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  #31 (permalink)  
Alt 30.10.2009, 11:38
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Zitat:
Zitat von soley Beitrag anzeigen
Das mag sein. Aber gerade Junghund lernt auch aus Erfahrung. Du kannst es ihm noch so genau zeigen, was zu tun ist - und er kann das auch lieben: Mit einem Dreivierteljahr wird er mal überraschend stehenbleiben oder links hin ziehen, wenn Du rechts fahren willst.
Ich bin kein Gesundheitsexperte - aber das Geschirr scheint mir beim Fahrradfahrenlernen, ebenso wie die spezielle abgefederte Leine, unabdingbar. Der Ruck ist doch um einiges stärker als beim Gehen.

LG
Soley

Ach so, und nachdem ich nun zwei Wochen lang täglich in Berlin Mitte eine Viertelstunde durch stark frequentierte Straßen zum nächsten Park radeln musste, kann ich nur sagen: Meine HÜndin hat das großartig gemacht - am Geschirr.
Freue mich das es so gut geklappt hat, bei Dir.

Wenn man Radwege benutzen kann um zum Auslauf zu kommen ist das ja auch angenehmer als wenn die Autos/LastwagenMotorräder direkt an einem vorbei rauschen.Da darf der Hund im Augenblick keinen Spielraum haben um eigene Wege/Alternativ-Bewegungen ausführen zu können.
__________________
Meint,

FREUDIG # LEISE # KONSEQUENT


hundeversteher-nrw


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HUNDE sind doch die besseren Menschen ; man muss nur richtig hinschauen um es erkennen zu wollen.
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  #32 (permalink)  
Alt 30.10.2009, 11:40
Benutzerbild von Susi53
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1. Ein gut sitzendes Brustgeschirr schont die Halswirbelsäule Ihres Hundes. Sie sollten sich verdeutlichen, dass die Wirbelsäule eines Hundes genauso aufgebaut ist wie die menschliche Wirbelsäule. Wird im Training mit z.B. einem Kettenhalsband und mit Leinenruck gearbeitet kann es passieren, dass der vom Halsband ausgehende Druck genau zwischen 2 Wirbeln abgefangen wird, was je nach Stärke der Einwirkung bis hin zu Bandscheibenverschiebungen führen kann. Viele HWS-Erkrankungen bei Hunden finden hier ihren Ursprung.

Stellen Sie sich bitte vor Sie trügen ein Halsband und jemand würde von hinten kräftig daran rucken ! Keine angenehme Vorstellung, oder?

2. Kehlkopf und Halsmuskulatur bleiben durch das Tragen eines Brustgeschirrs ebenfalls unbelastet. Das Tragen eines Halsbandes dagegen belastet Beides sehr stark. Durch den Zug des Halsbandes werden sowohl der Kehlkopf, als auch die oberen Atemwege beeinträchtigt, Kehlkopfquetschungen sind leider gar nicht so selten. Die einzige Möglichkeit für den Hund Kehlkopf und Atemwege freizuhalten besteht darin, die Halsmuskulatur stark anzuspannen und so das Halsband durch die Muskulatur von diesen Organen fernzuhalten. Klinische Studien haben ergeben, dass die dadurch entstehenden Verspannungen in der Halswirbelsäule zu der gleichen Symptomatik wie beim Menschen führen: Kopfschmerz, Schwindelgefühl, Schmerzen in der Wirbelsäule oder ähnliches. Im Gegensatz zu unskann der Hund sich jedoch nicht mitteilen, er kann uns nicht sagen: Heute ist mir schwindelig und ich habe Kopfweh. Dieses beständige Unwohlsein und die andauernden Schmerzen sind oft für aggressives Verhalten verantwortlich.

3. Der Hals als soziales Organ des Hundes sollte vor unnötigen Einwirkungen geschützt werden. Der Hals spielt in der taktilen Kommunikation der Hunde eine wesentliche Rolle: Berührungen an der Oberseite des Halses drücken in der Hundesprache Dominanz aus. Berührungen an der Unterseite des Halses dagegen Subdominanz/Unterwerfung. Die Seitenpartien des Halses sind nur ganz guten Freunden vorbehalten (Pflegeverhalten). Der Hals ist auch bei uns Menschen eine sehr empfindliche Körperpartie und Berührungen am Hals sind etwas sehr intimes. Denken Sie nur an den Ausspruch: Bleib mir bloß vom Hals." Trägt der Hund ein Halsband stumpft die Empfindsamkeit für diese Signale ab, da der Hund praktisch ständig irgendwo am Hals Impulse erhält. Vielleicht erklärt dies auch die oftmals entsetzte Reaktion eines Welpen, der zum ersten mal ein Halsband umgelegt bekommt.

4. Diesen, recht unangenehmen Auswirkungen durch das Tragen eines Halsbandes, versucht der Hund sich oftmals zu entziehen. Wodurch versucht er das? Durch Flucht nach vorn und so entsteht das Ziehen an der Leine. Viele Menschen versuchen nun dem Hund durch Leinenruck dieses Ziehen abzugewöhnen. Der unangenehme Leinenruck wird vom Hund, da er einen Impuls an der Halsunterseite bekommt, als plötzlicher Angriff angesehen und löst so eine erneute Fluchtreaktion aus. Häufig gibt es aus diesem Kreislauf kein Entkommen mehr. Durch das Tragen eines Brustgeschirrs wird dieser unangenehme Druck vom Hals des Hundes genommen. Bei ca. 20% der Fälle gibt sich das Ziehen durch das Tragen eines Brustgeschirrs von ganz allein, mit dem entsprechenden Programm zur Leinenführigkeit ist dem Hund das Ziehen an der Leine auch ohne Leinenruck abzugewöhnen.

5. Das Tragen eines Brustgeschirrs birgt noch weitere Vorteile. Durch den auf dem Rücken liegenden Steg können Sie den Hund viel besser und schneller festhalten. Dieser Griff ist, besonders bei langhaarigen Hunden viel besser zu erreichen als ein Halsband das irgendwo im dichten Fell liegt. Für den Hund ist das Halten am Rückensteg ebenfalls viel angenehmer. Verletzungen an der Hand des Hundehalters durch einen sich im Halsband windenden Hund werden vermieden.
justdog.de - Training für Menschen mit Hund - Brustgeschirr statt Halsband
LG Ingrid
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  #33 (permalink)  
Alt 30.10.2009, 11:53
Benutzerbild von soley
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Beiträge: 1.711
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Zitat:
Zitat von hundeversteher-nrw Beitrag anzeigen
Freue mich das es so gut geklappt hat, bei Dir.

Wenn man Radwege benutzen kann um zum Auslauf zu kommen ist das ja auch angenehmer als wenn die Autos/LastwagenMotorräder direkt an einem vorbei rauschen.Da darf der Hund im Augenblick keinen Spielraum haben um eigene Wege/Alternativ-Bewegungen ausführen zu können.
Oh, nur mal so zur Erklärung. In Berlin gilt die Regel, dass die Fahrradwege auf den Fußwegen nur zu bestimmten Zeiten (hab ich jetzt vergessen, vorwiegend nachts und morgens) überhaupt benutzt werden dürfen. Auf den Straßen, die übrigens in Mitte aus Denkmalschutzgründen auch noch sehr häufig kopfsteingepflastert sind, fahren nicht nur Lieferwagen, Autos und Busse, sie werden auch noch von Straßenbahnen frequentiert.
In Berlin ist ohnehin alles verboten, was irgendwie Spaß und/oder Sinn macht. Aber niemand hält sich dran. Das kann man nun finden, wie man will. Tatsache ist: Auch ich bin natürlich nicht auf einer solchen Straße gefahren. Habe auch niemanden gesehen, der das mit Hund getan hätte. Und muss auch sagen: Da nimmt man dann lieber preußische Strafgebühren in Kauf als sich und seinen Hund einer solchen Gefahr auszusetzen. Es gibt eben Wege, die sind zum Radeln (mit Hund sowieso) nicht geeignet. Wenn das nur mit Halsband und Kadavergehorsam bei nervenstärksten Hunden geht, würde ich drauf verzichten. Und pfotenspur kommt sicher nicht auf die Idee, in so einem Szenario zu üben. Übrigens glaube ich nicht, dass das Halsband weiterhilft, wenn Du da tatsächlich von einem Fahrer übersehen wirst.

Es ist doch so: Je unübersichtlicher die Umgebung, desto mehr orientiert sich der Hund an Dir. Ist er gut am Fahrrad "ausgebildet", in reizärmerer Umgebung selbstverständlich, wird er Dir auch am Geschirr genau folgen. Und wenn so eine Umgebung wirklich ungeeignet ist, würde es ein verantwortungsvoller, gewaltfrei führender HH, schlicht lassen.

Wie sagt Cassie immer so schön: Just my 2 cents.

LG
Soley
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  #34 (permalink)  
Alt 30.10.2009, 13:17
Benutzerbild von pfotenspur
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Registriert seit: 07.05.2009
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Beiträge: 2.468
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Moin ihr Lieben!
Da hab ich ja einen spannenden Austausch verpaßt, schade!
Ich sehe das aus meiner Erfahrung mit verschiedensten Hunden so, daß ich mir ein Ziel setze, was mein Hund in einem bestimmten Zeitraum lernen sollte.Dann wird das geübt, mit viel positiver Verstärkung und in Minischritten.So arbeite ich mich/ uns an das Ziel heran.
In diesem Fall heißt das Ziel:Hund folgt ohne Leine am Fahrrad und am Pferd.Ich werde auf jeden Fall mit dem Geschirr beginnen, da Sprünge zur Seite und plözliche Schnupperbremser zwar undifferenzierter ,aber weicher abgefangen werden.Für den Alltagsgebrauch strebe ich das Halsband an, der Hund gefällt mir und sich besser mit weniger Zeug am Leib.Am Rad würde ich ihn erst dann am Halsband mitführen, wenn er das neue Spielchen kapiert hat und sicher mitläuft.
Grundsätzlich finde ich es gefährlicher, den Hund an der Strippe beim Rad zu haben als ohne - immer vorrausgesetzt er gehorcht!
Eine gute Freundin ist erst neulich fieß gestürzt mit Kind und Hund, weil ihr ausgebildeter Jagdhund urplötzlich stoppte.Bänderanriss...Grund des ungewollten Stopps war eine läufige Hündin.
__________________
Ohne meinen Hund wäre ich wie taub und blind - er zeigt mir Dinge, die sich meiner Wahrnehmung verbergen.
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  #35 (permalink)  
Alt 31.10.2009, 20:14
Benutzerbild von achtpfoten
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Registriert seit: 10.03.2009
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also wir haben mit Acht Monaten lllaaannnngggsssaaaammm angefangen. Frodo ist nunmal ein Labbi und da muss man aufpassen, aber er ist jetzt 15Monate und es hat ihm nicht geschadet.
Er war da noch so offen und aufmerksam hätte er es erst heute gelernt, denke ich,er hätte mich auch schonmal vom Fahrrad geholt.
So hat er es super gelernt und läuft mit.
Viel Spaß
Ilona
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