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  #11 (permalink)  
Alt 03.11.2011, 14:37
Benutzerbild von pfotenspur
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Oh, schön, so viele Statements!
Mir ist schon klar, daß in unserer immer enger werdenden Welt unbedingt Regeln dazu gehören und ich halte mich meistens auch gerne daran.
Aber wo der Hund noch einfach reagieren und hündisch sein dürfte... den Platz kenne ich nicht. Nein, ich will natürlich keine raufenden Hunde voller Löcher... und keine zartgelb lasierten Terrassenmöbel und Hosenbeine.
Ich denke manchmal an meine Kinderzeit und den absolut unbefangenen Umgang mit den Familienhunden. Da war sicher viel Unwissen dabei - aber es wurde auch nicht so eine Welle um alles gemacht. Tja, da deckte mal eben ein streunender Hund eine ebensolche Hündin und plötzlich gabs Babys. Oder Bauern, die ihre scharfen Schutzhunde nachts frei auf dem Hof laufen ließen, was geht auch wer in aller Herrgottsfrühe durchs Dorf? Hunde waren früher viel mehr Hund und es war erlaubt. Keiner hat so ein Brimborium um die Dinge gemacht. Sicher wußte man auch viel weniger und hat viel Ungutes getan. Aber mir geht es eher darum, Freiraum für die Natur des Tieres zu finden.
Bei Pferden z.B. kommt langsam ein Wandel, dort erkennt man die Notwendigkeit der " Freizeit des Tieres vom Menschen" und versucht darauf zu reagieren.
__________________
Ohne meinen Hund wäre ich wie taub und blind - er zeigt mir Dinge, die sich meiner Wahrnehmung verbergen.
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  #12 (permalink)  
Alt 03.11.2011, 17:20
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Ich glaube ich habe mich wohl in einem Wahn geschrieben.
Ich bin auch der Meinung, dass der Hund so viel Freiraum haben sollte wie es nur geht.
Mein Hunde dürfen zum Beispiel Besuch anmelden.
Dürfen mich stürmisch begrüßen nur nicht anspringen.
Dürfen Schokokinderhände ableken und mit auf das Sofa und mit ins Bett.
Dürfen wie die Schweine nach dem Ausflug aussehen und so weiter.
Es gibt Spaziergänge da wird nach dem Hund gelebt und nicht nach mir und dann fühlen wir uns am freisten.
Ich fühle selber oft den Zwiespalt.
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #13 (permalink)  
Alt 03.11.2011, 17:28
Benutzerbild von Varghona
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Wenn ich hier draußen bei uns bin, dann mache ich mir wenig Gedanken über Naya.
Sie kann sofort frei aus dem Tor und läuft ab dann einfach los.

Morgen, wenn ich noch sehr transusig bin, rede ich manchmal den ganzen Spaziergang nicht mit ihr. Sie stöbert einfach rum, läuft hierhin und dahin, tobt über die Wiesen, walzt sich durch den Bach.
Wir kennen hier fast alle Hunde von Welpenalter an und es gibt keinen Hund, mit dem Naya von sich aus unverträglich wäre, deshalb gibt es hier auch dazu keine Regeln für sie. Es gibt ein paar Hunde, die haben keinen Bock auf sie und knurren schon aus 10 m Entfernung, aber das kennt sie - macht sich riesig groß und geht dann in einem großen Bogen um die Knurrer herum.

Es gibt keine Straße oder irgendwas.

Heute z.B. bin ich extra mit ihr in die Stadt gefahren, weil ich zwischendurch immer mal mit ihr Fahrstuhl fahren muss, damit sie es für die Einsätze im Altenheim kann und dann überkommen mich auch immer Zweifel. Wenn ich sie so aufgeregt in der Stadt sehe, im Fahrstuhl, die überfüllten Geschäfte und eine hechelnde Naya.

Dann tut sie mir so leid und ich frage mich: was tue ich ihr da an??
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  #14 (permalink)  
Alt 03.11.2011, 19:23
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Hi meine liebe Pfotenspur.
Nun da mich gerade wieder eine Schicksalschlag ereilte holte es mich mit meinen Hundefanatismus wieder auf den Boden der Tatsachen.
Ich weiss was du meinst, nur ereilt mich der Perfektionismus immer wieder.
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #15 (permalink)  
Alt 19.11.2011, 11:40
Benutzerbild von suesske
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Zitat:
Zitat von pfotenspur Beitrag anzeigen
Ich denke manchmal an meine Kinderzeit und den absolut unbefangenen Umgang mit den Familienhunden. Da war sicher viel Unwissen dabei - aber es wurde auch nicht so eine Welle um alles gemacht. Keiner hat so ein Brimborium um die Dinge gemacht.
Hach ja....ich erinnere mich auch gerne an die Zeit, als Nachbars Boxer ständig uns Knirpsen auflauerte- um uns umzuschmeißen und dann breitbeinig über uns stehend durchs Gesicht zu sabbern
Klar hatten wir Schiss, aber keiner der Erwachsenen wäre auf die Idee gekommen das ordnungsamt zu rufen... schliesslich kannten Alle Anton, den Sabberjunkie!

Ich glaube langsam, dass viele der Hunde- vor Allem in der Stadt- Partner- und/ oder Kindersatz sind.
Und auch Statussymbol.

Mit der zunehnenden Vereinsamung in den Städten nimmt gleichzeitig auch die Zahl der Hundehalter zu.
Leider aber nicht das Wissen um das Wesen an der Leine.
Immer öfter beobachte ich, dass Hunde grundlegende Calming-Signale ihrer Artgenossen offensichtlich nicht verstehen- und ihre Besitzer noch viel weniger.
Liegt vielleicht an der zunehmenden Vermenschlichung unserer Vierläufer...und/ oder daran, dass man Heute nur noch bis zum eigenen Tellerand guckt statt größere Zusammenhänge zu betrachten?

Wir leben im Zeitalter der Information- und wissen immer weniger...

Wir bestehen auf unsere Freiräume oft genug bis zur Rücksichtslosigkeit... im Park der in den Sandkasten pinkelnde Hund... der Radfahrer, der lieber Hunde platt fährt als zu bremsen... der Hundebesitzer der den Kackhaufen seines Vierbeiners auf dem Gehsteig liegen lässt... die hysterische Mutter, die laut schreiend ihr Kind an die Brust reißt sobald sich ein Pudel auf 10m ihrem Götterkind nähert... sogar die Damen und Herren des Ordnungsamtes, die mit Auto im Park mit Vollgas (!) einen "Leinen-Flüchtigen" verfolgt ( wirklich geschehen! Glücklicherweise war kein Kind im Weg!)

Mittlerweile bin ich dermaßen genervt von degeneriertem Hunde- und Menschenverhalten, dass ich lieber 3x täglich ein paar Kilometer mit dem Auto rausfahre um ungestört mit den Hunden laufen zu können als mich durch den 5 Minuten entfernten Pinkelpark zu quälen.

Noch 2 Jahre bis ich wieder zurück auf's Land ziehen kann... ich hab's so satt!!!

Geändert von suesske (19.11.2011 um 11:46 Uhr).
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  #16 (permalink)  
Alt 19.11.2011, 11:45
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Uffm platten Land ist es nicht besser, hier geht einfach niemand mit seinem Hund, das Wissen um Hunde ist noch geringer und die Grundbedürfnisse scheinen auf Futter beschränkt, nur sehr wenige machen sich Gedanken um Calming Signals, es heisst doch eher: die machen das schon- bei Hofhunden mit zu wenig Artgenossenkontakt keine echte Freude.
Städtische Hunde dagegen zeigen nach meiner Erfahrung mehr Sozialkompetenz (wenn sie denn dürfen)
__________________
Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

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  #17 (permalink)  
Alt 19.11.2011, 11:54
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Zitat:
Zitat von kepri Beitrag anzeigen
Uffm platten Land ist es nicht besser, hier geht einfach niemand mit seinem Hund, das Wissen um Hunde ist noch geringer und die Grundbedürfnisse scheinen auf Futter beschränkt, nur sehr wenige machen sich Gedanken um Calming Signals, es heisst doch eher: die machen das schon- bei Hofhunden mit zu wenig Artgenossenkontakt keine echte Freude.
Städtische Hunde dagegen zeigen nach meiner Erfahrung mehr Sozialkompetenz (wenn sie denn dürfen)
AAABER- und jetzt bin ich auch Egoist- da kann ich ausweichen
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  #18 (permalink)  
Alt 19.11.2011, 11:57
Benutzerbild von kepri
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Ich wünsch dir das deine Träume uffm Land in Erfüllung gehen, ich fühl mich sehr wohl, nehm dafür auch Kompromisse in Kauf.
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