Partner im Netzwerk livingathome.de


Zurück   dogs Magazin - Forum > Erziehung & Verhalten

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1 (permalink)  
Alt 30.01.2012, 21:06
Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 51
Standard Hundetherapie und Verhaltenstraining

Hej,

ich habe ja versprochen, dass ich mal berichte, wie wir nun das Therapietrining mit unserer Malihündin gestalten, die wir aus dem Tierheim geholt haben.

Grundgerüst des Hundes bei erstem Besuch war, schwer gestresst und wahnsinnig ängstlich, durch schwere körperliche Misshandlungen vom Vorbesitzer um den Hund ganz offensichtlich zum beissen zu zwingen, die Enge und die Zwingerhaltung im Tierheim über sechs Wochen lang und Agressivität anderen Hunden gegenüber, da desozialisiert.

Erster Therapietag: Wir trafen nach vroheriger Absprache die Therapeutin an einem Samstag und sie bat uns die Hündin mit auf ihr Gelände mit anderen Hunden zu bringen. Dort wurde dann, ohne dass sie sich der Hündin näherte, ein weiterer Hund zugeholt und beide Hunde durften von der Leine und spielen miteinander, was super gut gelang.
Danach folgten dann noch weitere vier Hunde, die mit ins Spiel einbezogen wurden und so durften die Viebeiner rumtollen. In der ersten Phase waren nur Rüden mit auf dem Gelände, wegen der Verträglichkeit.

Dann wurde die Unterordnung für ca 20 Minuten geübt mit allen Hunden, was sehr gut klappte und was die Kleine perfekt machte.

Wir sind dazu auf dem angrenzenden Trainingsplatz gewesen, der durch ein Tor erreichbar ist, hier wurde auch direkte Konfrontation (Händeschütteln und kurz den Hund begrüssen geübt, was auch problemlos war) geübt. Dann wurde eine Windhündin mit auf dem Platz zum Toben rausgelassen, was auch kein Problem darstellte.

Danach wurde mit allen Menschen und Vierbeinern eine gemütliche Kaffeerunde im Vereinshaus eingeläutet, die sich wirklich problemlos dar stellte. Die Hündin schaute und liess sich von einem Mops das Gesicht abschlecken ohne Kommentar. Wir waren baff.

Der Zweite Trainingstag (auch wieder ein Samstag) wurde ebenso gestaltet, nur das dieses mal gleich eine Hündin mit auf dem Platz war und es hier fast zu einer Beisserei aufgrund Hitze unserer Hündin kam.

Ablegen udn Abrufen etc. war ebenso kein Problem, trotz ihrer Hitze.

Auch danach stellt sich die Kaffeerunde als Highlight für die Hündin heraus und die Therapeutin hatee den ersten direkten Kontakt zur Hündin, was spitze ist, denn wenn hier mal die Hecke brennt (Kranknehaus, wirklich extrem wichtige Termine wo sie absolut nicht mit kann, etc, dann darf sie dort hin).

Die Unterordnung ging einmal schief nach dem Ablegen, da sie Herrchen entdeckt hatte und auf ihn beim Abrufen zulief statt auf mich, was ich aber dann mit gezieltem Alleintraining gut in den Griff gekriegt hab. Jetzt läuft es perfekt, auch wenn er da ist.

Ich habe nachdem ich merkte, dass ich ins Hintertreffen bei ihr gelange, schlicht und einfach angefangen mit ihr allein zum Trainingsplatz zu fahren und dort mit ihr im Alleingang mal Unterordnung, mal Aportieren und mal Fährte oder über ein Gerüst gehen, zu üben.
Danach darf sie jedesmal mit einem Mastino spielen, der ein halbes Jahr alt ist. Nur ein Ball von ihr darf nicht dabei sien, dann kriegt der Kleine Brocken Ärger. Und ja, ich darf ihn ignorieren, da sie eifersüchtig ist, was nicht sooo lustig ist, aber das ist eine andere Baustelle derzeit, die kommt noch in Behandlung.

Jetzt gilt es erstmal ihre Ängste ab zu bauen und Heute ging sie das erste Mal neben mir über das hohe Gerüst (stolz bin) und hat mich Leckerlietechnisch voll ausgeraubt.

Wir arbeiten mit der leisen methode, da sie auf laute Massregelungen mit Angst und möglicherweise mit Überreaktion reagiert, was ja nach hinten los gehen kann.
Sie wird erstmal sozialisiert und mutiert so langsam zum Welpen. Heute Früh versuchte sie mit dem Duschwannenvorleger zu entwischen, als sie meinte, dass ich es nicht mit bekomme...datt Luder.

Ballspielen als Solches wird mit Abrufen, sprich Aportieren und Leckerlies verbunden, so das aus dieser Form der Unterordnung ein Spass für sie wird. Kommt sie mit dem Ball zurück, lässt ab und setzt sich um den nächsten Wurf ab zu warten, gibt es eine Belohnung und den neuen Galopp.

Auffällig finde ich die enge Verbundenheit die sie sucht. Sie will Augenkontakt, was mir erst relativ neu war und auch ein wenig unangenehm, aber nach Erklärung durch einen weiteren ehemaligen Malibesitzer, ist das bei diesen Hunde wohl gennerell üblich.
Nachdem ich diese Info bekam, hab ich ihr dann auch mehrfach ind ie Augen geschaut, was unser Zusammenleben wirklich erleichterte. Irgendwie beruhigend....

Sie merkt wenn sich der Tonfall verändert und es muss nicht mit Lautstärke gearbeitet werden. ich habe das einmal versehentlich gemacht, nachdem sie nach dem Ablegen (ichsah nicht das sie in einer Pfütze lag, Augenniederschlag) gemacht und sie robbte in meine Blickrichtung, stand aber nicht auf. Auweija, ich hm...

Im Haus wird sie nicht reglementiert, es sei denn, sie soll irgendwo mit hin oder darf etwas nicht. Hier reicht aber der normale Umgangston und ein klares und kurzes "Nein" ist ok.
Meine Latsche hat sie zwar dreimal versucht zu zocken, aber das ist ihr bisher nicht gelungen und der Ball oder der Beisstrick sind dann doch mehr willkommen.

Morgen geht es dann weiter und ich darf, da mein Mann auf Schulung ist und ich mit ihr bis Freitag allein, bei Eiseskälte und Schnee mit ihr zum Trainingsplatz fahren, um mit ihr dort zu spielen und üben. Aber es lohnt sich und sie ist hinterher immer sehr ausgeglichen und angenehm müde.

LG mali6
Mit Zitat antworten
  #2 (permalink)  
Alt 30.01.2012, 22:03
Benutzerbild von DogGirl
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: südlich von Hamburg
Beiträge: 818
Standard

Beim Lesen deiner Schilderung hab ich mich gefragt: ist das ´ne Fehlinterpretation von mir, oder bist du irgendwie „sehr weit weg“ von deiner Hündin? Es liest sich für mich teilweise sehr distanziert, wie du eure gemeinsame Arbeit beschreibst...

Und konkret:
Wenn du schreibst, dass im Haus der „normalen Umgangston“ reicht? Was ist der andere? Und wo gebrauchst du den?
Und: arbeitest du draußen mit ihr nur auf dem Hundeplatz, wenn die Trainerin dabei ist?
Was macht ihr, wenn ihr "einfach so" draußen seid?
__________________
Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
(Suzanne Clothier)
Mit Zitat antworten
  #3 (permalink)  
Alt 30.01.2012, 23:21
Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 51
Standard

Hej,

Du stelltst da sehr gute Fragen. Also zwischendurch hatten wir eine Distanz, die daraus entstand, dass mein Mann sie völlig vereinnahmte, was ja nicht so gut war und ich auch im anderen Thread bereits beschrieben hab. Und ihre erste Attacke gegen den Tierarzt, die wir aber ausreichend entkusselt haben, hat mich auch erstmal verunsichert. So musste ich sie erstmal neu lesen lernen.
Sie ist eine wunderbare Hündin mit viel Kuschelbedürfniss, was sie auch bekommt. Nur ein Beispiel: Wenn ich wie jetzt an meinem Rechner sitze und schreibe, kommt sie an und legt mir ersteinmal ihre Pfote aufs Knie, dann soll ich unbedingt mal die Brust kraueln, was sie ausgiebig genisst, um dann ganz langsam an mir herunter zu rutschen und sich auf den Rücken zu drehen, damit ich mit ihrem Bauch weiter mache. Manchmal lehnt sie sich auch an mich an so, dass ich ihren Rücken komplett kraulen und massieren kann, wobei die Nase dann genüsslich hochgeht und ihre Augen sich vor Wonne halb schliessen.
Also eine Geniesserin vor dem Herren, was ich von meiner vorherigen Hündin gar nicht kannte.
Ich bin teilweise noch vorsichtig im Umgang mit ihr, da sie sehr schreckhafte Momente hat und ich sie nicht verwirren will. Und der normale Umgangston im Haus ist eher ruhig und leise, da ich so ein recht ruhiger Mensch bin und selber Lautstärke nicht mag.
Draussen auf dem Platz ist es schonmal lauter, da ja eine Distanz beim Ball spielen entsteht und ich arbeite auch mit etwas mehr Stimme, wenn wir die Unterordnung üben, aber der Hund ist nicht taub, also reicht der konsequente Tonfall in Ruhe aus.

Wenn wir spazieren gehen so ganz normal, dann spielen wir mit Stöcken oder jetzt grad mit Schnee und entdecken zusammen Dinge die ihr erstmal Angst eingejagt haben. Im nahegelegenen Park stehen zum Beispiel lebensgrosse Betonskulpturen, die sie erst anknurrte, bis wir hin gingen und sie betatscht haben und sie sie dann beschnüffeln konnte. Heute fiel mir auf, dass sie eine Röhre, sie als Rutsche dient anknurrte, weil sich Diese sehr dunkel abhob durch den Schnee, also auch da hin und schnuppern und ich betatsche das Ding. Sowa eben.
Sie baut ihre Ängste so schneller ab und das freut uns.
Nachher ist Sofakuschelrunde, da ich unter Garantie noch einen Film in Ruhe sehen werde und mich dazu dahin kuschele. Sie kommt dann meist angerobbt, ja bei uns darf ein Hund auch auf seine Decke auf dem Sofa einen Platz haben, und will noch ne Streicheleinheit haben, die ich ihr dann herzlich gern gebe.

LG mali6
Mit Zitat antworten
  #4 (permalink)  
Alt 31.01.2012, 17:09
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2012
Beiträge: 10
Standard

Huhu,

soll das hier ein reines Trainingstagebuch werden, oder darf man hier antworten? Ich mach das jetzt einfach mal, wenns nicht erwünscht ist, gib einfach laut.

Zitat:
Grundgerüst des Hundes bei erstem Besuch war, schwer gestresst und wahnsinnig ängstlich, durch schwere körperliche Misshandlungen vom Vorbesitzer um den Hund ganz offensichtlich zum beissen zu zwingen, die Enge und die Zwingerhaltung im Tierheim über sechs Wochen lang und Agressivität anderen Hunden gegenüber, da desozialisiert.
Diese Beschreibung würde genau auf meine Hündin zutreffen. Allerdings passt die reininterpretierte Begründung nicht. Meine Hündin hab ich mit 8 Wochen vom Züchter geholt. Da ich eine Hundetagesstätte betreibe, war sie von Anfang an mit vielen anderen Hunden zusammen. Nach der zweiten Läufigkeit konnte sie nicht mehr mit Hündinnen oder Kastraten zusammen, weil sie angefangen hat, diese zu beißen. Und meine Hündin wurde nie "Mißhandelt" oder zum "Beißen gezwungen".

Das ist einfach ihr Wesen und ich denke, Du suchst zu viele Fehler beim Vorbesitzer.

Und mit der Unverträglichkeit bei anderen Hunden rate ich Dir, vorsichtig zu sein. Die meisten Malis sind unverträglich. Und leider neigen sie zum Beschädigungsbeißen.

Darf ich mal fragen, seit wann die Hündin bei Dir ist?

Vielleicht sind die Narben, die Dein Hund hat ja von Beißereien oder so.

LG Silvia
Mit Zitat antworten
  #5 (permalink)  
Alt 31.01.2012, 18:47
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.07.2009
Ort: Hamburg
Beiträge: 5.897
Standard

Leider habe ich im Moment nur wenig Zeit, daher eine kurze Frage an Silvia:
Was genau ist für dich unverträglich?
Worin siehst du begründet, dass der Belgische Schäferhund meist unverträglich ist?
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
Mit Zitat antworten
  #6 (permalink)  
Alt 31.01.2012, 19:31
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 17.01.2012
Beiträge: 10
Standard

Hallo jacqui,

wie geschrieben versteht sich meine Rakia seit der zweiten Läufigkeit nicht mehr mit Hündinnen und Kastraten.

Bei ihr ist es so, dass sie an der Leine und draußen generell andere Hunde ignoriert, sofern diese nicht zu uns kommen. Außerdem steht Rakia dann auch im Kommando.
Im Freilauf würde sie sich allerdings auf Hündinnen und Kastraten stürzen und auch zubeißen. Leider ist das schon passiert, wobei das dann in ihrem Revier war.

Und leider beschädigen meine Hunde dann auch, und zwar beide.

Und falsch: ich schreibe nicht von allen belgischen Schäferhunden! Nur von vielen Malinois. Die Tervueren und Groenendaeles sind da ganz anders.
Ich kenne auch Mali`s, die verträglich sind und in meiner HuTa mit in der Gruppe laufen können.

Aber ich wär halt bei einem Mali, den ich noch nicht so lange kenne, und der mir als unverträglich geschildert wurde, sehr vorsichtig. Denn wenn es da knallt, dann kann das für einen Mops z.B. schon richtig gefährlich sein.
Kann ja sein, dass Mali6`s Hündin anders ist, aber ich wär halt mal vorsichtig. Deshalb auch meine Frage, seit wann sie den Hund hat.

LG Silvia
Mit Zitat antworten
  #7 (permalink)  
Alt 31.01.2012, 20:54
Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 51
Standard

Hej Silvia,

wir haben die Hündin nun etwas länger als einen Monat. Was die Verträglichkeit betrifft, so ist sie sehr revierbezogen, wenn es um ihren Ball und ja, um mich geht.
In der freien Feldmark haben wir sie Heute mit einem Mastino laufen lassen, der bereits "Stehpinkelt" und sie tollte fröhlich und ausgelassen mit ihm herum, liess sich abrufen und auch ohne Probleme wieder anleinen. Sprich, sie hört und ist immer aufmerksam.
Hündinnen stellen eigentlich kein Problem dar. Sie hat auch schon mit ner Windhündein, die selbst oft als unverträglich gelten herumgetollt ohne Probleme. Da heisst es halt abwarten.
Der Mops zwischen den ganzen Hunden, die wir Samstags immer sehen, darf wirklich Alles bei ihr machen. Letzte Woche hinge er ihr vollends auf dem Rücken und wollte....laaaach, und sie hats locker genommen.
An der Leine sieht das dann anders aus. Da kann sie ungemütlich werden und lässt sich mitunter auch noch schwerer händeln. Grosse schwarze Hunde sind dann nicht so ihr Ding.
Was Du meinst kann ich nachvollziehen Silvia, da meine letze Hündin genau dasselbe gemacht hat. Nach ihrer Geschlchtsreife war sie unverträglich und hat nur ganz bestimmte Rüden an sich heran gelassen. Einen Schäferhundrüden hat sie sogar mal auf seinem eigenen Grundstück unterworfen, nachdem dieser meinen Mann "versehentlich" im Spiel angerempelt hat. Da sind meine Augen schon immer offen und ich schau genau hin.

Im Moment geht die Therapeutin auch nicht immer mit auf den Platz und liest die Hündin von weitem. Wir arbeiten dann ein wenig im spielerischen Sinne und es geht gut voran mit dem totalen Vertrauensaufbau, was ich daran sehe, dass sie mittlerweile auch neben mir auf ein hohes Gestell geht und sich oben ablegen lässt.
Alles in Allem sind wir noch am Anfang, aber wir arbeiten ständig und kontinuierlich mit Ruhe und Geduld mit ihr.
Ich berichte da gern weiter, wenn ich nicht nerve damit.

LG mali6
Mit Zitat antworten
  #8 (permalink)  
Alt 09.02.2012, 18:59
Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 51
Standard

Hej,

ich habe mal ein bischen Zeit verstreichen lassen und in der Zwischenzeit hat sich schon Einiges wieder ergeben und auch getan.

Das tägliche Training zahlt sich aus. Nicht nur das die Kleine sehr viel dazu gelernt hat, sie geht sogar mittlerwele über die ganze Sportstellage ohne Angst, auch die Bindung zwischen usn festigt sich so, dass sie hört und das fast ohne, wie im Anfang beschrieben, Angst zu bekommen.

Wo wir aber wirklich am Ball bleiben müssen ist die Tatsache, dass sie auf Fremde ängstlich und auch warnend, bis angriffslustig, reagiert.

Erstes Beispiel: Mein Vermieter hat eine Autowerkstatt und mein Auto bruachte dank der Witterung eine neue Batterie.
Er fuhr mein Auto aus der Werkstatt und stieg aus, als ich gerade mit der Kleinen um die Hausecke kam. Er blieb stehen und hatte diesen Sitzschutz noch in der Hand, da bellte sie ihn unsicher werdend mal ne Runde an.
Kommando "Aus" und "Sitz" ging sofort, aber sie schaute dann mich ganz ängstlich an. Ich war also gefordert ihr ihre Angst sofort zu nehmen, was ich mit einer Belohnung und einer Streicheleinheit tat. Sie blieb dann beruhigt sitzen und wartete bis der Vermieter in die Werkstatt zurück ging. Kein in die Leine hechten und keine einziger Ton kamen mehr von ihr.
Sie wusste nun, dass sie Alles richtig gemacht hatte und wir konnten zum Training fahren.

Zweites Beispiel: Wir Beide allein auf dem Platz am Spielen und Üben und der Mann der Therapeutin, grosser Mann mit Bart und hat sie einmal versehentlich erschreckt, kam ans Tor, um mir Etwas mit zu teilen.
Sie sah ihn schon vor mir und knurrte in seine Richtung, also mal Frauchen sichern, dass ja Nichts passiert, spielte aber erst einmal mit mir weiter.
Der Mann kam zu Tor, blieb aber erstmal davor stehen, da er die Hündin kennt und weiss, dass sie mich sehr sichert.
Sie lief sofort bellend da hin mit einer Megabürste (ne Flaschenbürste hätte sich vor Scham verkrochen) und ich rief sie ab.
Sie reagierte sofort und kam und ging dann mit mir zusammen zu dem Mann. Als sie wieder knurrte Kommando "Aus" und "Sitz" und keine Angst von ihr. Wieder ahbe ich sie gelobt und ihr ein Leckerlie gegeben und dann ihren Ball geworfen.
Sie kam dann zwar immer wieder um zu schauen was wir da machen, aber die Reaktion, dass ich mit ihr weiter Ball spielte und beim guten Aport noch ein Leckerlie drauf gepackt hab, waren interessanter.
Dann gab ich dem Mann Leckerlies und den Ball zwischendurch und schon konnte er ihr auch mal eine nette Geste zukommen lassen.
Keine Bürste mehr und auch kein Knurren mehr.
Das Spiel werden wir jetzt so oft wie möglich machen, bis kein Zaun mehr dazwischen ist, damit dort eine Eingewöhnung statt finden kann, denn die Kleine muss mal im hoffentlich nie eintretenden Ernstfall bei der Therapeutin bleiben können und er wohnt ja auch da und mag die Kleine wirklich sehr.

Ich habe dann noch eine Weile ohne jegliche Übungen mit ihr gespielt und mit ihr richtig rumgetobt und danach war sie recht entspannt und gut drauf.

Es wird mit Sicherheit noch eine Menge Arbeit sie auf Besuch vor zu bereiten, aber sie lernt mit viel Eifer und freut sich wie doof, wenn ich ihr versichere, dass sie Alles richtig gemacht hat.
Mit Zitat antworten
  #9 (permalink)  
Alt 09.02.2012, 20:52
Benutzerbild von DogGirl
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 07.01.2008
Ort: südlich von Hamburg
Beiträge: 818
Standard

Mein Eindruck beim Lesen ist: das ist aber sehr, sehr intensiv, was du deiner Hündin in einer Trainings-Einheit abverlangst.
Ich würde das viel langsamer aufbauen, denn ich denke, deine Hündin ist mit diesem Lernpensum überfordert. Da bleibt zu wenig Chance für sie, die Anspannung, unter der sie ja steht, wirklich abzubauen, denn ich denke nicht, dass dafür eine Ballspiel-Sequenz ausreicht, sondern sie einfach viel mehr Zeit braucht.
Konkret:
Zitat:
Zitat von mali6 Beitrag anzeigen
...
Zweites Beispiel: Wir Beide allein auf dem Platz am Spielen und Üben und der Mann der Therapeutin, grosser Mann mit Bart und hat sie einmal versehentlich erschreckt, kam ans Tor, um mir Etwas mit zu teilen.
Sie sah ihn schon vor mir und knurrte in seine Richtung, also mal Frauchen sichern, dass ja Nichts passiert, spielte aber erst einmal mit mir weiter.
Der Mann kam zu Tor, blieb aber erstmal davor stehen, da er die Hündin kennt und weiss, dass sie mich sehr sichert.
Sie lief sofort bellend da hin mit einer Megabürste (ne Flaschenbürste hätte sich vor Scham verkrochen) und ich rief sie ab.
Sie reagierte sofort und kam und ging dann mit mir zusammen zu dem Mann.
An dieser Stelle hätte ich sie nicht mit zu dem "Angstobjekt" genommen, sondern wäre alleine zu dem Mann gegangen und hätte sie in sicherer Distanz warten lassen, dass sie hätte beobachten könnten: "Frauchen geht da zu dem Typen hin, und regelt was zu regeln ist...- ich bin da raus aus der Nummer."
Zitat:
Zitat von mali6 Beitrag anzeigen
... Als sie wieder knurrte Kommando "Aus" und "Sitz" und keine Angst von ihr. Wieder ahbe ich sie gelobt und ihr ein Leckerlie gegeben und dann ihren Ball geworfen.
Sie kam dann zwar immer wieder um zu schauen was wir da machen, aber die Reaktion, dass ich mit ihr weiter Ball spielte und beim guten Aport noch ein Leckerlie drauf gepackt hab, waren interessanter. Dann gab ich dem Mann Leckerlies und den Ball zwischendurch und schon konnte er ihr auch mal eine nette Geste zukommen lassen.
Keine Bürste mehr und auch kein Knurren mehr.
Und diese Übung, dass der Fremde sie füttert, hätte ich auch erst "viel später" mit ihr gemacht, nämlich wenn sie ganz ohne Anzeichen von Agression/Stress einen Fremden aushalten kann.

Zitat:
Zitat von mali6 Beitrag anzeigen
Das Spiel werden wir jetzt so oft wie möglich machen, bis kein Zaun mehr dazwischen ist, damit dort eine Eingewöhnung statt finden kann, denn die Kleine muss mal im hoffentlich nie eintretenden Ernstfall bei der Therapeutin bleiben können und er wohnt ja auch da und mag die Kleine wirklich sehr.
Also ich hab´ den Eindruck, du willst/machst zuviel auf einmal, was für den Lernerfolg nicht zwingend förderlich ist.
Ich würde ihr mehr Zeit lassen, "kleinere Situationen" gestalten, ihr mehr zeigen, dass DU alles im Griff hast und sie sich auf dich verlassen kann, und nicht selber "sichern" muss.
__________________
Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
(Suzanne Clothier)
Mit Zitat antworten
  #10 (permalink)  
Alt 09.02.2012, 21:25
Benutzer
 
Registriert seit: 08.01.2012
Beiträge: 51
Standard

Hej Doggirl,

also im ersten Beispiel war es nicht möglich sie aus dieser Zone heraus zu nehmen, da sie zufällig entstand und im zweiten Beispiel war der fremde Mann der Mann der Therapeutin, der sicherlich weiss was er tut.

Und ich übe nicht täglich stundenlang mit ihr, da sie wirklich zur Ruhe kommen soll und auch mittlerweile herrlich chillen kann.
Ich übe jeden Tag vielleicht eine halbe Stunde mit ziemlich vielen Ballspielunterbrechungen, so, als wenn es zum Spiel dazu gehört. Also kein Intensivtraining mit Biegen und Brechen, weil ich selbst das gar nicht möchte.
Vielleicht hab ich mich da vorhin falsch ausgedrückt.

In der Hauptsache ist es so, dass ich die Info von dem Mann auch benötigte, da ich auf deren Trainingsplatz jeden Tag bin und dort Morgen um diese Uhrzeit ein sehr schwieriger Fall, ein hochagressiver Sibirian Husky, sein wird. Und eine Kollision soll da vermieden werden.

Im Endeffekt bin ich sehr ruhig im Umgang mit ihr, nur der Trainingsplatz soll Spass bedeuten. Sie zeigt mir mit ihrer Art auch, dass sie sich wirklich freut auf das gemeinsame Spiel.
Heute hat sie mir einfach die Leine gezockt und ist freudestrahlend vorab zum Tor gerannt und wollte schnell rein um endlich ihren heissgeliebten Ball geworfen zu bekommen.
Also nix Stress, keine Angst.

Ich spreche jeden Schritt den ich weiter gehe auch mit der Therapeutin ab und es ist so jeweils in Ordnung. Nur die letzten Tage konnte sie leider nicht raus kommen, da sie nach einem Sturz eine extrem starke Prellung hat.

LG mali6
Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 01:14 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.6.12 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.2.0