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  #21 (permalink)  
Alt 22.07.2010, 16:16
Benutzerbild von nimm2
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Registriert seit: 26.01.2010
Ort: Bodensee, Schweiz
Beiträge: 2.385
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Zitat:
Zitat von Nett-Man Beitrag anzeigen
Ich hab immer wieder den Eindruck, dass so (Kastration) bequem versucht werden soll, Halterdefizite bei art- und rassespezifischer Auslastung oder bei der Erziehung zu deckeln.
Mit Schnurz' Kastration sollte die Fortpflanzung unterbunden werden, sonst nichts, Erziehung war nie ein Gedanke.
Wir wären diesbezüglich auch enttäuscht worden: Schnurz hat sich nicht verändert, er ist derselbe Hibbel wie eh und je, und als Isa läufig war, liess er seine Männlichkeit ungebrochen durchstarten...

Auch Isa ist mittlerweile kastriert, obwohl das durch die Kastration von Schnurz nicht mehr zwingend notwendig gewesen wäre; ihre Läufigkeit war aber Stress pur für alle Beteiligten, denn wie gesagt, es findet ja nur keine Befruchtung statt, das ganze Tamtam läuft aber genau gleich ab wie bei einem intakten Pärchen.

Ich hab die Hunde - meine und befreundete - nicht befragt, aber meine beiden machen durchaus den Eindruck, als Rüde bzw. Hündin wahrgenommen zu werden

Zitat:
Zitat von Vicky1 Beitrag anzeigen
und der TA hat ihr auch dazu geraten, es sei streß für triebige Rüden nie Druck ablassen zu dürfen
TAs sind nach meiner Erfahrung meist für eine Kastration, aus verschiedensten Gründen. Von daher sollte die Meinung des TA nicht ausschlaggebend sein, ausser er führt medizinische Gründe an.

Wir haben relativ nüchtern Vor- und Nachteile gegeneinander abgewogen und uns dann für die Kastration von beiden entschieden (mit leichtem Zögern bei meinem Mann, was den Schnurz angeht - keiner ist gefeit vor dieser Phobie, Ralf)
__________________
Herzlichst, Susann
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  #22 (permalink)  
Alt 22.07.2010, 16:44
Erfahrener Benutzer
 
Registriert seit: 13.07.2010
Ort: Düsseldorf
Beiträge: 165
Lächeln

Mit Kamillenlösung spülen geht natürlich auch, aber auch das verhindert nicht auf Dauer das "tröpfeln". Mir persönlich ist in 13 Jahren Berufserfahrung als Tierarzthelferin kein Rüde begegnet, der nach der Kastration immer noch einen Präputialkatarrh hatte ( wobei ich natürlich nicht abstreiten kann, daß sowas ab und an vorkommen kann ).
Mein vorheriger Rüde und auch der jetzige haben sich durch die Kastration überhaupt nicht verändert in ihrem Verhalten bzw. sind ruhiger oder träger geworden, lediglich bei der Fütterung muß man genauer darauf achten wieviel man gibt ( was aber alleine beim Besitzer liegt und nicht als Ausrede dienen sollte a la´: Ich kann nichts dafür das mein Hund fett ist, daß kommt nur von der Kastration ).
Ich persönlich denke nicht das der Sexualtrieb ( auch nicht der Jagdtrieb ) nachläßt, nur weil man ihn unterbindet. Ich kann 5 Jahre lang mit meinem Hund versuchen läufigen Hündinnen aus dem Weg zu gehen, daß Jaulen zu Hause unterbinden etc., trotzdem würde er in einem unbeobachteten Moment die Chance ergreifen und sofort eine Hündin besteigen.
Außerdem ist es auch so, daß Rüden mit einem übersteigertem Sexualtrieb oftmals eine vergrößerte Prostata haben was zu sehr schmerzhaften Kotabsatzproblemen führen kann.
Kurz und gut, nach fast 39 Jahren mit Hunden verschiedener Rasse und verschiedenen Geschlechtes kann und konnte ich keine gravierenden Nachteile im Falle einer Kastration feststellen. In der Tierarztpraxis in der ich gearbeitet habe, waren sämtliche Hunde ( sowohl Hündinnen als auch Rüden ) meiner Kolleginnen und Chefinnen kastriert, alleine auch schon weil wir alle unsere Hunde mit dabei hatten. So ne läufige Hündin hinter der Anmeldung oder ein ständig jaulender liebestoller Rüde geht da nunmal garnicht ( genauso wenig den Hund als Alternative deshalb zu Hause zu lassen und nur mal kurz in der Mittagspause zum "Pippimachen" nach Hause zu kommen ).
Ich denke, für jedes Thema gibt es ein " Pro & Contra ", man kann sich noch so viele HH anhören, letztendlich muß man doch seine eigene Entscheidung treffen und sollte auch guten Gewissens dahinter stehen

Lieben Gruß ,
Stephanie
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