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  #1 (permalink)  
Alt 14.11.2011, 22:01
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Beiträge: 94
Frage Hinterherlaufen + Hochspringen

Hallo zusammen!
Also unser Jack (Goldie 7,5 Monate) ist ein total liebes und lernfähiges Tierchen, wir sind ganz begeistert. Zwei Dinge stören mich allerdings gewaltig. ERstens läuft er mir ständig hinterher, ich komme zu nichts mehr zu Hause, ganz schlimm ist es zur Fütterungszeit. Ich spiele dann nicht mit ihm und ignoriere ihn, aber es beeindruckt bzw. beeinflusst ihn in keiner Weise, er macht einfach weiter.
Zum anderen springt er an meinem Mann und an allen guten Bekannten hoch, wenn sie zur Tür hereinkommen. Wie kann ich das "abstellen"??? Ich versuche es mit einem konsequenten NEIN, mein Mann ist da eher zögerlich und dann macht er natürlich auch weiter.Ich würde es ihm gerne komplett abgewöhnen - aber wie wenn es immer wieder Familienangehörige gibt, die das toll finden.
Daiana
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  #2 (permalink)  
Alt 14.11.2011, 22:42
Benutzerbild von Doggystyle
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Registriert seit: 24.06.2009
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Beiträge: 4.831
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Hallo Daiana!

Zitat:
Zitat von daiana Beitrag anzeigen
Hallo zusammen!
Also unser Jack (Goldie 7,5 Monate) ist ein total liebes und lernfähiges Tierchen, wir sind ganz begeistert. Zwei Dinge stören mich allerdings gewaltig. ERstens läuft er mir ständig hinterher, ich komme zu nichts mehr zu Hause, ganz schlimm ist es zur Fütterungszeit. Ich spiele dann nicht mit ihm und ignoriere ihn, aber es beeindruckt bzw. beeinflusst ihn in keiner Weise, er macht einfach weiter.
Ich persönlich halte gar nichts von festen Fütterungszeiten. In meinen Augen passiert nämlich dann oft genau das was du beschreibst. Der Hund weiß wann es Futter gibt, fängt an zu betteln und zu nerven und du stellst es ihm dann hin.
So lernt der Hund, dass du brav und zuverlässig tust, was er dir sagt.

Ich füttere meine Hunde einmal morgens, einmal im Laufe des Abends.. Mal früher, mal später, je nachdem wie es mir gerade in den Kram passt.

Dass dein Hund ständig hinter dir her läuft ist wirklich nervig und vor allem ist es meistens Ausdruck von Kontrolle, die der Hund behalten will. Nach dem Motto: "Ohne mich geht hier nichts".

Schließe doch einfach immer mal eine Tür hinter dir. Vermutlich wird der Kleine dann jammern und motzen, aber das legt sich bald wieder.

So lernt der Hund, dass er nicht überall mitmuss und -darf.

Falls du eine offene Wohnung hast und die Türmethode nicht klappt, würde ich ihn konsequent auf seinen Platz schicken, auf dem er dann bleiben muss bis du es ihm erlaubst aufzustehen.

Das ist aber zu Beginn sehr viel Arbeit, die sich allerdings lohnt.

Schick ihn mit einem ruhigen: "Auf deine Platz" auf seine Decke. Wenn er aufsteht musst du wieder hin und ihn zurück bringen. Wichtig ist, dass du dabei nicht genervt oder aggressiv bist, sondern ruhig und souverän und geduldig.. (Der wird tausendmal aufstehen..)
Er muss lernen, dass er aus der Situation nicht rauskommt, sondern sich legen muss, weil du einfach den längeren Atem hast.

Zitat:
Zum anderen springt er an meinem Mann und an allen guten Bekannten hoch, wenn sie zur Tür hereinkommen. Wie kann ich das "abstellen"??? Ich versuche es mit einem konsequenten NEIN, mein Mann ist da eher zögerlich und dann macht er natürlich auch weiter.Ich würde es ihm gerne komplett abgewöhnen - aber wie wenn es immer wieder Familienangehörige gibt, die das toll finden.
Daiana
Das gleiche Prinzip kannst du auch hier anwenden.

Es klingelt an der Tür und dein Hund wird auf den Platz geschickt. (Ich hatte deshalb zweitweise ein Zettelchen mit "Es kann dauern! Hund wird erzogen!" an der Klingel hängen..) Steht er auf wird er wieder hingeschickt..

Ich würde den Hund gar nicht zur Tür rennen lassen und ihm erst erlauben aufzustehen, wenn er sich beruhigt hat und die Gäste angekommen sind.
Da kannst du schon eine ganze Menge "Dampf" mit rausnehmen..

Alternativ kannst du auch beim Klingeln kommentarlos die Leine anlegen und den Hund mit an die Haustür nehmen. An der Leine kannst du ihn dann daran hindern an den Besuchern hoch zu springen und erst Kontakt zulassen, wenn dein Hund ruhig ist.

Ich kenne den Kampf an der Haustür.. "Bitte ignoriert den Hund!" und ein Beller genügt, dass alle Köpfe sich dem Randalierer zuwenden und die Besucher in verzückte "Aaaaaaaahs" und "Ooooooooohs" verfallen. Springt der Hund dann hoch und du unterbindest das, heißt es: "Ach, ist doch nicht so schlimm!".

Ist es aber und in deinem Haus gelten deine Regeln. Für Hund und Besucher.

Hoffe ich konnte dir etwas helfen..
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  #3 (permalink)  
Alt 15.11.2011, 09:41
Benutzerbild von stebo
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Ich kann da Doggystyle nur voll zustimmen!
Ich wünsch Dir viel Geduld und vor allem Durchsetzungsvermögen, was den Rest der Familie mit angeht, denn es wird nur funktionieren, wenn Ihr alle an einem Strang zieht!!!!
__________________
LG Steffi und Henry
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Alt 15.11.2011, 11:02
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Ich möchte mich auch anschließen.

Innerhalb der Wohnung habe ich eine Weile lang auch die Leine genutzt. Wenn es zu schwer war auf dem Platz geduldig zu warten, dann habe ich ihn angebunden. Immer auf seiner Decke, damit er lernt, hier muss ich liegen, ruhig sein, warten.

Anleinen nur, wenn du ihn immer noch im Auge behalten kannst damit er sich nicht vollkommen in der Leine verheddert und ggf. verletzt.
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  #5 (permalink)  
Alt 15.11.2011, 11:03
Benutzerbild von nimm2
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Registriert seit: 26.01.2010
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Beiträge: 2.721
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Auch ich schliesse mich den Vorposterinnen an

Zur Ergänzung vielleicht noch: Was dein Jack versucht bzw. macht, ist völlig normal, es handelt sich hier also nicht um ein besonderes Verhalten, sondern sozusagen um "standards"

(Ok, ich entschuldige mich gleich bei allen H und HH, die sich immer ordentlich verhalten haben und werden )
__________________
Herzlichst, Susann
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  #6 (permalink)  
Alt 15.11.2011, 11:25
Benutzerbild von gretacaro
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Zitat:
Zitat von Doggystyle Beitrag anzeigen
(Ich hatte deshalb zweitweise ein Zettelchen mit "Es kann dauern! Hund wird erzogen!" an der Klingel hängen..)

.


Doggy, so einfach und doch so genial :-)
Auf die Idee bin ich noch garnicht gekommen,
man lernt nie aus
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  #7 (permalink)  
Alt 15.11.2011, 12:28
Benutzerbild von Varghona
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Ich würde eine Decke erstmal als Geschenk einführen. Sie sollte für den Hund etwas absolut positives sein, ein Rückzugsort und nicht ein "auf deine Decke" als Strafe, wenn es spannend wird.

Du kannst die Decke in den Raum legen und Leckerchen drauf werfen, jedesmal, wenn der Hund die Decke betritt, sagst du ihm: Decke oder geh auf die Decke oder dein Platz. Am besten 0,5 Sekunden bevor er auf die Decke tritt.

Ich rate zur Stoppuhr. Scherz!!!

Gute Sachen gibt es auf der Decke und mal ein Spielzeug und Knuddeleien. Und Ruhe für den Hund. Decke ist für Besucher und Kinder tabu.

Aber ich würde auch ein Futtersignal einführen. Wenn der Hund nicht ruhig sitzt, dann gibt es eh kein Essen. Und nur auf ein Signal darf er aufstehen und zu seinem Essen gehen.

Machst du nimm und nein Spiele mit deinem Hund? Das ist eine wunderbare Art zum einen das Nein als definitives Abbruchsignal einzuführen und zu festigen und dem Hund ein Freßsignal zu geben und er lernt zu warten.

Ein gut sitzendes Nein als Abbruchsignal ist auch sehr hilfreich beim Anspringen.

Und ich kann dir nur empfehlen, das nicht Anspringen sehr gut zu trainieren, denn draußen im wahren Leben hat niemand Lust von einem dreckigen Hund angesprungen zu werden.
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  #8 (permalink)  
Alt 15.11.2011, 12:29
Benutzerbild von anyachrissi
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Registriert seit: 15.02.2010
Beiträge: 1.047
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hallöle,
kann Doggy nur zustimmen!!
nicht immer zu gleichen Zeiten füttern!!!

oder: lass ihn doch sein Futter selber suchen! das beschäftigt ihn immens, auch geistig!
auf einer Gassi runde den futterdummie mitnehmen, oder Futter im Baum in Kopfhöhe verstecken...dann bist Du auch noch so irre wahnsinnig interessant für ihn: denn bei Frauchen ist immer was los!

anspringen und nachlaufen:
hehehe. ist normal, besonders in dem Alter!

ich habe damit angefangen, den Hund teilweise nicht mehr mit ins Bad zu lassen.
am anfang nur eine Minute.
oder beim Müllrunterbringen nicht mitnehmen.


mhhhh. anspringen:
vorab, sei getröstet. das machen auch noch gestandene Hunde...
also; ich gehöre zu der Hundehalterabteilung die möchte, dass ein hund sich freut, wenn ich nach hause komme!
jawoll.
er springt aber nicht mehr hoch!
denn; wir haben da lange für gebraucht, aber mittlerweile geht es auch ohne:
wir gehen in die Knie, oder haben seine Pfoten festgehalten! und NICHT SPRINGEN gesagt.
und runtergedrückt mit NEIN.
das hat über ein jahr gedauert!!!!!!!!!!! der hund braucht meiner Meinung auch eine gewisse Reife dafür...mit 7,5 Monaten war Garmin noch ein Flummi....

bei Besuch: konsequent ins Körbschen!!!!! oder ins Sitz. wie man mag.
mit Leckerli!!
und immer lieb dabei, soll ja keine Bestrafung sein. mit der Leine haben wir nicht gemacht, weil sein Körbschen vor der Terassenfront liegt...
heute: es klingelt, Garmin schaut, ich schicke ihn ins Sitz. er bleibt sitzen, bis wir ihn freigeben! brauchte aber lange lange!

viel Glück und Konsequenz.
das wird schon. unser Kwiesel hat das auch geschafft..
Anyachrissi
__________________
Hunde, die sich nicht wie Hunde benehmen, gibt es im Spielwarengeschäft.
Valium-Patienten empfehle ich, die beruhigenden Pillen zu vergessen und stattdessen sich mal für 2 Wochen intensiv mit einem Bernhardiner abzugeben. Glauben Sie mir, das hilft und dazu gibt’s erst noch Gratis-Frischluft!(Oliver Jobes. Verhaltensforscher 1966)
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