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  #11 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 09:31
Benutzerbild von segugioschoko
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Bei dieser Diskussion fällt mir Kenny, die Schwarzwildbracke ein. Er kommt aus einer Zucht für die Jagd. Und was macht Kenny? Er prollt durch die Gegend, ständig auf der Suche nach anderen Rüden, bei denen man mal sehen kann, was so geht und wo man so steht. Wozu die Nase gut ist, weiß Kenny nicht. Aber wie man Tupperdosen und Reißverschlüsse öffnet, um sich um die Schulbrote der Kinder zu kümmern, das weiß Kenny. So geht Kenny "auf Jagd". Aber Fährtenarbeit ist für Kenny überhaupt nichts. Wüsste ich nicht, dass er weit entfernt ist mit Allegras Vorfahren verwandt ist, ich würde nicht glauben, dass er "ein Jadghund" ist.

Fazit für mich: Es gibt sicherlich rassetypische Anlagen, die aber auch verkümmern können, wenn sie nicht genutzt werden, für den Hund keine Vorteile bzw. keine Befriedigung bringen, er einfach anders gestrickt ist. Mit Charakter hat das für mich aber erstmal nicht so viel zu tun.
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Pizzahunde www.hundehilfe-mariechen.de
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Geändert von segugioschoko (16.05.2011 um 10:36 Uhr).
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Alt 16.05.2011, 09:52
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Blinzeln

Zitat:
Zitat von Doggystyle Beitrag anzeigen
Also, eine Garantie für die, die und die Charaktereigenschaft gibt es sicherlich nicht..

Aber allein dadurch, dass die Rassen zu unterschiedlichen Zwecken gezüchtet wurden, kann man schon davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit bestimmter Charaktereigenschaften bei Rasse X höher ist als bei Rasse Y.

Beispiel:

Ein Bologneser, der seit seiner Erstehung vor tausend Jahren, nur dafür gezüchtet wurde niedlich auszusehen und überall mit hingenommen zu werden, hat weniger Jagdtrieb als ein Podenco, dessen Rasse noch sehr ursprünglich genutzt wird.

Ein Retriever, der eng mit seinem Menschen zusammenarbeiten soll, ist eher menschenbezogen als ein Kangal, der im Grunde völlig eigenständig seinen Job machen muss.

Genauso ist ein Border Collie durch seinen Job eher auf Intelligenz angewiesen als ein Shi Tsu und ein Jack Russel-Terrier muss ausdauernder sein als ein Mops.

Schwierig wird es natürlich da durch, dass die wenigsten Hunde (besonders Jagd- und Hütehundrassen) noch "genutzt" werden..
Der durchschnittliche Familienbordercollie wird sicherlich nur einfach angewölften Trieb haben, der Gebrauchshundzüchter wird dagegen Wert auf mindestens vierfach angewölften Trieb legen..
Ihr wisst was ich meine!


Und weil das so ist kommt man nicht umhin, doch analytisch nachzuschauen welche angeborenen Charakteren bei Mischlingshunden man vorfindet um den einzelnen Hund an der Stelle abholen zu können.

Denkanstoß-Beispiel:
Ob ein Hund an der Leine zieht hat zu allererst etwas mit dem Umgang-Verständnis des HH zu tun, wie heftig der Hund gleichmal in die Leine geht, hat dann aber auch ganz viel mit der angeborenen Bewegungs-Heftigkeit der Rasse/Mix-Rassen gleichmal zu tun.

Dieses muss man analytisch berücksichtigen, und nicht vorschnell meinen der Hunde leide am "Ohren-Durchzug-Gen".

SO individuell wie man als HT sich über die "IPS-des HH" die Gedanken machen muss,
ist es notwendig den Hund, jeden Hund als Individium zu sehen,
und wenn er ein Mix ist dann muss man schon tiefer schürfen MÜSSEN !!!




Geändert von hundeversteher-nrw (16.05.2011 um 10:13 Uhr).
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  #13 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 10:42
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Zitat:
Zitat von Berry Beitrag anzeigen
Ja klar ,es gibt sie .
Es liegt am Züchter und später an den Haltern sie zu fördern und gezielt ein zu setzen
Richtig!

Die Züchter beachten/berücksichtigen "die Anlagen" und der Halter sorgt im Umgang später wie stark die angezüchteten Anlagen nicht-gefördert oder gerade die heftig gefördert werden.

Bei einem Hund ohne klare Rassezuordnung (MIX-Rassen)und "ohne Herkunftsdaten", muss man eine Weile das Individuelle Verhalten zulassen müssen um erkennen zu können welche Verhaltensweisen der Hund in unserem Lebensumfeld, in welchen Situationen zeigen will/oder heftigst auspackt!
Weil man keine Vorlagen/Vorerfahrung hat wie es bei einem RASSE-Hund so üblich ist und den Züchter befragen kann "was als bekannt kommen wird u. könnte".

Selbstverständlich muss dieses individuelle "Zeigen-lassen-müssen" mit der nötigen Umsicht und Vorsicht erfolgen und die Verletzungsgefahr muss gegen "0" vorsichtig bedacht und gedacht werden.

Das dann erkannte Verhalten muss repräsentativ sein, und reine Einzelfall-Bewertungen führen zum falschen Therapie-Ansatz.
Mal eben tun ohne analytische Vorgehensweise ist nicht, wenn man keine Vorgeschichte kennt.
Um nicht mißverstanden zu werden, betone ich ausdrücklich,
bezieht sich meine Ausführung nicht auf die Grund-Kommando-Verhaltensweisen(Sitz, Platz, Bei Fuß!).

Geändert von hundeversteher-nrw (16.05.2011 um 19:13 Uhr).
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  #14 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 10:54
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Zitat:
Zitat von hundeversteher-nrw Beitrag anzeigen
Bei einem Hund ohne klare Rassezuordnung (MIX-Rassen)und "ohne Herkunftsdaten", muss man eine Weile das Individuelle Verhalten zulassen müssen um erkennen zu können welche Verhaltensweisen der Hund in unserem Lebensumfeld, in welchen Situationen zeigen will/oder heftigst auspackt!
Nee, bei uns steht die Hausordnung ab Tag 1, der Hund bekommt sofort einen stabilen Rahmen in dem er sich orientieren kann, zeigt er ein unerwünschtes verhalten wird sofort daran "gearbeitet", nicht erst wenn es sich etabliert hat. Unerwünscht bleibt immer unerwünscht, das Lebensumfeld dazu ist mir wurscht.

Zitat:
Das dann erkannte Verhalten muss repräsentativ sein, und reine Einzelfall-Bewertungen führen zum falschen Therapie-Ansatz.
Mal eben tun ohne analytische Vorgehensweise ist nicht, wenn man keine Vorgeschichte kennt.
Gerade im ersten Jahr wirst du hinter jeder gerade bearbeiteten Baustelle eine neue unverhoffte Baustelle finden, analysier du ruhig noch ein Weilchen, der Hund wird es dir danken, denn in dieser Zeit bleibt er orientierungslos
__________________
SchaberNakelUrRumpelKepriStilzchen
------------------------------------------------------------------------------------

Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson


http://kepri.jimdo.com/

Geändert von kepri (16.05.2011 um 10:56 Uhr).
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  #15 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 11:06
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Zitat:
Zitat von kepri Beitrag anzeigen
Gerade im ersten Jahr wirst du hinter jeder gerade bearbeiteten Baustelle eine neue unverhoffte Baustelle finden, analysier du ruhig noch ein Weilchen, der Hund wird es dir danken, denn in dieser Zeit bleibt er orientierungslos
Sehr treffend

Wenn Hund und Mensch aufeinander treffen, sind erst mal beide "orientierungslos". Man muss sich zuerst kennen lernen.
Aaaaber wie Kepri schon schreibt, Strukturen müssen schon vom ersten Tag an gegeben werden.
Ein Hund fühlt sich so auch viel schneller wohl und weiss woran er sich orientieren kann.
Dann gibt es Baustellen, die manchmal nicht mehr zu "beseitigen" sind. Man kann aber lernen damit umzugehen, Mensch wie Hund.
__________________
Gaby, CH-Krause

Versuche dein Hund zu verstehen, er wird es dir mit bedingungsloser Freundschaft danken
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  #16 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 11:49
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Zitat:
Zitat von tutnix Beitrag anzeigen
Sehr treffend

Wenn Hund und Mensch aufeinander treffen, sind erst mal beide "orientierungslos". Man muss sich zuerst kennen lernen.
Aaaaber wie Kepri schon schreibt, Strukturen müssen schon vom ersten Tag an gegeben werden.
Ein Hund fühlt sich so auch viel schneller wohl und weiss woran er sich orientieren kann.
Dann gibt es Baustellen, die manchmal nicht mehr zu "beseitigen" sind. Man kann aber lernen damit umzugehen, Mensch wie Hund.

Und wie (was machst Du genau) stellst DU diese Baustellen fest, von dehnen Du glaubst dass diese nichtmehr beseitigt werden können????
Schreibe mal ein konkretes Beispiel, das man erkennen kann wie es abläuft?


???


LG

Geändert von hundeversteher-nrw (16.05.2011 um 11:54 Uhr).
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  #17 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 11:56
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Ein früh erlebtes Trauma, ein Welpe der vernachlässigt wurde z.B.. Als erwachsener Hund wird er ziemlich sicher an Verlustängsten leiden.

Welches Trauma der Hund erlebt hat weiss man nicht, Ergebnis ist aber die Verlustangst.
Damit muss ich als Huha leben können, eine Baustelle die zeitlebens immer bleiben wird.
Es kann zwar daran gearbeitet werden, ganz wegbringen tut man das nicht.
__________________
Gaby, CH-Krause

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  #18 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 18:38
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Zitat:
Zitat von tutnix Beitrag anzeigen
Ein früh erlebtes Trauma, ein Welpe der vernachlässigt wurde z.B.. Als erwachsener Hund wird er ziemlich sicher an Verlustängsten leiden.

Welches Trauma der Hund erlebt hat weiss man nicht, Ergebnis ist aber die Verlustangst.
Damit muss ich als Huha leben können, eine Baustelle die zeitlebens immer bleiben wird.
Es kann zwar daran gearbeitet werden, ganz wegbringen tut man das nicht.
Was ist unter "Welpe-Vernachlässigung" konkret gemeint, dass daraus ein Trauma-Erlebnis wird ?



LG
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  #19 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 18:41
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Zitat:
Zitat von hundeversteher-nrw Beitrag anzeigen
Schreibe mal ein konkretes Beispiel, das man erkennen kann wie es abläuft?
DU forderst ein konkretes Beispiel?!

Das ist echt lustig.. Ironie pur!

Ich halte dich doch für intelligent genug mit ein bisschen Gehirnjogging selbst auf ein Beispiel zu kommen..
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  #20 (permalink)  
Alt 16.05.2011, 19:08
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Zitat:
Zitat von Doggystyle Beitrag anzeigen
DU forderst ein konkretes Beispiel?!

Das ist echt lustig.. Ironie pur!

Ich halte dich doch für intelligent genug mit ein bisschen Gehirnjogging selbst auf ein Beispiel zu kommen..
Willst Du das ich jetzt vorsage was darunter zu verstehen ist?

Nicht "jede Vernachlässigung" traumatisiert und deshalb die Nachfrage um welche es sich handeln könnte.


LG
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