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  #141 (permalink)  
Alt 28.12.2011, 18:00
Benutzerbild von kepri
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Registriert seit: 21.05.2007
Beiträge: 7.021
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Zitat:
Zitat von daiana Beitrag anzeigen
Wie hast Du Kepri das denn beigebracht auf Dich zu achten? Hast Du sie gerufen und dann gabs immer Leckerchen oder ein Spiel oder dann, wenn sie Dich angeschaut hat. Ich muss sagen ich stell mich da vielleicht im Moment etwas sehr blöd und fantasielos an. Liegt vielleicht auch am Wetter, das einen so gar nichts frohes Mutes nach draußen zieht. Sorry.
Wenn ich gut drauf bin dann klappts mit der Leinenführigkeit auch viel besser.
Sei einfach gut drauf, das löst vieles, ich war heute mit einem jungen heissblütigen Spanier unterwegs, da klappte rein gar nix weil Frauchen sich vorher mit Herrchen gestritten hatte, wir mussten abbrechen.
Kepri bekam anfangs von mir für jede winzige Orientierung zu mir Lohn, wir sind ja bekennende Klickerfans, ihren Lohn musste sie sich dann bei mir abholen, das brachte sie also zu mir. Wir mussten in noch kleineren Schritten anfangen da Kepri zu dem Zeitpunkt ihres Einzuges 3 Jahre als Jagdhund gedient hatte- eigenständig in Spanien, sie hatte gar keine Bindung zum Menschen.
Ich klickerte sofort alles was mir gefiel, Kepri lernte schnell das es sich lohnt MIT dem Frauchen zu arbeiten.
Oft erreichte ich sie allerdings auch gar nicht, da schickte ich gern ganze Klickersalven hinter ihr her, das funzt nämlich auch gut, es bringt den Hund zu dir und eine Fehlverknüpfung mit dem Abhauen gibt es auch nicht.
Ich blieb immer stehen wenn die Leine straff war (Schleppe), ich sagte immer 1m vor Schleppenende "Halt", hörte sie nicht gab es eben die Konsequenz des Rucks. Heute sage ich "langsam" und sie verlangsamt bevor ich Halt sagen muss.
Zwischendurch rief ich sie immer einfach mal ab, manchmal gab es Spielchen, manchmal rief ich sie weil ich Leckerchen unter Baumrinde schob- eine tolle Beute hatte Frauchen da wieder gefunden , sah ich das sie eine Spur aufnahm blieb ich einfach stehen und wartete, oft brüllte Kepri dann wie am Spiess und ging auf die Hinterläufe, das stand ich aus, ich wartete bis sie sich an mich erinnert, heute sieht sie etwas, kommt sie nicht sofort warte ich kurz, sie kommt dann schon, das weiss ich. Ist die Gefahr gebannt gehen wir gemeinsam "jagen", wir folgen ihrer entdeckten Spur, das ist ein toller Lohn.

Zitat:
Also war es letztens auf dem Feld ja eigentlich mein Fehler, denn du schreibst, dass Du Dich nicht entfernst wenn Kepri die Nase irgendwo anders reinsteckt. Ich habe das ja gemacht. Er hat gebuddelt und immer mal wieder geguckt und ich habe gedacht, der kommt gleich schon wenn ich weit genug weg bin und dann kam der andere Hund und Jack war in die falsche Richtung unterwegs.
NEIN! Das verstehst du falsch, es geht darum den Hund NUR abzurufen wenn du dir sicher bist das er auch kommt, der Abruf vom Mauseloch ist schon die hohe Schule.

Zitat:
Wie hast Du Kepri denn das freudige Kommen auf "Podi" beigebracht? Gabs bzw. gibt es dann etwas besonders tolles?
ich schmiss einfach Leckerchen wenn sie auf mich zukam, immer von mir weg, hin & her, immer wenn sie wieder zu mir gewendet war sagte ich auch das leise Podi ein Leckerchen flog, das funzt extrem schnell und gut, der Hund hat 2 positive Dinge: er darf rennen und darf Leckerchen jagen, das habe ich gute 2 Wochen gemacht, dann saß es tief in Kepris Unterbewusstsein, da sollte es auch hin, es sollte eine reflexartige Handlung werden.

Zitat:
Zitat von jacqui Beitrag anzeigen
Es gibt aber auch Hunde die die Chance genutzt hätten!
Kepri
__________________
Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

http://co-bold.jimdo.com

http://kepri.jimdo.com/

Geändert von kepri (28.12.2011 um 18:03 Uhr).
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  #142 (permalink)  
Alt 28.12.2011, 18:54
Benutzerbild von bolly
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@ Kepri

das ist ja voll cool - ihr spielt ja auch das was bei uns "einarmiger Bandit" heißt - find´ich ja superwitzig


@ Daiana
Zusätzlich zu den guten Tipps hat Kepri ja noch immer eine superwichtige Botschaft in ihrer Signatur für dich dabei ...

Was hat denn dein Hund im Augenblick für Bedürfnisse? Er will das Leben bei den Hörnern packen, Beute machen, Jagen, durchs Gebüsch rauschen und sich großartig fühlen. Im Augenblick bist du ja der Bodenanker, der genau das verhindert.

Wenn er "Ätsch-Ätsch" um dich herumrennt macht er das ja nicht aus Bosheit, sondern er will dich animieren, endlich mal lebendig zu werden, damit er mit dir was anfangen kann.

Wenn du ohnehin schon auf die Außenfütterung umgestiegen bist, könntest du prima wieder über den Futterbeutel ins Apportieren zurückkehren (der muss dann natürlich an die Schleppleine, der Futterbeutel, nicht der Hund!) und das Hintergelände muss so beschaffen sein (Holzstoß, Hauswand) dass er gar nicht um dich zirkulieren kann. Aber, wie schon gesagt, melde dich einfach bei deiner Züchterin, da reicht es wahrscheinlich wenn du ihr erzählst was du in der Hundeschule so machst, dann kriegt sie sofort Mitleid und arbeitet mit dir
__________________
------------------------
Liebe Grüße aus Franken,
Nina
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  #143 (permalink)  
Alt 28.12.2011, 19:21
Benutzerbild von stebo
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@Daiana: Nur nicht verzweifeln!!! Ein Hund IST und MACHT Arbeit und sicher gibt es immer wieder Rückschläge, aber es macht doch auch viel Spaß, wenn man Fortschritte macht!
Ich weiß, dass es schwer ist nicht immer gleich alles zu wollen - aber freu Dich doch auch darüber, dass Du ihn ohne Ablenkung auf der Wiese abrufen kannst! Wenn Dir so etwas wie mit dem anderen Hund passiert, dann versuch es nicht ihn abzurufen, sondern geh hin und hole ihn stillschweigend dort ab und nimm ihn aus dem Spiel heraus. Wenn Du nicht sicher sein kannst, dass er kommt, benutz Dein Abrufwort nicht! Von anderen Hunden abrufbar sein ist in der Tat für die meisten Hunde die Hohe Kunst - von Deinem Heißsporn im Moment noch nicht zu schaffen. Verzweifel nicht dran, es ist doch noch nicht zu spät! Die Ablenkung sollte nur möglichst langsam zunehmen und nicht von 0 (Wiese mit nix außer Dir) auf 100 (anderer Hund kommt angetobt).
Achte möglichst gut auf Deinen Hund - je früher Du eine mögliche Ablenkung erkennen kannst, desto früher kannst Du einschreiten. Die Entfernung macht zum Beispiel viel aus - ist ein anderer Hund noch weit weg, dann fällt es dem Hund leichter zu Dir zu kommen, als wenn er nur ein paar Meter entfernt steht. Wenn Du ihn (oder sie?) schon frühzeitig mit einer entspannten Stimme (oder vielleicht einem Komm-Pfiff, da hört man keine Emotionen) zu Dir rufst, dest leichter machst Du es ihm und ihr.
Und wenn es mal daneben geht - ich denke, dass die meisten hier diese peinlichen Situationen kennen, in denen man sich in Grund und Boden schämt...aber weder wir noch die Hunde sind Maschinen, die immer und überall gleich reagieren!
Wenn Du an einem Tag nicht gut drauf bist, dann lass die SL dran und wenn Du einen guten Tag hast, dann trau Dich auf der Wiese und lass ihn laufen. Ruf oder sag seinen Namen so wie Kepri es beschrieben hat und wenn er schaut oder in Deine Richtung kommt, wirf ein Leckerli in die Richtung, in die er läuft. So könnt ihr ein dynamisches Spiel zusammen machen und der Hund lernt auch etwas dabei! Er lernt dabei auf seinen Namen oder ein bestimmtes Wort von Dir zu reagieren!
__________________
LG Steffi und Henry
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  #144 (permalink)  
Alt 28.12.2011, 21:13
Benutzerbild von mausilla
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Beiträge: 1.699
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Zitat:
Zitat von jacqui Beitrag anzeigen
Es gibt aber auch Hunde die die Chance genutzt hätten!
Meine zum Beispiel.

Die Damen hatten auf dem Feld neben dem Parkplatz einen lecker schon etwas angegangenen Rehkopf gefunden.

Erst hatten wir das "Ätsch!!!-Spiel", wo Lea freudig, aber in sicherem Abstand um mich rumhopste und Jung Cora fröhlich und erwartungsvoll ihrer Ziehmutter folgte.

Dann bin ich voll Frust ins Auto, Tür zu - keine Wirkung. Losgefahren, erst langsam, dann schneller.
Erfolg: beide Hunde legten sich auf den Acker und fingen hingebungsvoll an das Stinkeding zu vernichten.

Ich bin dann wutentbrannt mit Turnschuhen über den matschigen Acker gestampft (voller Körperspannung!) und als ich auf 2m ran war, ließen sie Rehkopf Rehkopf sein und kamen brav vorsitzen. Freundlich beschwichtigend, denn Chefe war deutlich stinkesauer, trabten höchst gehorsam Bei Fuß zum Auto - was willste da noch sagen?

Solche Sachen passieren.
__________________
LG Verena und die Rentnergang


Hundebändigerin und Katzensklavin
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  #145 (permalink)  
Alt 29.12.2011, 18:03
Benutzerbild von anyachrissi
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Registriert seit: 15.02.2010
Beiträge: 1.047
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Zitat:
Zitat von mausilla Beitrag anzeigen
Meine zum Beispiel.

Die Damen hatten auf dem Feld neben dem Parkplatz einen lecker schon etwas angegangenen Rehkopf gefunden.

Erst hatten wir das "Ätsch!!!-Spiel", wo Lea freudig, aber in sicherem Abstand um mich rumhopste und Jung Cora fröhlich und erwartungsvoll ihrer Ziehmutter folgte.

Dann bin ich voll Frust ins Auto, Tür zu - keine Wirkung. Losgefahren, erst langsam, dann schneller.
Erfolg: beide Hunde legten sich auf den Acker und fingen hingebungsvoll an das Stinkeding zu vernichten.

Ich bin dann wutentbrannt mit Turnschuhen über den matschigen Acker gestampft (voller Körperspannung!) und als ich auf 2m ran war, ließen sie Rehkopf Rehkopf sein und kamen brav vorsitzen. Freundlich beschwichtigend, denn Chefe war deutlich stinkesauer, trabten höchst gehorsam Bei Fuß zum Auto - was willste da noch sagen?

Solche Sachen passieren.
entschuldige aber hehehehehehe
kann ich mir gerade richtig gut vorstellen....
__________________
Hunde, die sich nicht wie Hunde benehmen, gibt es im Spielwarengeschäft.
Valium-Patienten empfehle ich, die beruhigenden Pillen zu vergessen und stattdessen sich mal für 2 Wochen intensiv mit einem Bernhardiner abzugeben. Glauben Sie mir, das hilft und dazu gibt’s erst noch Gratis-Frischluft!(Oliver Jobes. Verhaltensforscher 1966)
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