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  #1 (permalink)  
Alt 21.12.2011, 13:07
Benutzerbild von Varghona
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Registriert seit: 08.02.2011
Beiträge: 2.781
Standard Bei Fuß gehen

Gestern habe ich mich ja kurz über das richtige Bei-Fuß gehen unterhalten.

Dabei soll der Hund ja Blickkontakt mit dem HH halten.

Ich habe mal ein beliebiges Beispielvideo herausgesucht, damit ihr seht, was ich meine:
Perfect Heelwork Seminar in der Hundewelt Minkner - YouTube

Zum einen frage ich mich, wenn ich mit meinem Hund in der Stadt bin und er soll Fuß gehen, dann kann das ja ein Stündchen dauern, da kann er doch nicht idie ganze Zeit hochgucken?
Der rennt doch alles um und hat danach Genickstarre. Wie ist das gedacht?

Und was mich auch immer antreibt ist die Sache mit der Individualdistanz.

Legt ihr da Wert drauf?

Also darauf, dass euer Hund sie einhält bei euch?

Wenn ich mir diese Beispiele ansehe, so sehe ich Hunde, die irgendwie immer am Bein hängen und oft auch noch ein bisschen hochspringen. Gerade der Kopf, der dann so extrem seitlich gehalten wird, hängt ja vor dem Knie.

Damit gebe ich dem Hund ja einen Raum um mich, der mich schon fast einschränkt.

Es gibt ja Übungen, wo man zum Beispiel mit einer Wurst in der Hand spaziert und der Hund muss neben einem gehen und darf einen nicht bedrängen oder beengen. So lernt der Hund, dass er einem nicht auf der Pelle hängt. (Kahuna, Pelle natürlich ausgenommen :-))

Wie seht ihr das mit der Individualdistanz und wie macht ihr das auf längeren Spaziergängen?
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Alt 21.12.2011, 13:44
Benutzerbild von Tierheldin87
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Registriert seit: 26.01.2011
Ort: 33803 Steinhagen
Beiträge: 1.042
Standard

hab mir gerade das Video angeschaut. Ich(Hund bestimmt auch) würde verrückt werden, wenn ich in der Stadt unterwegs bin und mein Hund ganze Zeit so "Fuß" läuft.

Wenn ich an einer Straße unterwegs bin, wo es keinen Gehweg gibt, dann muss Rudi ganz nah bei mir laufen auf der Innenseite. Schnüffeln und abdrifften ist da net drinne.
In der Stadt ist es mit dem Beifuß eh bissel schwer, da wir net so oft zusammen in so ein getümmel fahren. Wenn er sich beruhigt hat läuft er dann Fuß, aber ich lasse ihn einen Gewissen Spielraum. Also ich sehe es nicht so streng. Natürlich achte ich drauf das keine anderen Leute über ihn stolpern

Bei normalen Spaziergängen lasse ich ihn nur zum üben Fuß laufen oder wenn halt ein Auto oder Radfahrer ect. vorbeikommt
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  #3 (permalink)  
Alt 21.12.2011, 14:02
Benutzerbild von DogGirl
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Registriert seit: 07.01.2008
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Standard

Also - so schön wie das in dem Video aussieht - das wäre mir "für den Hausgebrauch" zu eng.
Denn, ja, die Individualdistanz finde ich - für uns beide - beim normalen Unterwegssein mit Lani auch wichtig.

Wir sind jetzt soweit, dass sie an unserer kurzen Führleine gelernt hat, ohne dass die Leine spannt, an meiner Seite zu gehen.
Ich wechsele dabei aber oft die Seiten, abhängig davon, was uns so entgegenkommt...
Rechts heißt "ran" - und wenn ich "ran" sage, dann möchte ich auch, dass Lani auf (ungefähr genau) Knie-Entfernung bei mir bleibt. Wenn sie´s nicht schafft, bleib ich stehen oder "grunze", und dann seh ich schon am Spiel ihrer Ohren: "Upps, ja, ja, ich war ja nur kurz abgelenkt..." und sie tippelt wieder an meine rechte Seite zurück.

Links ist bei uns "deine Seite". Da lass ich sie eigentlich am meisten gehen und da darf sie auch über die Kniehöhe hinaus - oder dahinter. Wenn ich möchte, dass sie wirklich an meiner linken Seite "klebt" sage ich "Fuss". Und mach´s, wenn sie rumtüddelt, mit der Korrektur genauso wie auf der rechten Seite.
Und ohne Leine oder mit unserer Biothane-Schleppleine, mit der wir z.B. auf Stadtteil- Spaziergängen in der Arbeitswoche unterwegs sind, machen wir das genauso.
Da gibt es noch ein Kommando, das heißt "Zusammen", da ist mir die Seite egal, aber sie muss nah bei mir sein... wenn wir z.B. an Kreuzungen, oder Ecken sind, die ich erst einsehen möchte, was da so kommt...

Ich habe das Glück mit Lani einen "Natur-Leinenführigen" Hund ergattert zu haben.
Das war von Anfang an kein Problem; und
das ganze Leinenführigkeits-Thema hat ja eh sehr viel mit der Aufmerksamkeit des Hundes zu tun und mit der Bindung, also ob man als Team unterwegs ist, oder?
__________________
Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
(Suzanne Clothier)
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  #4 (permalink)  
Alt 21.12.2011, 14:09
Benutzerbild von saluki87w
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Beiträge: 579
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Ich kann mir schwer vorstellen, dass das Fuß, das im Video gezeigt wird, für den Dauergebrauch im Alltag gedacht ist.

Ich denke eher, dass es für kurze Strecken/Zeitspannen dienlich sein kann.
Beispiele wären entgegenkommende Hunde oder andere Reize...
damit der eigene Hund sich auf den Menschen konzentriert und eben nicht auf den Außenreiz.

ansonsten würde diese Art Fuß für mich keinen Sinn ergeben...
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Alt 21.12.2011, 16:24
Benutzerbild von kepri
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Registriert seit: 21.05.2007
Beiträge: 7.021
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Ich denke das stammt aus Zeit als Unterordnung und Dominanzthese noch aktuell waren. Der Hund als untergeordnetes Wesen das man eben völlig beherrscht, keine Regung ohne Ansage.
Es ist ganz sicher nicht besonders toll für den Nacken, lange hält das kein Hund durch- dazu ist es aber auch nicht gedacht.
__________________
Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

http://co-bold.jimdo.com

http://kepri.jimdo.com/
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  #6 (permalink)  
Alt 21.12.2011, 17:14
Benutzerbild von stebo
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Dieses Fuß gehen gehört meines Erachtens ganz klar auf den HuPla für die dortigen UO-Übungen bzw. für Agi und Obedience und sonstige Hundesport-Kurse.
Im Alltag ist es auch nicht wirklich praktisch, denn man müsste ja jedes heruntegucken des Hundes korrigieren und wenn man jetzt z.B. durch die Stadt geht, dann will man doch auch in die Schaufenster gucken. Oder aber man möchte sich mal unterhalten mit jemanden, mit dem man zusammen geht????

Henry hat diese Art Fuß gehen auch gelernt. Auf dem Platz oder bei ganz bestimmten Übungen würde ich das auch benutzen - im täglichen Leben ist es mir aber ehrlich gesagt total wurscht, ob der Hund mich anguckt oder nicht, ich will nur, dass er an meiner Seite bleibt - da gibt es bei uns ein "Ran" und gut ist. Das bedeutet für ihn, dass er an meiner linken Seite innerhalb eines gedachten Kreises bleibt und darauf achtet, wo ich langgehe usw. Herumschnuffeln und den gedachten Kreis verlassen ist allerdings verboten!
__________________
LG Steffi und Henry
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Alt 21.12.2011, 18:57
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Ich kann das Video nicht sehen, denke aber du meinst bestimmt das Sternegucker-Prinzip.

Ich nutzte es und ich nutze es noch heute.

Einst trainierten wir es für die BH, die ich mit beiden Hunden bestand.
Dann gebrauchte und brauchte ich dieses erlente Verhalten bei meiner Hündin aus therapeutischen Zwecken.

Wir bauten das Fuß Kommando aber nicht über Beute auf ( soll heissen der Hund guckt eigentlich nach dem Ball oder Kurzzergel der oben links in der Brusttasche des Hundesportlers versteckt/deponiert wird ).

Ich baute und brauche das Fuss als Schau auf wie es zum Beispiel bei Patricia B. McConnell und Karen B. London in ihrem Buch Alter Angeber beschrieben ist.

Ist schon lustig viele Hundehalten schwören auf dies Art von Verhaltenslenkung wenn sie es in einem dieser wirklich guten Bücher lesen.
Wird dieses Verhalten oder diese strikten Abläufe oder wie man es nennen mag nun von einem Hund auf dem HuPla verlangt finden es viele HH abschreckend.

Mein Fazit ist, ich kann das regide Verhaltensmuster als Reflex für meine Hunde abrufen.

Ronja hat so gelernt Verantwortung (nachdem sie drei Attacken erfahren
musste ) wieder an mich ab zu geben und es nicht durch Leinaggression zu zeigen.

Schau (Therapeutischer Ansatz)/Bei Fuss (HuPla Ablauf) und Rum(Therapeutischer Ansatz)/Kehrtwende (HuPla Ablauf) werden bei mir gerne genutzt.
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #8 (permalink)  
Alt 21.12.2011, 20:02
Benutzerbild von Varghona
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Jacqui, wie denkst du denn darüber, dass der Hund dabei permanent deine Individualdistanz nicht einhält.

Ist das nicht auch eine Form von Privileg, die dem Hund da gegeben wird.

Übrigens sage ich zu Naya "kopf", wenn sie zu mir gucken soll. Das mache ich, wenn Leute vorbei gehen, die Angst zeigen - sie kommt eh an meine Seite, wenn jemand kommt. Das hat sie total drin. Weil es dann Leckerchen gibt. Selbst wenn sie weiter weg auf einer Wiese ist und sie sieht, dass jemand kommt, nutzt sie ihre Chance und kommt schnell neben mich - Leckerchen!!!!!!
Wenn ich also merke, dass jemand Angst hat oder andere Hunde agressiv reagieren, dann sage ich "kopf" und zeige mit dem Finger auf meine rechte Schulter (wenn sie links geht).

Kurzfristig finde ich das völlig in Ordnung.

Aber halte nicht über längere Strecken alltagstauglich.
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  #9 (permalink)  
Alt 21.12.2011, 20:12
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Ort: Hamburg
Beiträge: 5.897
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Die Individualdistanz ist unterschiedlich.
Ist ja klar.
Meine Hündin läuft viel enger bei mir, sie hängt ja auch sonst an meinen Lippen.
Mein Golden lief wunderschöne BH`s nur nie so eng, da fehlten mir dann Punkte was mir wurscht war, denn er braucht sie um freudig mit zu gehen.
Die Distanz wird bei mir gewahrt.
Es ist zu Anfang ein ausprobieren.
Im Einkaufszentrum laufen meine Hunde eigentlich nur am Kurzführer.
Dan heisst es langsam bei mir.
Fuss ist was anderes.
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #10 (permalink)  
Alt 21.12.2011, 21:44
Benutzerbild von mausilla
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Nee, alltagstauglich ist das nicht.

Und es gibt genügend Hunde, die nicht gern "kleben", sondern lieber etwas Abstand wahren.

Ich find das schlimm, auf den Hundeplätzen, wenn diese Hunde dazu gezwungen werden, ganz dicht zu gehen, nur für irgendwelche Prüfungen.

Cora mag das bspw. auch nicht. Sie ist ja eher respektvoll und achtet darauf, ihren Menschen nicht zu bedrängen.
Auch Hero hält immer etwas Abstand ein.
Am wenigstens Probleme mit dem standardmäßigen "Bei Fuß" hatte Lea. Die ist eh kaum zu verunsichern und hat es dann eben so gemacht, wie gewünscht.

Jetzt verlange ich das schon lange nicht mehr.
Fuß ist bei mir, der Hund läuft neben mir an lockerer Leine oder auch frei. Das reicht.

Das anschauen, da hab ich mit Cora ein "Schau her" geübt. Weil sie gern an der Leine rumpöbelt und auch zeitweise ein Problem mit Mopeds und Motorrädern hatte. Da war das ganz nützlich.
__________________
LG Verena und die Rentnergang


Hundebändigerin und Katzensklavin
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