nicht mehr am nomalen Training teilnehmen zu lassen. Sofern ihr die Möglichkeit habt, (extra Platz oder andere übungszeiten) baue nur wenige (3) Hindernisse auf und übe in Varianten. Keinen komletten Durchgang, keinesfalls mehrere Hindernisse nacheinander, nicht nur Hindernisse, Kombination Slalomstangen u. Hindernisse. Nach / vor jedem Hindernis eine Übung aus dem Unterordnungsbereich (sitz, Rechts-/Linkswende, unmittelbar vor dem Hindernis ausscheren oder eine Platzübung, permanenter Kontakt zwischen HF und H und wichtig: Sofortiges (1 Sek!) Lob, sobald der Hund nicht bellt. Sowie er anfängt zu bellen - Abbruch. Du solltest unbedingt dafür Sorge tragen, dass er sich nicht mehr "hochschaukelt", Adrenalin baut sich beim Hund wesentlich langsamer ab, als beim Menschen!
Im empfehle keine lauten Korrekturen oder Hörzeichen, sofern der Hund "aufdreht". Versucht es mal mit leiser Stimme oder Körpersprache /-einsatz oder aber Abbruch der Übung und Neuaufbau. Da der Hund ja wohl schon einige Jahre THS macht, wird sich dieses Verhalten vermutlich bereits verfestigt haben und es dauert mit Sicherheit einige Zeit, bis ihr eine Verhaltensänderung herbei geführt habt.

Ich wünsche dir dafür viel Glück, starke Nervern und ordentliches Durchhaltevermögen!!!

Gruß, buster
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  #8 (permalink)  
Alt 22.06.2007, 19:47
Benutzerbild von Mueckony
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Ich dachte, das Problem fängt an, noch ehe der Platz erreicht ist bzw. nur die Hindernisse in Sichtweite geraten? So dreht doch der Hund schon im Vorfeld auf und läßt Ruhe doch gar nicht erst zu, egal ob der Trainer Sicherheit vermittelt?

Vielleicht sollte man dem Hund generell erst einmal den Abbau des Adrenalines zugestehen, welches schon daheim aufgebaut wird (der Hund wird seine Tage des Trainings kennen, wie die Zeit, wenn es Futter gibt), oder?

Gerade bei den Bordern ist ein weiterpuschen (auch wenn nur minimal) nicht gerade hilfreich, dann lieber diese Art Aktivität generell sein lassen - dem Hund zuliebe. Und was spricht dagegen, nicht immer nur einen Hochleistungssport mit dem Ziel zu gewinnen zu betreiben und perfekt/fehlerfrei sein zu wollen, sondern einfach nur Spaß zu haben, auch ohne eigene/persönliche Zwänge und Ergeiz? Ich dachte immer, in erster Linie geht es um Spaß haben und seinen Hund sinnvoll zu beschäftigen und nicht um Kräftemessen (das Messen mit anderen Hunden im Wettkampf)?

Auch wir machen mit unserem Border-Mix Laien-Agility (auch im freien Gelände gibt es genügend Möglichkeiten für gefahrlose Hindernisse) auf dem Platz - aber immer nach Lust und Laune von uns und unserem Hund (ganz sporadisch). Hierbei geht es uns nicht um schneller, weiter und höher - eher um das üben von Gehorsam verbunden mit Spiel und Spaß. Und zur kompletten Entspannung unseres Hundes geht der am liebsten Schwimmen. Gerade bei einem arbeitsfreudigen Hund sollte man immer versuchen, das richtige Maß zu finden ohne den Hund permanent zu überfordern. Hunde haben mitunter nicht wenig mit Streß zu kämpfen und reagieren darauf auf ihre Art und Weise, reden können sie nicht - meine Meinung.

Unsere Hündin signalisiert Streß auch mit gesteigertem Bellen bzw. wenn sie sich anscheinend ruhig verhält signalisiert das Zittern in der Hinterhand ihre Anspannung. Vielleicht zeigt der Hund auch ohne Bellen noch andere Anzeichen für Erregung?
__________________
Liebe Grüße
Conny

"Egal wie wenig Geld und Besitz du hast, einen Hund zu haben, macht dich reich."
(Louis Sabin)

Geändert von Mueckony (23.06.2007 um 11:43 Uhr).
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  #9 (permalink)  
Alt 25.06.2007, 02:10
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Registriert seit: 25.06.2007
Beiträge: 3
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meine zwei yorkies bellen auch immer beim spielen, aber so schlimm finde ich das gar nich...
is doch ein ausdruck von gelassenheit, freude und wohlfühlen........passt schon so!!!
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  #10 (permalink)  
Alt 26.06.2007, 09:10
Benutzerbild von Honey030
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Ort: Berlin
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Hallo!

Vielleicht hilft es was, beim Bellen erstmal aus der Situation raus zu gehen und den Hund zur Ruhe kommen lassen, vielleicht ein paar kleine Übungen(Platz, Pfötchen, Bleib, Sitz...), für die der Hund gelobt wird, allerdings in einem sehr ruhigen Ton, sodass er nicht wieder euphorisch wird. Vielleicht hilft auch eine kleine Streichelmassage...

Viel Erfolg...hatsich denn schon was geändert?

Grüße,
Luisa
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