| > Registrieren | > Hilfe | > Benutzerliste | > Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|||||||
![]() |
|
|
Themen-Optionen | Ansicht |
|
||||
|
Hallo Ihr Lieben,
damit wir uns im Sommerloch nicht langweilen, weil unsre Nasen (und wir ja auch) ja nun eher träge sind, Hab ich mir gedacht, ich stell Euch ein paar Fragen zum Thema "Hund mit Vorgeschiche"! Vorab erst einmal der Steckbrief des Hundes. Art: Labrador-Galgo-Mix Geschlecht: weiblich Name: Rena Geb.: ca. 03.2006 Herkunftsland: Spanien Rena wurde schwer mißhandelt in eine Perrera gebracht, von wo aus sie nach Deutschland ins TH kam. Sie wurde 2x Vermittelt... Beim ersten mal ist sie weggelaufen und in ein Militärisches Sperrgebiet geraten. Dort wäre sie fast in einem Moor ertrunken (Aussage des TH) und wurde nur durch Zufall gerettet. Der damalige Besitzer wollte sie nicht zurück. So kam sie wieder in das TH. Beim zweiten mal ist sie auch wieder weggelaufen und dabei vor en Auto gelaufen, wobei sie so Verletzt wurde, das sie eine OP brauchte (OP Termin: 18.09.07- Fraktur des linken Vorderbeins, Elle und Speiche sind gebrochen-Spykdraht in der Elle fixiert. 07.01.08: Spykdraht wurde entfernt). Sie hat danach so "gesperrt", das es unmöglich war, sie dem "Besitzer" zurückzugeben und so kam sie dann wieder in das TH. Von da an galt sie, auch auf Grund ihres Verhaltens, als "nicht mehr Vermittelbar" und sollte eigentlich dort bleiben. Ich hatte Ihre Geschichte gelesen und als ich sie das erste mal sah, wußte ich (und sie auch), das sie zu mir gehört. Und so zog sie noch am gleichen Tag (08.12.2008) bei uns ein. (Die User, die schon länger dabei sind kennen die Geschichte ja Nun zu meinen Fragen: Wie würdet Ihr mit diesem verängstigten und scheuen Tier umgehen, das sich teilweise völlig in sich zurückzieht?? Wie würdet Ihr diesem Hund zeigen, das der Mensch nicht immer Schmerz und Leiden bedeutet?? Und den eine schnelle Handbewegung oder ein etwas lauteres Wort, total aus der Fassung bringt?? Und wie bringt Ihr ihn dazu, Euch zu lieben und zu Vertrauen?? Wie würdet Ihr diesen Hund motivieren, der sich weder mit Futter oder Leckerchen "locken" läßt, etwas für Euch zu tuen, was er noch gar nicht kennt (Rena kannte echt überhaubt nichts und legte ein prächtiges Jagdverhalten an den Tag)?? So Mädels und Jungens... zahlreiche Antworten bitte!! Vieleicht hat dieser Thraed ja den Nutzen, zugleich Mahnung und auch Anreitz, für die jenigen zu sein, die überlegen, einem "Hund mit Vorgeschichte" ein zuhause zugeben! Für mich käm kein anderer Hund in Frage
__________________
LG Ilo "Prinzessin" Rena, "Opi" Terry und Jessie im Herzen Das wenige, das du tun kannst, ist viel, wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst. (Albert Schweitzer) www.hunde-aus-manresa.cms4people.de |
|
|||
|
Da bräuchte es schon noch ein bisschen mehr Infos.
Meiner Erfahrung nach gibt es verschiedene Angsttypen. Einer der z.B. sich einfach hinlegt und pinkelt oder der andere, der dann sofort Fluchtmöglichkeiten sucht. Und noch viele andere. Wie verängstigt war sie denn? Hat sie sich getraut zu laufen und zu stehen? Hatte sie wirklich vor allem Angst, also vor Türklingelgeräuschen usw....??? |
|
||||
|
Dem bin ich heute definitiv nicht mehr gewachsen- bin völlig platt.
__________________
Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind. Marian Anderson http://co-bold.jimdo.com http://kepri.jimdo.com/ |
|
||||
|
Ich bewundere Deinen Einsatz, passe aber so ziemlich bei der Beantwortung der Frage.
Für mich persönlich käme so ein Hund nicht infrage, scheue Angst- und Panikhunde liegen mir nicht wirklich. Die Hunde mit denen ich gut kann, sind eher die Offensiven, Aufmüpfigen. Gern auch dominant genannt, was aber die wenigsten wirklich sind. Mit so einem Hund wäre ich überfordert und ob ich die unendliche Geduld aufbringen könnte, ein so traumatisiertes Tier wieder aufzubauen, weiß ich nicht. Meine Vorstellung wäre die Arbeit in kleinsten Schritten mit viel, viel Ruhe und Geduld. Möglicherweise den Hund längere Zeit einfach nur so mitlaufen zu lassen, ohne irgendwas zu fordern. Damit er erstmal lernen kann, da kommt nichts Böses vom Menschen. Aber nen wirklichen Plan hab ich nicht.
__________________
LG Verena und die Rentnergang Ich bin die Sklavin meiner Katzen! (Aber nicht weitersagen) |
|
||||
|
Mmmmh, das ist schwierig, weil es tatsächlich auf den einzelnen Hund ankommt. Bei echten Panikhunden ist einfach "Mitlaufen-lassen" ohne Forderungen evtl. am Anfang das richtige, damit sie zur Ruhe kommen. Ich halte aber nichts davon, von "nur-ängstlichen" Hunde gar nichts zu "fordern" und sie von allem fern zu halten - dann machen sie kaum Fortschritte.
Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten. Mein Galgo-Mix war am Anfang sehr ängstlich, weil er von Welpe an im TH war und gar nichts kannte. Er hatte Angst vor vielen Alltagsdingen, bei Menschen ging es aber (er schreckte aber vor abrupten Bewegungen zurück), außer bei Männern in Uniformen (Müllmänner, Pfadfinder etc.), dafür ist er vor manchen Hunden panikartig weggelaufen. Ich habe ihn aber von Anfang an fast überall mit hingenommen (natürlich nicht gleich in überfüllte Einkaufscenter), damit er merkte, dass nichts passiert. Wenn ich merkte, dass ihm etwas nicht geheuer war, bin ich einen weiteren Bogen gegangen, aber wir sind dran vorbei gegangen, er durfte gucken und lernen. In Ruhe gelassen habe ich ihn beim Fressen - er wollte nicht fressen und trinken, wenn jm. im Raum war. Das wollte ich nicht erzwingen, habe einfach abgewartet und irgendwann hat er angefangen zu fressen, als ich noch nicht draußen war. Ich habe ihm keine "Zärtlichkeiten" aufgezwungen, er hat sich Streicheleinheiten ggf. von allein abgeholt (das aber gleich sehr gerne). Aber von Anfang an gab es auch klare Regeln, die er einhalten musste. Bei ihm reichte aber ein Wort (kein Geschubse, keine lauten Worte). Ich habe viel Zeit und Geduld aufgebracht, um ihm minutenweise das Alleinsein beizubringen. Im Gegensatz zu mausilla liegen mir diese scheuen Hunde. Filou hätte nie zugeschnappt, ist immer nur zurückgewichen, ist ein unglaublich zärtlicher Hund, der sich nahezu alles gefallen lässt. Ich käme gar nicht gut klar mit aggressiven, dominanten Hunden (ich möchte nicht vor meinem eigenen Hund Angst haben und das könnte mir dann passieren). Aber das ist ja das Gute: jeder kann anderes besser und so findet jeder Topf seinen Deckel. Filou war allerdings sehr empfänglich für Leckerlies, das machte es einfacher. Wenn das nicht so ist, könnte man Spiele zur Motivation probieren. So, das waren nur meine ersten Gedanken, mir fällt sicher noch etwas ein...
__________________
Liebe Grüße Uta & Filou |
|
||||
|
Zitat:
Sie ging und stand, mit gekrümmtem Rücken und geklemmter Rute. Etwas lautere Geräusche, egal welcher Art lösten, sofern sie im Haus ware, das o.g Verhalten aus. War es draußen, versuchte sie voller Panik ihr Heil in der Flucht zu suchen ,seit dieser Zeit bin ich Meisterin im "Tanz mit der SL! Bevor nun die Frage aufkommt, warum ich sie schon damals an die SL gemacht habe - Mit einer "normalen" Leine ging Rena keinen Meter sondern legte sich hin und war nicht zum Aufstehen zu bewegen. Mit der Schleppe gab ich ihr ein ein Stück weit, das Gefühl der Freiheit. @Kepri: Dann schlaf Dich erst mal aus...und dann kommt Dir die Lösung im schlaf...gg @Mausilla: Ich find es toll, das Du Deine stärken und schwächen so gut einschätzt. Würden sich mehr Menschen solche gedanken machen, bieb so manchem Hund viel Leid erspart, wie Du ja in Renas Fall sehen kannst!! @Fresbee: Hast Du prima gemacht und ein wirklich guter Ansatz...überleg mal weiter... ich freu mich auf Deine Lösungsvorschläge!
__________________
LG Ilo "Prinzessin" Rena, "Opi" Terry und Jessie im Herzen Das wenige, das du tun kannst, ist viel, wenn du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst von einem Wesen nimmst. (Albert Schweitzer) www.hunde-aus-manresa.cms4people.de Geändert von ilo-gartrop (16.07.2010 um 16:06 Uhr). |
|
||||
|
Ja, das ist eine gute Idee - gerade vielleicht, wenn die Hunde in so einer Art Starre sind (man muss aber darauf achten, ob dem Hund das wirklich - zumindest nach einiger Zeit -gefällt). Ich kann TT nicht, aber bei "Massagen" entspannt meiner sehr gut. Vielleicht auch ritualisiert zu einer festen Zeit (bei Rena kuschelt Ihr doch auch jeden Abend vorm Zu-Bett-gehen, oder?)? Voraussetzung ist natürlich, dass der Hund überhaupt angefasst werden will...- evtl. mit ganz kurzen Sequenzen beginnen.
__________________
Liebe Grüße Uta & Filou |
|
|||
|
Zitat:
|
![]() |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|