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Hallo Andy
So ganz verstehe ich das Problem nicht ganz. Sie will sowohl nicht ins Auto, als auch nicht über die Straße gehen oder was? An sich bestärkst du ihre Angst/ihre Unsicherheit, indem du lockend und aufhebensmachend um sie "herumspringst". Dass keine Übergangslösung für das nun anzusetzende Training besteht, ist mehr als blöd. Vorgehen wäre eigentlich gewesen, sie nur solange im Auto zu belassen, solange sie eben nicht speichelt/sich übergibt oder stark hechelt. Was passiert, wenn du sie trägst und sie dann im Auto ist? Ist sie schon vor dem Losfahren sehr angespannt? Oder ist die Fahrt dann eher ruhig und entspannt (kein hecheln, kein Kauern, keine aufgerissenen Augen etc.)? Wenn keine andere Möglichkeit besteht, hilft eben nur: Beherzt und ohne Mitleid oder Meckerei zugreifen und den Hund tragen. Und das Auto ggf. schön füttern. Meine Hündin war auch immer sehr aufgeregt und gestresst im Auto - zeigte jedoch keine Anzeichen von Angst. Ich habe sie dann einfach jeden Tag mitgenommen und das Jauchzen und Jaulen ertragen. heute springt sie ins Auto, legt sich hin und ist ruhig (es sei denn, es werden vorher Koffer gepackt, dann ist sie wieder aufgeregt). Solche "Brachialmethode", kann man bei einem wirklich ängstlichen Hund allerdings nicht anwenden. Das wäre Flodding (Reizüberflutung). Menschen glauben immer "Ich zeige dir damit, dass nichts passiert udn du keine Angst haben musst". Aber es passiert ja schon was: Der Hund HAT bereits Angst. Diese Angst muss man beheben und das kann mitunter sehr lange dauern.
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"Liebe mich ein bisschen weniger aber dafür länger." [Jiddisch] |
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Hallo Cassiopeia,
sie hat generell kein Problem, über Straßen zu gehen. Halt offenbar nur in dieser Situation, da sie weiß, dass das Auto auf der anderen Straßenseite steht. Während der Fahrt ist sie eigentlich relativ entspannt, teilweise schläft sie sogar. Sie jault oder bellt auch nicht, sondern bleibt brav sitzen und legt sich meistens nach 2-3 Minuten hin. Sie schaut mich halt nur mit einem traurigen, herzzerreißenden Blick an, aber da muss ich wohl durch E: Ich lobe sie nach der Ankunft immer, würd ihr gerne auch ein Leckerli o.ä. geben, allerdings ist ihr dann wohl schlecht und sie möchte nichts. Zur Arbeit fahre ich ca. 15min, kann leider schlecht anhalten, da ich über die Autobahn fahren muss. Geändert von AndyBe (20.07.2010 um 15:26 Uhr). |
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Springt sie denn freiwillig ins Auto, wenn du sie bis dahin gebracht hast?
Vielleicht kannst du es ja so einrichten, dass du vor dem Losfahren eine kleine Entspannungsrunde mit ihr auf dem Rücksitz einlegst. Du setzt dich einfach dazu und wartest ab. Summst, liest die Tageszeitung oder bist einfach nur da. Nur nicht bemitleiden, bedrängen oder anstarren. Am Anfang wird sie verwirrt sein und vielleicht unruhig, aber wenn sie sich hinlegt, kannst du verbal loben (nur nicht zu viel und schon gar nicht so aufgedreht, dass sie gleich wieder aufspringt). Streicheln und massieren würde ich noch nicht machen, da sie das evtl. bedrängen und in noch mehr Stress versetzen könnte. Wenn sie sich dann in Entfernung vor dem Auto hinsetzt: Lässt sie sich dann auch nicht mehr ziehen? Falls nicht: Trage sie witerhin. Falls ja: Geschirr um und mit Vorsicht und Bedacht weiterziehen (falls sie dann, zwar widerwillig, aber immerhin, mitläuft). Was besseres fällt mir nicht ein. An sich schon, aber für eine wirkliche Gegenkonditionierung ist bei dir wohl einfach keine Zeit. Dass sie nach der Autofahr kein Leckerchen nimmt, würde ich nicht als Schlechtsein bezeichnen. ich denke, die Fahrt ist strssiger und weniger entspannt, als du denkst. Im Stress nehmen Hunde keine Goodies. Gut wäre auch, nicht das Ende der Fahrt zu belohnen, sondern die Fahrt an sich. Denn wenn du erst nach der Fahrt die tollen Sachen hervorkramst und den Hund dolle lobst, verstärkt das das Unwohlsein eher noch - so von wegen "endlich wieder frei". Es sollten also besonders tolle Leckerchen nach hinten gegeben werden WÄHREND der Fahrt. Falls das wegen der Verkehrssituation nichtr geht Weiterhin kannst du in der Freizeit das Auto positiv konditionieren: Mach Leckerchensuchspiele oder überhaupt schöne Spiele in ausreichendem Abstand, aber vielleicht in Sichtkontakt zum Auto. Kann sie in einer bestimmten Distanz Futter nehmen/spielen, mach das erstmal und taste dich immer weiter an Auto ran, ohne sie reinzuheben, hinzulocken oder sie zu manipulieren. Sie darf selber entscheiden, wie weit sie geht und sollte zu keinem Schritt gezwungen werden. So kann das Auto etwas ungefährlicher werden. Durch das stetige Hineinzwingen kann das aber sehr lange dauern.
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"Liebe mich ein bisschen weniger aber dafür länger." [Jiddisch] |
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Zitat:
Nein, Scherz beiseite. Aus der Ferne zu diagnostizieren ist schwierig. Man müsste den Hund sehen wie er sich ver-hält. Meine beiden gehen mit Freude in's Autoweil sie wissen, am Ende der Fahrt wirds lustig. Meine Hündin hat aber Angst, wenn es schnell wird, also Schnellstraße innerorts oder Autobahn. Das mag sie nicht und kriecht unter den Sitz. Sie mag auch bei langsamer Fahrt nicht, wenn ein Fenster offen ist. Ich weiß nicht ob wegen der stärkeren Geräusche oder wegen der Zugluft ist. Ich habe jetzt alle Tricks durch, um sie nicht unter dem Sitz verschwinden zu lassen. Keine Chance. Jetzt lass ist sie einfach in Ruhe und wir kommen allesamt wesentlich entspannter an.
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Gruß aus Hamburg Ralf "Auf der Suche nach dem Glück, stellte sich heraus, das Glück sieht aus wie ein Hund!" |
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Mir stellt sich erst einmal die Frage, ob ihr wirklich schlecht wird, also auf gut deutsch: kotzt sie?
In diesem Fall kann es sein, dass sie gar nicht unbedingt Angst vorm Autofahren hat, sondern ihr einfach körperlich unwohl wird (wie bei kleinen Kindern), insbes. weil sie es nicht kennt. Die Schlingerbewegungen, das Abbiegen, Abbremsen und Wieder-Anfahren lösen Übelkeit (Speicheln, Kotzen) aus. Bei meinem war das so, er kam aus Spanien und war nie vorher Auto gefahren. Er hatte keine Angst, aber ihm wurde halt schlecht (er saß. Kopf hing nach unten, erst Speicheln, dann Kotzen), insbesondere in der Stadt, weniger auf Autobahnen, weil die Fahrt da ja "flüssig" ist. Das führt natürlich dann dazu, dass nicht gerne Auto gefahren wird. Das Gute ist, sie lernen i.d.R. "körperlich" mit der Zeit, das auszuhalten. Erste Maßnahmen: sie sollte nicht seitwärts aus den Fenster schauen können, dann nimmt der Körper die Bewegungen stärker wahr durchs Sehen (nach vorne und hinten raus geht besser), zur Not Seitenfenster abkleben. Möglichst kurze Fahrten, möglichst nicht abrupt Bremsen, Anfahren etc. Ansonsten würde ich sie auch einfach kommentarlos ins Auto setzen. Lass ihr ein bißchen Zeit, sich dran zu gewöhnen. Meiner hat das getan, springt aber immer noch nicht besonders gern ins Auto...
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Liebe Grüße Uta & Filou |
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Hallo Frisbee,
Luna (so heißt sie) ist auch aus Spanien und noch nie Auto gefahren. Anfangs hat sie tatsächlich gebrochen (nach ca. 5min), mittlerweile beginnt sie zwar zu sabbern, bricht aber nicht mehr (zumindest in der Viertelstunde zur Arbeit). Und es ist auch tatsächlich so, dass es innerorts schlimmer ist. Leider habe ich erst ab 09.Aug. Urlaub und kann dann erst richtig mit ihr üben. Da sie in ihrer Pflegefamilie schlecht behandelt wurde ging die Übergabe relativ schnell, ich wollte nicht, dass sie noch einen "Zwischenstopp" für 4 Wochen im Tierheim machen musste. |
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