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  #1 (permalink)  
Alt 15.05.2011, 15:32
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Standard "Rassetypische Charaktereigenschaften" - Gibts die überhaupt?

Aufgrund von Diskussionen hier in anderen Threads kam bei mir die Frage auf, ob man sich als Hundehalter nicht manchmal zu sehr an rassetypischen Beschreibungen orientiert.

Kann es sein, dass man bestimmte Eigenschaften - auch unbewußt - bei seinem Rassehund erwartet und dann vielleicht in sein Verhalten hinein interpretiert?

Gibt es wirklich Charaktereigenschaften, die nur auf die eine oder andere Rasse zutreffen?

Kepri sagte hier an anderer Stelle, ein Hund ist ein Hund.
Machen wir Menschen mehr daraus?

Metaxa
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  #2 (permalink)  
Alt 15.05.2011, 16:08
Benutzerbild von Doggystyle
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Registriert seit: 24.06.2009
Ort: Hessen
Beiträge: 6.461
Standard

Also, eine Garantie für die, die und die Charaktereigenschaft gibt es sicherlich nicht..

Aber allein dadurch, dass die Rassen zu unterschiedlichen Zwecken gezüchtet wurden, kann man schon davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit bestimmter Charaktereigenschaften bei Rasse X höher ist als bei Rasse Y.

Beispiel:

Ein Bologneser, der seit seiner Erstehung vor tausend Jahren, nur dafür gezüchtet wurde niedlich auszusehen und überall mit hingenommen zu werden, hat weniger Jagdtrieb als ein Podenco, dessen Rasse noch sehr ursprünglich genutzt wird.

Ein Retriever, der eng mit seinem Menschen zusammenarbeiten soll, ist eher menschenbezogen als ein Kangal, der im Grunde völlig eigenständig seinen Job machen muss.

Genauso ist ein Border Collie durch seinen Job eher auf Intelligenz angewiesen als ein Shi Tsu und ein Jack Russel-Terrier muss ausdauernder sein als ein Mops.

Schwierig wird es natürlich da durch, dass die wenigsten Hunde (besonders Jagd- und Hütehundrassen) noch "genutzt" werden..
Der durchschnittliche Familienbordercollie wird sicherlich nur einfach angewölften Trieb haben, der Gebrauchshundzüchter wird dagegen Wert auf mindestens vierfach angewölften Trieb legen..
Ihr wisst was ich meine!
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  #3 (permalink)  
Alt 15.05.2011, 16:08
Benutzerbild von mausilla
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Ich würde sagen, ja, es gibt rassetypische Wesenseigenschaften.

Hunde wurden ja seit Generationen auf bestimmte Verhaltensweisen selektiert.

Und wenn ich mir einen Hunde einer bestimmten Rasse anschaffe, kann ich im Regelfall auch bestimmte Eigenschaften erwarten.

In welcher Ausprägung diese auftreten ist individuell und es kommt auch vor dass ganz andre Eigenschaften auftreten, die erwarteten aber nicht.

Weil Vererbung halt ne komplizierte Sache ist. Und nicht immer funktioniert wie gewünscht.

Aber grundsätzlich kann und sollte man schon mit rassetypischen Eigenschaften rechnen bei der Hundeanschaffung.
Und nicht nur, weil Nachbars Dackel vllt. jagdtechnisch eine Niete ist, das von jedem Dackel erwarten.

Und das Wissen um rassetypische Eigenschaften spielt natürlich auch bei der Erziehung eine wichtige Rolle.

Grundsätzlich ist schon ein Hund eben ein Hund. Aber es gibt halt auch feine Unterschiede.
__________________
LG Verena mit Cora und Erwin als Begleiter und Lea und Hero im Herzen


Hundebändigerin und Katzensklavin
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  #4 (permalink)  
Alt 15.05.2011, 17:07
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Zitat:
Zitat von metaxa Beitrag anzeigen
Kepri sagte hier an anderer Stelle, ein Hund ist ein Hund.
Moment, reiss mich nicht aus dem Kontext, sicherlich gibt es rassetypische Eigenschaften, ein Jagdhund ist kein Hüter, ein Terrier kein ruhiger Begleiter, nur sollte alles im Rahmen bleiben, behandeln wir zB den Jagdhund wie einen Jagdhund, fördern wir beim Vorsteher das Vorstehen, ein HV sollte als DER perfekte "Trainer"in der Lage sein die wesentlichen Verhaltenszüge zu erkennen und damit zu arbeiten ohne den Hund analytisch zu verbiegen.
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SchaberNakelUrRumpelKepriStilzchen
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Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson


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  #5 (permalink)  
Alt 15.05.2011, 18:32
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Oh Kepri, habe ich Dich falsch verstanden?

Du schriebst auf Hundeverstehers:
"Wie man mit einem Hund umgehen will, ist erziehungsergebnis dienlich, wenn man die Rasse-Eigenschaften berücksichtigt"

"Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund und dann irgendwann eine Rasse."

Metaxa
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  #6 (permalink)  
Alt 15.05.2011, 19:12
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Ja klar ,es gibt sie .
Es liegt am Züchter und später an den Haltern sie zu fördern und gezielt ein zu setzen
__________________
Viele Grüsse von
Ingrid und Berry

http://www.dshini.net/de/spage/8aa4b...6-882926a9043a

http://www.bretonen-in-not.de/
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  #7 (permalink)  
Alt 15.05.2011, 19:45
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Zitat:
Zitat von metaxa Beitrag anzeigen
Oh Kepri, habe ich Dich falsch verstanden?

Du schriebst auf Hundeverstehers:
"Wie man mit einem Hund umgehen will, ist erziehungsergebnis dienlich, wenn man die Rasse-Eigenschaften berücksichtigt"

"Ein Hund ist ein Hund ist ein Hund und dann irgendwann eine Rasse."

Metaxa
Nein Metaxa, da wars schon so gemeint, es nervt einfach wenn man ständig nur nach dem warum sucht -was war- und sich damit unnötig blockiert, du weisst selbst wie schnell sich selbst der geschundenste Hund erholen kann (nicht jeder), Hunde leben im Hier und Jetzt, das sollten wir nutzen.
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  #8 (permalink)  
Alt 15.05.2011, 19:58
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Danke Kepri, stimmt.

Metaxa
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  #9 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 06:54
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Schliesse mich meinen Vorredner an. Hunde können sehr unterschiedlich sein auch innerhalb einer Rasse.
Jeder Hund ist wieder eine Persönlichkeit für sich

Ich schliesse mich auch Kepris Worten an. .
Die Feinfühligkeit und manchmal auch das Fingespitzengefühl sollten zum Einsatz kommen, wenn es um Erziehung, Therapie etc. geht.
Mir als Hundetrainer hilft es natürlich, wenn ich etwas mehr über den Hund weiss. Somit weiss ich auch, auf was ich mich einstellen kann und habe evtl. schon im Vorfeld eine Idee, wie man es angehen kann.

Kennt man einen Hund schon eine Weile, kennt man auch seine Macken, Vorlieben und eben seine Charaktereigenschaften. Dann spielt die Rassenkonstellation eine sekundäre Rolle.
__________________
Gaby, CH-Krause

Versuche dein Hund zu verstehen, er wird es dir mit bedingungsloser Freundschaft danken
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  #10 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 07:10
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Ich glaube auch, dass sich Charaktereigenschaften vererben können, aber für mich ist der Jagdtrieb keine Charaktereigenschaft, sondern ein natürlicher Instinkt. Wie das Wort "Trieb" eben schon beschreibt... - über das Wesen sagt das eher nichts. Das sollte man m.E. unterscheiden. Vom Wesen her können Jagdhunde lieb, ruhig, stürmisch, quirlig, alles Mögliche sein.
Gleiches gilt für mich übrigens auch für den Hütetrieb, auch hier können die Hunderassen vom Charakter her total unterschiedlich sein...
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