Dass barfen unheimlich zeitintensiv ist, habe ich auch erst gedacht, aber es hält sich doch einigermaßen in Grenzen.
Das aufwändigste ist es, das Gemüse zu machen, weil ist es immer für zwei/drei Wochen fertigpüriere und einfriere.
Ansonsten habe ich einen Futterplan erstellt (na ja, erstellen lassen

) und füttere Henry danach. Darin ist eine Mischung aus Muskelfleisch, Innereien und fleischigen Knochen. Gut, einige Mahlzeiten stehen nicht gerade auf meiner eigenen Wunschliste (Blättermagen und Pansen z.B.), aber da Henry alles innerhalb kürzester Zeit inhaliert, kann der Nasenfaktor unberücksichtigt bleiben

.
Henry ist super zufrieden und die Blutwerte waren beim letzten Mal super. Ich habe den Luxus, hier vor Ort einen Barfladen zu haben und bekomme alles in entsprechende Portionen verpackt, so dass ich zu Hause nur noch Tagestüten zusammenstelle und dann alles in die Truhe stecke. Die Inhaberin sieht von allein zu, dass bei dem Fleisch auch Abwechslung ist - packt also Pferd, Ziege, Kaninchen oder auch mal Wildfleisch in unsere Futterration.
Falls ich irgendwann mal wieder einen Welpen habe, würde ich den auch gern barfen. Es gibt ja ein extra Büchlein von Frau Swanie für Welpen. Damit habe ich mich zwar noch nicht beschäftigt, aber ich denke, darin ist auch für Welpen ein guter Plan enhalten und man muss sich nicht ständig fragen, ob Hund alles hat, was er braucht.
Ehrlich gesagt, habe ich den Verdacht, dass wir (oder zumindest ich

) es ein wenig übertreiben mit der Ausgewogenheit...ich habe noch für kein Familienmitglied eine genaue Berechnung der wöchentlichen Gemüseration gemacht und "füttere" meine Kinder und meinen Mann nicht nach Plan - und trotzdem erfreuen wir uns bester Gesundheit und auch die Blutwerte sind, so sie denn mal gemessen werden, prima!