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  #41 (permalink)  
Alt 22.08.2011, 21:51
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Zum Thema Futterautomat:
Es gibt einen waghalsigen Unterschied zwischen Locken und Lohn, den aber verteufelt viel HH nicht sehen.

Auch bin ich mir sicher, dass ich dieser Besagte nicht bin, denn ich agiere nicht nur mit Futter.
Ich schütze den Hund zum Beispiel aktiv vor anderen Hunden wenn es nötig ist.
Ich spende ihnen Wärme.
Sie haben mich als Sozialkontakt.
Sie dürfen mit in meine Wohnung.
Ich pflege ihr Fell....
Um nur ein paar Dinge zu nennen die auch Verlässlichkeit bieten ohne ihnen einen Futternapf oder die Handfütterung an zu bieten.


Ich kann halt einfach deine erste Aussage zu Handfütterung nicht nach voll ziehen und die Argumente die danach kamen bringen mich nun auch nicht zum umdenken.
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #42 (permalink)  
Alt 23.08.2011, 16:00
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Zitat:
Zitat von jacqui Beitrag anzeigen
Regelmäßigkeit tausche ich nun mal mt der Begrifflichkeit Routine aus.
Ich habe viele Hunde erlebt die durch die Routine total ermüdet sind.
Ich meine einfach, dass ihnen furz langweilig war was sich bis hin zur Stereotype und Zwangshandlung äußern konnte.....
Nun das ist meines Erachtens wirklich ein extrem negatives Beispiel. Ein Hundehalter ist schon ein wenig gefordert, wenn es um die Auslastung seines Hundes geht. Aber das geht auch, trotz regelmäßiger Napffütterung und Routine im Leben. Man muss halt ein bisschen mehr unternehmen, wie z.B. nur regelmäßig um den Block laufen. Es sollte da meiner Meinung eher um Bedürfnisse des Hundes gehen, nicht um die des Hundehalters.

Zitat:
Zitat von jacqui Beitrag anzeigen
Ich kann halt einfach deine erste Aussage zu Handfütterung nicht nach voll ziehen und die Argumente die danach kamen bringen mich nun auch nicht zum umdenken.
Mein erstes Argument gegen Handfütterung war, dass man sich zum Handlanger seines Hundes machen kann.

Unter Handfütterung verstehe ich, so hatte ich das auch beschrieben, dass ein Hund nur Futter und nur aus der Hand bekommt, wenn er es sich verdient hat. Gründe dafür jetzt einmal außen vor. Unsere Denkansätze, Wege und Erfahrungen sind da wohl bei gleichem Ziel tatsächlich zu verschieden.

Liebe Grüße,
Lil

PS: Ich denke schon, dass sich manches beim Hund mit Wölfen noch vergleichen lässt, aber vieles eben auch nicht mehr.
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  #43 (permalink)  
Alt 23.08.2011, 18:42
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Jo jo Lil, so hat eben Jeder siene Erfahrungen und Meinungen!
__________________
Hunde sind begeisterte und hochpräzise Mitarbeiter, wenn wir sie lehren, dass ihre Mitarbeit geschätzt und honoriert wird.
Nina Miodragovic
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  #44 (permalink)  
Alt 23.08.2011, 19:31
Benutzerbild von Doggystyle
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Zitat:
Zitat von flitz Beitrag anzeigen
Doggystyle, mich würde Dein Wissen wirklich sehr interessieren. Danke im voraus.

Herzlichen Gruß,
Lil
Ganz einfach:

Das uhrzeitgenaue Essen ist für Hunde nicht natürlich. In "freier Wildbahn" gibt es manchmal einen Tag (oder länger) nix, dafür wird sich dann so richtig vollgefressen wenn was da ist..

Natürlich sind unsere Hunde nicht mehr wild, aber eine genetisch-physiologische Begründung der pünktlichen Fütterung ist damit trotzdem unwirksam.

Und ich habe bisher keinen meiner Hunde nach Uhrzeit gefüttert und habe bei keinem psychische Belastungen oder Stress feststellen können.

Ich glaube, dass es für einen Hund das Wichtigste ist bei seinem Halter zu sein, mit ihm Dinge zu unternehmen und eine vertrauensvolle Bindung ist sicher nicht auf pünktliche Fütterung begründet.

Ich habe zwar durchaus feste Regeln für meine Hunde, trotzdem nehme ich mir als Halter heraus unberechenbarerweise je nach Situation zu entscheiden.

Beispiel:

Der Hund darf normalerweise in mein Bett. Wenn er zu dreckig ist oder läufig, muss er draußen bleiben.

Normalerweise lasse ich meinem Hund beim Gassi relativ viel Freiraum. Er muss nicht hinter mir oder direkt neben mir laufen. Wenn ich es eilig habe, fordere ich, dass er neben mir bleibt.

Das, ebenso wie das Futter, sind Unregelmäßigkeiten, die manche vielleicht nicht gut finden, so wie du und sagen, dass kein Vertrauen entstehen kann, weil der Hund immer im Stress sei, weil er nicht wisse was als nächstes passiert und was er darf und was nicht.

Ich sehe das nicht so.

Ich gebe meinem Hund in jeder Situation vor was er darf (oder eher was er nicht darf) und dann hat er sich dran zu halten. Fertig. Ich finde das sehr berechenbar.

Zitat:
Zitat von jacqui Beitrag anzeigen
In der Regel lasse auch ich schlafende Hunde schlafen.
Aber nicht wenn ich später zur Arbeit muss, dann müssen meine auch um fünfe hoch obwohl sie noch pennen wollen.
Tierquäler!
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  #45 (permalink)  
Alt 23.08.2011, 20:00
Benutzerbild von kepri
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Bei mir sieht es sicher ähnlich aus wie bei Jacqui- einen Teil Futter erarbeitet sich der Hund mit Kopf-, Mitarbeit, den Rest gibt es irgendwann aus dem Napf oder auch aus Kong und co, feste Zeiten find ich überflüssig, ich esse auch nicht nach der Uhr, Kepri bekommt meist gegen 18 Uhr Futter, heute hätte ich ihre Runde knicken müssen- es war vorher einfach zu heiss zum Laufen.
Feste Zeiten fordern unflexible Lebensabläufe von mir, ich schränk mich oft genug ein, beim Futter ganz sicher nicht.
__________________
Führung sollte aus dem Verständnis der Bedürfnisse derjenigen entstehen, die davon betroffen sind.

Marian Anderson

http://co-bold.jimdo.com

http://kepri.jimdo.com/
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  #46 (permalink)  
Alt 23.08.2011, 20:52
Benutzerbild von stebo
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Ich schließe mich da Jacqui und Kepri an - Henry kriegt zwar das Meiste aus seinem Napf, einen Teil erbeitet er sich aber auch z.B. über Appportierarbeit.
Selbstverständlich gibt es auch viel tägliche Routine, allein schon dadurch, dass wir durch Schule und Arbeit einen ziemlich regelmäßigen Tagesablauf haben. So kommt es halt, dass die Morgen-, Mittag- und Abendrunden so ungefähr zur selben Zeit statt finden. Ebenso bekommt er so ungefähr zur selben Zeit auch sein Futter. Das allerdings so wie es eben reinpasst, entweder vor unserem Abendessen oder halt hinterher und wenn wir noch unterwegs sind, dann eben noch später. ich habe meine Hunde nie streng nach Uhrzeit gefüttert und ich habe niemals den Eindruck gehabt, sie hätten daher unter Stress gestanden - allenfalls halt mal mehr Kohldampf geschoben als sonst. Ich glaube auch nicht, dass das dem Vertrauen der Hunde zu mir einen Abbruch getan hätte.

Zum Handlanger meines Hundes mache ich mich nur dann, wenn ich ihm Futter ins Maul schiebe, wenn er es mir durch bloßes Herankommen o.ä. signalisiert. Das kann ganz genauso passieren, wenn ich jede Agieren des Hundes durch Aufmerksamkeit belohne . Handfütterung läuft doch ganz anders. Der Hund arbeitet und erhält dafür einen angemessenen Lohn, z.B. einen Jackpott nach dem erfolgreichen Aufspüren einer Person beim Mantrailing oder für Tricks oder oder oder, da sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt.
__________________
LG Steffi und Henry
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  #47 (permalink)  
Alt 25.08.2011, 17:17
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Nun..., jetzt weiß ich nicht, ob ich mich freuen soll, oder nicht, dass Eure Hunde doch mehr oder weniger regelmäßig, zumindest nach der Tageszeit was in ihren Napf gefüllt bekommen (*Scherz*)

Vielleicht reden wir an einander vorbei, keine Ahnung.

Napf- mit Handfütterung, wie ich das hier lese, ist ja eigentlich nichts anderes wie positive Bestärkung: Für Aufmerksamkeit, Orientierung an den Hundehalter, Anerkennung für gute Leistungen, oder nicht erbrachtes, negativ erachtetes Verhalten usw.... Das mache ich auch.

Nur denke ich, da muss dann eine Art Plan her, was gesteuert werden soll. Je weiter man kommt, desto weniger Handfütterung eigentlich. Nun werde ich erst mal in älteren Beiträgen hier reinschauen, um Euch besser zu verstehen. Da gibt es ja auch das ein oder andere Thema.

Zitat:
Zitat von Doggystyle Beitrag anzeigen
Ganz einfach:

Das uhrzeitgenaue Essen ist für Hunde nicht natürlich. In "freier Wildbahn" gibt es manchmal einen Tag (oder länger) nix, dafür wird sich dann so richtig vollgefressen wenn was da ist..

Natürlich sind unsere Hunde nicht mehr wild, aber eine genetisch-physiologische Begründung der pünktlichen Fütterung ist damit trotzdem unwirksam.
Sobald Wildhunde gefüttert werden, ist das Bild nicht mehr aussagekräftig. Da kann man vielleicht noch hilfsweise Rudelverhalten, sofern vorhanden, beobachten. Werden Wildhunde in freier Wildbahn beobachtet, sind das lediglich kleine Abschnitte. Auch das ist meines Erachtens nicht weitergehend aussagekräftig. Wildhunde leben meist in Rudeln bzw. wollen Rudel bilden. Die vielfältigeren Beobachtungen stammen diesbezüglich wohl eher von Wölfen. Das tut aber auch nichts weiter zur Sache.

Der Haushund lebt meist in seiner Art allein mit Mensch(en). Meines Erachtens hinken daher eher direkte Vergleiche. Vor allem, weil ein heutiger Haushund ja offensichtlich doch mit einer gewissen Regelmäßigkeit gefüttert wird.

Jetzt aber in Rucksackpackstimmung, morgen geht es los. Einige Gedanken nehme ich zum Nachdenken mit.

Bis dann,
Tschüss
Lil
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