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  #11 (permalink)  
Alt 23.10.2008, 15:10
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Registriert seit: 25.08.2008
Beiträge: 684
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Danke für die vielen und hilfreichen Antworten. Ich glaube, das ist wie bei der Hundeerziehung: je nach dem, was für einen Hund ich habe, wähle ich das geeignete Erziehungsmittel. So wird es auch mit der Rangfolge (oder wie nennt man das politisch korrekt neuerdings? ) sein. Ich muss auch gestehen, dass ich hinsichtlich meiner früheren Hunde immer eine andere Art von 'Rangfolge' hatte. Ich weiß, das hört sich doof an, aber ich weiß nicht, wie ich das anders erklären soll. Je nach dem, welchen Typ von Hund ich hatte, überwiegte der Autoritäts-, Vertrauens- oder wie-man-sie sonst-noch-so-nennen-will-Part. Mein Sensibelchen reagiert wie Paula von achwas: stehe ich nicht da wie eine eins oder bin ich gereizt, bekomme ich sofort die Quittung dafür. Absolutes (Kadaver-) Gehorsam verlange ich auch nicht. Aber Gehorsam geht schwerer, wenn ich nicht die Ruhe selbst bin.

Gruß
Elke und Ole
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  #12 (permalink)  
Alt 25.10.2008, 08:13
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Registriert seit: 19.10.2008
Ort: Südhessen
Beiträge: 64
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Guten Morgen,

hierzu ist mir noch etwas eingefallen.

Meine vorherige Hündin, ein Großpudel (mit Haare-alle-gleichlang-Schur) hatte 15 Jahre lang einen besten Freund, ein draufgängerischer Husky-Mix-Rüde.

Er hatte "die Hosen an", was auf den ersten Blick aussah wie geklärte Rangordnung.

Doch wenn`s um Angelegenheiten ging, die sie besser beherrschte (z.B. Ratten fangen und töten), dackelte er hinter her und bewunderte sie.
Wie im Text von Ingrid:
Zitat:
...Rangverhältnisse und -Ordnungen sind in vielen Bereichen flexibel...
So denke ich, auch das Verhältnis von Mensch und Hund ist wohl davon geprägt, wer nun meint, es besser zu können und dem entsprechend handelt.

Wenn z.B. mein Hund einen seltsamen Typen im Wald, der mich komisch anmacht, verknurrt/verjagt, dann ist in diesem Moment der Hund derjenige, der die Situation erfasst und handelt.
Diese gewisse Selbstständigkeit bewundere ich an Hunden und fördere sie, ich denke das ist die Grundlage für eine Partnerschaft vs. Dressur.

@Ingrid,
sehr guter Text!
Sollte Pflicht-Lektüre für alle Hundehalter sein!
__________________
Haarige Grüße von Fine und Jule
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  #13 (permalink)  
Alt 25.10.2008, 11:54
Benutzerbild von Nelly1985
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Registriert seit: 09.11.2007
Ort: NRW, Rheine
Beiträge: 584
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Hallo Josefine.

Dass dein Hund knurrt, weil er Gefahr riecht, ist allerdings normal. Auch untergeordnete Hunde machen das Rudel und vor allem den Rudelführer auf die Gefahr aufmerksam.
Das er als erstes handelt ist nicht unbedingt gesagt, er warnt dich vor und wartet ab, er würde denke ich, nicht von alleine handeln und ihn angreifen.

Das ist das gleiche wenn ein Hund bellt, weil es an der Tür schellt, oder wenn ein Auto vor der Haustür hält, er schlägt an, warnt, gibt dem Rudelführer Bescheid, das ist völlig normal. Ich sag dann immer zu meinen Hunden: Danke, du warst mal wieder schneller. Hast du fein gemacht, und jetzt auf dein Platz, ICH guck mal wer da ist.

Aber das ist ja das schöne, das man ein soziales Verhältnis zu seinen Tieren hat, das auf Vertrauen basiert.

Liebe Grüße
__________________
Solange Menschen denken,
dass Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen,
dass Menschen nicht denken!

Viele Grüße
Nelly
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  #14 (permalink)  
Alt 26.10.2008, 09:16
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Registriert seit: 19.10.2008
Ort: Südhessen
Beiträge: 64
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Zitat:
Zitat von Nelly1985 Beitrag anzeigen
Hallo Josefine.

Dass dein Hund knurrt, weil er Gefahr riecht, ist allerdings normal. Auch untergeordnete Hunde machen das Rudel und vor allem den Rudelführer auf die Gefahr aufmerksam.
Das er als erstes handelt ist nicht unbedingt gesagt, er warnt dich vor und wartet ab, er würde denke ich, nicht von alleine handeln und ihn angreifen.
Hallo,

klar melden sich Hund und Mensch gegenseitig, wenn was los ist, wer`s halt zuerst bemerkt.
Ich sage auch oft, oh guck mal, was ist da los /wer kommt da?

Das mag (und sollte) beim "normalen" Alltag mit dem Hund, der als Familien-Mitglied und Partner lebt, so sein.

Doch in die Diskussion einbringen mag ich noch drei Beispiele:

Der Herdenschutzhund muss lernen, selbstständig Gefahr einzuschätzen und dementsprechend zu handeln = seine Rudelmitglieder, die Schafe, zu verteidigen.
Da ist meist kein Mensch, der als Boss anerkannt wird (so sollte es zumindest sein!) anwesend.
Hatte 11 Jahre oft mit einem selbstbewußten Kangal zu tun...


Der Rettungshund ebenso: auch er muss evtl. ohne menschliche Begleitung abschätzen, was und wie etwas machbar ist oder eben nicht. Sucht er z.B. in Trümmern, muss er alleine entscheiden, was möglich ist / was er sich zutraut.

Nun, und mein junger, damals noch sehr schüchterner Pudel im Alter von etwa 1 Jahr: ich war spätabends in der Fußgängerzone, ein schräger Vogel bat mich um Feuer.
Mir war lediglich mulmig, der Hund entschied, dass dieser Typ uns nicht belästigen soll und verknurrte ihn und trieb in um die nächste Straßenecke.

Drei Beispiele für eine gewisse Selbstständigkeit, was Entscheidung und folgendes Handeln betrifft.
__________________
Haarige Grüße von Fine und Jule
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