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  #1 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 11:03
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Registriert seit: 11.03.2011
Beiträge: 4
Standard Hund hat Angst angefasst zu werden

Hallo,

meine Freundin und ich haben einen zweiten Hund (Border Collie, eineinhalb jahre alt) dazubekommen, der bei seinen Vorbesitzern bedauerlicherweise sehr vernachlässigt wurde.

Dieser hat Angst vor Fremden, welche wir versuchen ihm auszutreiben.

Jetzt gab es gestern allerdings einen Zwischenfall, meine Freundin hat ihn aus dem Auto gelassen und der Hund rennt dann auf die Straße (hat er zumindest versucht) ...ich versuchte ihn davon abzuhalten und hab ihn noch zu fassen bekommen, allerdings habe ich ihm dabei wohl wehgetan weil er kurz fiepte...

Also der Hund ist in ein neues Leben gekommen, und sollte jetzt allerdings bessere Erfahrungen machen... das ist wohl gründlich schief gelaufen^^

Meine Freundin ist der Auffassung dass der Hund durch dieses Erlebnis jetzt immer Panik schiebt wenn ihn einer plötzlich von hinten anpackt, und dass ich ihm das wieder austreiben solle...

Jetzt meine Frage: Wie kann ich dem Hund jetzt die Angst wieder nehmen wenn ihn plötzlich einer von hinten packt ohne dass er gleich zuschnappt oder sonstiges? Kann ich irgendwelche Übungen dazu machen?

Vielen Dank im Vorraus =)

LG NDD
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  #2 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 11:35
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hi, also meine erfahrung ist, dass jeder hund schnappen kann, wenn man ihn unerwarteterweise am hinterteil packt. zumindest ist es ein reflex den kopf nach hinten zu drehen (kannst es ja mal bei anderen hunden ausprobieren).

ich würde euern neuen hund viel streicheln, ganz ruhig mit ihm umgehen und ihn viel ausruhen lassen in seinem neuen zuhause.
vertrauen kriegt man nicht geschenkt und es bedarf manchmal sehr viel zeit, bei einem so beschriebenen hund das Vertrauen zu wecken.

lasst euch zeit und sag deiner freundin, dass das nicht von heute auf morgen klappt. manchmal dauert es jahre. je nachdem, was euer hund erlebt hat!

viel erfolg und v.a. wünsche ich euch viel geduld mit eurem hund,
minni
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  #3 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 12:37
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Beiträge: 4
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ah oki danke =)

Wobei ich den Border Collie ja so oder so anfassen kann, weder bei mir noch bei meiner Freundin hat er je zugeschnappt... da hat er ein enormes Vertrauen zu... macht es vllt. Sinn vllt. fremde einzuladen die dann warten bis er auf sie zu kommt, dann erstmal ein Leckerlie und dann mit der Zeit langsam anfangen zu streicheln? Wäre das ne Idee?

Aber das mit dem Streicheln und der Zuneigung ist ein guter Tipp danke =)
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  #4 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 12:59
Benutzerbild von colliemama
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Warum muss sich euer Border denn von Fremden streicheln lassen wollen? Seit ihr drauf angewiesen, ihn mal in fremde Hände geben zu müssen o.ä?
Wenn es nicht unbedingt sein muss, dann würde ich es auch nicht erzwingen. Grade (Border)Collies sind sehr sensibel und deiner hat zudem wohl noch eine schlechte Prägephase erlebt. Keine unserer Colliehündinnen hat es jemals genossen, von Fremden gestreichelt zu werden. Sie haben es lediglich mal tapfer ertragen, wenn es denn "mal sein musste".
Insofern würde ich wirklich nichts "erzwingen", weder dass er von euch und erst Recht nicht, dass er von Fremden gestreichelt wird. Je mehr du einen Collie zu etwas drängst, detso mehr zieht er sich in sich zurück und steigert sich in seine Ängste.
Klar ist es gut, immer mal wieder (fremde) Freunde einzuladen, aber die sollten den Hund am besten gar nicht beachten.
Vielleicht zeigt er irgendwann tatsächlich einmal Interesse an "Fremden", aber vielleicht auch nie. Und dann ist es doch auch ok.
Mein jetziger Collie, ein Rüde, ist da ganz anders. Er liebt es, im Mittelpunkt zu stehen und von allen bewundert und gestreichelt zu werden. Das war für mich eine ganz neue Erfahrung, da ich es bisher eben ganz anders gewohnt war. Bei unseren bisherigen Hunden hörten oft von Leuten: "Na der ist aber wieder stolz heute.", wenn sie, "Nase hoch", an Fremden vorbeigegingen oder gar auswichen, wenn sie gestreichelt werden sollten. Das fand ich eigentlich ok, so hatte nie Angst, dass sie "mitgeschnackt" werden würden. Mein jetziger würde mit jedem mitgehen, der ihn nur ausreichend bewundert

Gruß Colliemama
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  #5 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 13:26
Benutzerbild von frisbee
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Ort: Kiel
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Ich finde schon das Wort "austreiben" deplaziert. Angst kann man nicht "austreiben" - schon gar nicht mit Zwang. Wie die anderen schon schrieben: Ängste zu verlieren heißt Bindung und Vertrauen aufzubauen, vorrangig erst einmal zu Euch. Deswegen solltet Ihr Situationen wie die am Auto meiden, also wo Du zwangsläufig zupacken musstest. Der Hund sollte im Auto gesichert / angeleint werden, damit er nicht einfach rausspringen und weglaufen kann. Natürlich erschrickt er sich, wenn ihn jm. von hinten packt. Geht ruhig und fürsorglich mit ihm um, führt ihn behutsam an Neues heran, dann wird er von allein auftauen. Aber ich stimme colliemama zu: ich würde meinen Hund nicht zwingen, sich von jedem Fremden anfassen zu lassen.
Gebt ihm erst einmal Zeit, sich einzugewöhnen. Wie lange habt Ihr ihn denn überhaupt?
__________________
Liebe Grüße Uta & Filou

Geändert von frisbee (11.03.2011 um 14:01 Uhr).
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  #6 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 13:58
Benutzerbild von tutnix
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Ort: Innerschweiz
Beiträge: 1.067
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Als erstes sollte der Hund bei euch mal zur Ruhe kommen.
Wichtig ist auch ihn wenig beachten, nicht dauernd mit ihm sprechen oder streicheln. Lasst ihn erst mal "ankommen".

Borders sind sensible Hunde und wenn euer Hund vorher keinen guten Platz hatte und evtl. schlecht auf Umweltreize geprägt worden ist, dann müsst ihr das langsam angehen.

Nicht zu viel erwarten und selber ganz viel Ruhe austrahlen und versuchen keine Hektik zu verbreiten.


Am besten, ihr sucht euch einen guten Hundetrainer.
__________________
Gaby, CH-Krause

Versuche dein Hund zu verstehen, er wird es dir mit bedingungsloser Freundschaft danken
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  #7 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 14:17
Benutzerbild von gretacaro
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Hallo,
was "tutnix" schreibt kann ich nur unterstreichen.
Nicht zu "viel" wollen.
Laß eurem Hund Zeit alles zu beobachten und er wird von allein kommen.
Gut aufpassen, denn ängstliche Hunde können schnell einmal "schnell" reagieren, deshalb empfehle ich euch ihn erst einmal gut an der Leine zu halten.
Mein Hund hatte panische Angst vor Besuchern, das zeigt er auch heute noch wenn es an der Haustür klingelt.
Aber es vergehen jetzt nur wenige Minuten und seine Neugier gewinnt Oberhand, insofern das er sich ersteinmal neben unseren Besuch legt. Wenn er dann nach kurzer Zeit des "Nichtbeachtens" gestreichelt wird, dann ist er regelrecht "happy" :-)
Geduld ist hier das Zauberwort ;-) , "Angst" kann man leider nicht austreiben ;-)
Ich wünsche euch ganz viel Erfolg !
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  #8 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 15:13
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hm okay...

also wir haben ihn inzwischen so weit, dass er nicht mehr in die Leine springt, fremde hunde anbellt etc.
im gegenteil sucht er eher schutz bei einem von uns =)

aber nicht dass wir uns falsch verstehen, wir wollen ihn nicht zwingen auf fremde zuzugehen, nur es ist ein total neugieriger hund der dem anderen Hund gern folgt und auch gern an fremden schnuppert, nur schnappt er auch gern mal bei zu schnellen Bewegungen zu und das soll er nicht =(

hm das mit den hektischen Bewegungen ist so ne Sache... ich reagier oft reflexartig, so wie z.B. an der Straße... in so Momenten reagier ich schnell und unüberlegt, für mich war nur eine Situation: Hund rennt auf Straße = Gefahr...

Wär einfach schön wenn der Hund kein Leben in Angst und Schrecken hätte weil er bei seinen Besitzern keinen Schutz vermutet, dadurch dass ich ihn zum Fiepen gebracht habe =(

er schnappt und bellt auch ganz gern wenn er sich bedrängt fühlt... ...

danke für die tipps =)
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  #9 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 18:29
Benutzerbild von Blueheeler06
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hm, wenn ich mich bedrängt fühle, und ein Hund wäre würde ich das auch mache, und iw auch zurecht.
__________________
Schreibfehler sind lediglich Specialeffects meiner Tastatur.

Ein linker Hund, hat meist kein Fell.
Liebe grüße Cori&Bouni

http://www.facebook.com/cordula.breitinger
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  #10 (permalink)  
Alt 11.03.2011, 19:59
Benutzerbild von gretacaro
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Ort: zurück in Hamburg
Beiträge: 1.028
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Wie lange lebt der Hund schon bei euch?
Das hört sich doch alles recht gut an.
Es wird sicher immer einmal die eine oder andere Situation geben in der Du zupacken wirst um "Schlimmeres" zu verhindern.
Ich kann mir nicht vorstellen das sich aus dem von Dir geschildertem Erlebnis gleich ein "Trauma" entwickeln wird.
Es gab einige Ereignisse mit meinem Hund in denen ich reagieren mußte und dabei wenig Rücksicht auf seine Befindlichkeiten nehmen konnte. Ich hatte immer das Gefühl das er das "richtig" verbucht hat.
Ich finde ihr macht euch die richtigen Gedanken und solltet dieses Erlebnis einfach abhaken.
Liebe Grüße,
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