Partner im Netzwerk livingathome.de


Zurück   dogs Magazin - Forum > Erziehung & Verhalten

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
  #1 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 10:04
Benutzerbild von Varghona
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.02.2011
Beiträge: 2.781
Standard Was muss der Hund wirklich können??

Guten Morgen,

heute Morgen habe ich noch mal so alles mögliche überlegt, was Naya gut kann, was nicht, welche Übungen ich gut finde, welche nicht und dabei ist mir aufgefallen, dass ich mal für mich aussortieren muss, welche Übungen für mich und meinen Hund wirklich Sinn machen.

Also, welche lerne ich evtl. nur für das Hundetraining, brauche sie aber wohl im Alltag nie.
Welche Übungen brauche ich dringend im Alltag und sollten deshalb ein ganz großes Gewicht bekommen?

Was meint ihr? Welche Befehle nutzt ihr wirklich oft?

Naya kennt ja jetzt z.b. drei verschiedene Warte Übungen. Das sie warten lernt, finde ich sinnvoll, aber brauche ich alle drei?

Dann denke ich über manche Hör-, Sichtzeichen und welche Sachen über Körpersprache gehen können / sollen?

Fichtelmaier arbeitet ja viel mit Körpersprache, was ich grundsätzlich schön finde. Aber: weder mein Mann noch meine Kinder können sich auf den Punkt einer tollen Körpersprache bedienen. Ich selber auch nicht immer. Ist das also für mich wirklich sinnvoll?

Z.B. das in die Knie gehen, wenn der Hund sitz machen soll. Das habe ich jetzt für mich in die Ecke geschmissen - so sinnbildlich. Wenn ich mit dem Hund in der Stadt unterwegs bin, dann gehe ich nicht im engen Rock in die Hocke. Basta.

Letztens habe ich einer Freundin geholfen, bei einer Übung, die sie mit ihrer Hündin macht. Die soll lernen, dass die Hörzeichen immer gelten, also geht meine Freundin mit ihr und sagt zwischendurch "Sitz" und geht weiter und der Hund soll "sitz" machen und da bleiben.

Wann braucht man das im Alltag?
Mit Zitat antworten
  #2 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 12:04
Benutzerbild von nimm2
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.01.2010
Ort: Bodensee, Schweiz
Beiträge: 2.721
Standard

Das Thema hatten wir vor Kurzem schon mal, aber da ich heute früh mit meiner Spaziergangsfreundin auch gerade den "Kommandokatalog" diskutiert habe , gerne nochmals:

- Schnalzen (für die Aufmerksamkeit)
- Sitz
- Bleib
- Warten (wenn sie vorausrasen, d.h. dann an Ort bleiben und warten bis ich da bin)
- Komm hier (zu mir kommen und setzen)
- Komm mit (weitergehen)
- jetzt lauf (zum Auflösen)
- da lang (aus der Ferne, mit Handzeichen)
- raus da (Ackerschutz und Kanalisationsröhrenerkundungsverbot)
- mit mir (anstelle von "Fuss", das ist "verbraucht")
- gib's (anstelle von "aus", auch verdorben...)
- fertig (Stopp bei Katzenjagd und Mäusebuddeln)
- ins Bett
- Platz (neu und völlig nutzlos)

(alles übersetzt, meine Kommandos sind Schweizerdeutsch )

Ne ganze Menge eigentlich, hat sich aber einfach so ergeben mit der Zeit.

Wenn wir "Jagd" spielen, flüstere ich oft oder mache nur Zeichen, bei "mit mir" - meiner Version von "Fuss" - z.B. zeige ich neben mir Richtung Boden. Die Aufmerksamkeit ist bei solchen Spielen am höchsten, da reichen Zeichen völlig aus.

Ich möchte die Zeichensprache gerne weiter ausbauen; ich rede unterwegs so wenig als möglich mit den beiden, das ständige Kommandobrüllen bei zweien ist nervig...

Zitat:
Zitat von Varghona Beitrag anzeigen
also geht meine Freundin mit ihr und sagt zwischendurch "Sitz" und geht weiter und der Hund soll "sitz" machen und da bleiben.
Wann braucht man das im Alltag?
Auf der alltäglichen Jagd

Oder und vor allem, wenn man mit dem Kotbeutel zum "Robidog" gehen muss und die Hunde nicht mitnehmen will
__________________
Herzlichst, Susann
Mit Zitat antworten
  #3 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 12:06
Benutzerbild von gretacaro
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 09.09.2007
Ort: zurück in Hamburg
Beiträge: 1.028
Standard

Ich habe alle "Befehle" ebenfalls auf das Notwendigeste runtergeschraubt.

Wichtig für uns ist :

"Stopp"

"Bleib"

"Hier"

"Sitz" und "Platz" beherrscht Jacky zwar, finde ich aber nicht ganz so wichtig.
Mit Zitat antworten
  #4 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 12:15
Benutzerbild von Chocoaussie
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 14.03.2011
Ort: Chemnitz
Beiträge: 9
Standard

also wichtig ist für mich im täglichen leben ansich nur

sitz, platz (auf jede entfernung hin), hopp, steh und bleib und natürlich abrufen, was ich auf pfiff mache
__________________
Greets Jenny mit Collin
Mit Zitat antworten
  #5 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 12:27
Benutzerbild von Boxi
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 22.02.2010
Ort: Hamburg
Beiträge: 656
Standard

Zitat:
Zitat von Varghona Beitrag anzeigen
also geht meine Freundin mit ihr und sagt zwischendurch "Sitz" und geht weiter und der Hund soll "sitz" machen und da bleiben.
Wann braucht man das im Alltag?
Das ist ja eine typische Übung aus der BH, das sitz aus der Bewegung. Ich benutze das im Alltag tatsächlich recht regelmäßig, weil mein Hund beinahe immer freiläuft - so lasse ich sie an übersichtlichen Stellen oder am Straßenrand, wo parkende Autos sind, schnell absitzen und ich gehe weiter um die Lage zu checken. Konsequenterweise muss ich dann natürlich wieder zurückgehen und sie abholen, denn das abrufen aus dem Sitz ist im Hundesport ja ein No Go

Ich würde noch ergänzen:
- langsam (wenn sie schnell vorflitzen will, kann ich sie dadurch bremsen, ohne dass sie anhalten oder zu mir kommen muss)
- hopp
- nimms (erlaube ihr damit, Dinge zu essen oder aufzunehmen)
- hand (als Gegensatz zu Fuß, bedeutet an der rechten Seite laufen)
- hierbleiben (darf sich freibewegen, allerdings nur in einem Radius von 3 Metern oder so)
__________________
www.boxernothilfe.de
Mit Zitat antworten
  #6 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 12:40
Benutzerbild von mausilla
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 12.04.2009
Ort: fast schon in Polen
Beiträge: 1.699
Standard

Also was ich nie wieder gebraucht habe ist korrektes, hundeplatzmäßiges Bei Fuß gehen und ebensolche Wendungen.

Was mir wichtig ist:

Hier und zwar immer und sofort, aber ob sie nun grade oder schräg oder sonstwie dann vorsitzen ist mir egal.

Sitz, brauch ich auch ziemlich oft. Muß auch auf Entfernung (im Freilauf) klappen, wenn Radfahrer oder Fußgänger kommen.

Fuß ist bei uns einfach laufen an lockerer Leine.

Warte, bedeutet ruhiges abwarten bis ich bspw. vom Bäcker wieder rauskomme.

Aus - ganz wichtig bei meinen wandelnden Müllschluckern.

Halt, also bleib stehen wo du grad bist.

Schluß jetzt! Ultimativer Befehl zu unterlassen was Hund grad tut. Wie exzessives buddeln, rumprollen, Katzen scheuchen oder anderes.

Mehr brauche ich eigentlich nicht, alles andre sind nette Tricks, aber nicht wirklich notwendig.

Und das wenigste davon sind Sachen die man auf dem Hundeplatz bzw. für die BH lernt.
__________________
LG Verena und die Rentnergang


Hundebändigerin und Katzensklavin
Mit Zitat antworten
  #7 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 17:43
Benutzerbild von Varghona
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 08.02.2011
Beiträge: 2.781
Standard

Zitat:
Zitat von Boxi Beitrag anzeigen
Das ist ja eine typische Übung aus der BH, das sitz aus der Bewegung. Ich benutze das im Alltag tatsächlich recht regelmäßig, weil mein Hund beinahe immer freiläuft - so lasse ich sie an übersichtlichen Stellen oder am Straßenrand, wo parkende Autos sind, schnell absitzen und ich gehe weiter um die Lage zu checken. Konsequenterweise muss ich dann natürlich wieder zurückgehen und sie abholen, denn das abrufen aus dem Sitz ist im Hundesport ja ein No Go
Bei sowas habe ich bei Ben Fuß gesagt und dann ging er ja neben mir. Warum soll er da alleine sitzen und ich renn hin und her? Muss ich nochmal drüber denken!

Ben konnte Halt, Sitz, Platz, du wartest, komm, Fuß, Aus.

Ich arbeite auch viel mit Zeichen.

Bei Ben war es immer der Pfiff, damit er guckt und dann über Entfernung die erhobene Hand fürs Warten. Das fand ich immer gut. Sitz und Platz hatten wir selten.

Wenn ich es so recht bedenke.

Fuß häufiger.

Und er kann ein paar Tricks: toter Hund, Pfötchen, spazieren auf den Hinterbeinen sowas halt ...................
just for fun

Was ich überlege ist das Einführen von links und rechts.
Das kann der Hund einer Bekannten und das ist gar nicht schlecht.
Gerade bei zwei Hunden ist es schön, wenn es jeder gewohnt ist auf jeder Seite zu gehen oder auch die Seite auf Befehl zu wechseln. Gerade ohne Leine.

Macht das jemand von euch?

Übrigens habe ich auch immer für mich gesagt, dass mir das wichtigste ein sicheres Komm ist. Und ein gutes Abbruchsignal wie Nein oder Aus.

Was ich bei Naya super finde ist, dass sie auch auf ganz leise Töne hört. Da kann man Komm flüstern und sie kommt.

Liegt das an der Rasse?

Ben hat bei sehr nett gesagten Befehlen immer geguckt, ob ich es ernst meine. Erst wenn ich es streng wiederholt habe, dann hat er es gemacht. Aber er hatte nie Schiss.

Wenn ich bei Naya die Stimme erhebe, dann merkt man, dass sie sich sofort unwohl fühlt. Ben geht sowas am Schnauzerhintern vorbei. :-)
Mit Zitat antworten
  #8 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 18:55
Benutzerbild von anyachrissi
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 15.02.2010
Beiträge: 1.047
Standard

Varghona,
extrem wichtig bei meinem pubertierenden Jagdhund: das HIIER und Sitz und Warte.
damit es auch funktioniert, WENN dann mal doch ein interessantes Tier zu sehen ist und Monsieur in Startposition (Ohren nach vorne, Körper starr und schräg nach vorne) sich NICHT mehr ablenken lässt .
da muss das HIIER funktionieren.
Warte: bei Weggabelungen muss er warten. das Platz dabei üben wir, ist er noch zu jung für. ich bin der Rudelführer, ich schecke und gehe vor. DAS klappt auch eigentlich zu 99%.
Sitz geht immer. auch wenn er 20 m entfernt ist. nur das Platz nicht....grübel....

Er geht rechts von mir und muss bei jeder Strassenüberquerung Sitz machen. mit einem leisen Sitz geht das sofort.

er rafft aber nicht, im Auto, wir haben nen Kombi, im Auto Sitz zu machen und auf unser Kommando runter zu springen...
echt strange...

'hopp' ist klar, macht fun und da steht er drauf.

er kann unterscheiden in 'decke' und *Körbchen*.

'suuuuch' ist klar. *hol den Ball* auch.

der Bub horcht OHNE ZU ZÖGERN auf mein Zungenschnalzen, das ersetzt das Hierher auf kurze Distanz. dreht sich sofort um und kommt. mein kerniges 'zack zack ' dreht er sich sofort von der fremden Gartentüre um und kommt zu mir.
auch so eine merkwürdige Sache.


Garmin läuft links, weil ich die BH Prüfung machen möchte , da ich mit ihm weiterarbeiten möchte. nach der Junghundegruppe aufzuhören und seine Begabung nicht zu fördern, wären Perle vor die Säue werfen und auch nicht Rassegerecht.

so spielchen wie *totstellen' finde ich persönlich ein wenig geschmacklos.
uff. hoffe, habe nichts vergessen.
Lg
anyaChrissi

P.S. Fichtelmayr finde ich total klasse! das buch mit der welpenerziehung hat mir echt gut geholfen und die Sprache des Hundes verständlich gemacht.
dieses tiefe Knurren zum Bsp. mache ich nur, wenn er gar nicht gehorcht. oder wenn er mich anknurrt.
hat er 2x gemacht - halt Pubertät - als ich ih´n vom Kopfkissen verjagen wollte.
da habe ich laut AUS gesagt, mich aufgebläht, Hände in die Hüften, tiiiief geknurrt, und wortlos aufs Körbschen gezeigt. ... der Hund ist fast auf dem Bauch in das Körbchen gekrochen. hat mir auch leid getan, aber er darf nicht knurren und meinen Befehl missachten und noch was Verbotenes tun..
seitdem gab es keine Grundsatzdiskussion mehr!

Geändert von anyachrissi (15.03.2011 um 18:59 Uhr).
Mit Zitat antworten
  #9 (permalink)  
Alt 15.03.2011, 22:20
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 26.07.2009
Ort: Hamburg
Beiträge: 5.897
Standard

Der Hund soll sich an den HH orientieren.
Heisst unaufgefordert seine Nähe suchen.
Und nicht verschwinden so bald ein Blättchen weht.
Alles andere ist goodie für den HH.
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
Mit Zitat antworten
  #10 (permalink)  
Alt 16.03.2011, 06:56
Benutzerbild von kahuna
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 11.06.2009
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.913
Standard

Varghona willst du später mit Naya Hundesport machen?

Ich nutze z.B. das Sitz weggehen/wiederkommen zum Dummy apportieren. Pelle muss sitzen, ich verstecke den Dummy, komme zurück, löse ihn aus und er darf suchen.
Im Alltag kann das interessant sein, wenn ich will, dass mein Hund wartet, genau auf der Stelle bis ich wieder komme (neulich hatte ich den Autoschlüssel vergessen und habe ihn so im Hof warten lassen).

Links/rechts laufen finde ich ein sehr sinnhaftes Kommando.
Wir spielen Treibball und mit links/rechts wird dem Hund angezeigt welchen Ball er als nächstes treiben soll (wir üben noch...)
Und im Alltag steuere ich Pelle so an engen Strassen. Er läuft normaler Weise links, sehe ich aber dass uns auf einem engen Bürgersteig eine Frau mit Kleinkind entgegenkommt dann lasse ich ihn rechts laufen um Rücksicht zu nehmen. Genauso an seinen Lieblings-Schnüffelstellen in der Geschäftsstrasse, da soll er dran vorbei und das klappt viel besser wenn er nicht allzu nah dran vorbei muss und so den entgegenkommenden Menschen vor die Füsse läuft.
Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Trackbacks are Aus
Pingbacks are Aus
Refbacks are Aus


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:11 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.6.12 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Search Engine Friendly URLs by vBSEO 3.2.0