| > Registrieren | > Hilfe | > Benutzerliste | > Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
|
|||||||
![]() |
|
|
Themen-Optionen | Ansicht |
|
|||
|
hallo! habe eine 7,5 jahre alte schäferhündin. sie wurde bisher noch nicht kastriert. habe heute im fernsehen gesehen, dass wenn hunde nicht kastriert sind, das krebsrisiko enorm steigen würde!?
meinefrage dazu: stimmt das? wäre es bei einer 7,5 jahre alten hündin noch hilfreich oder ist es schon zu spät? wie viel kostet so eine kastration in etwa? danke im voraus für antworten. lg gökhan |
|
|||
|
Hallo Zusammen
Als wir meine Tosca zu uns nahmen (sie war damals gerademal 8-Wochen alt) liessen wir uns von unserem TA beraten. Tosca war und ist Unser TA hat uns auch geraten Tosca nach der ersten Läufigkeit zu kastrieren... - Was wir auch machten. Leider weiss ich nicht, wann der letzte Zeitpunkt ist um seine Hündin vor dieser Krebsart zu schützen... - Doch ich kenne einige Hundedamen, welche ein stattliches Alter haben und nicht Kastriert sind. Liebe Grüsse aus der Schweiz Linda und Tosca |
|
||||
|
Zitat:
Bevor wir uns bei unserer Hündin (mittelgroß, ca. 15 kg) gegen eine Kastration entschieden, habe ich beim Impftermin mal aus Neugierde nach dem Preis gefragt: ca. 280,00 €. Und eine Bekannte aus der Nähe von München hat mir erzählt, daß ihr Tierarzt für die Kastration ihrer schäferhundgroßen Hündin (35 kg) um die 600 Euro (!!!) verlangt. Rüde 200,00 € ...
__________________
Hunden nicht nur, wenn sie jung sind, sondern auch im Alter Pflege angedeihen zu lassen, ist Ehrenpflicht eines guten Menschen. Marcus Porcius Cato (234-149 v. Chr.), röm. Politiker und Schriftsteller |
|
|||
|
Zitat:
- Der Preis hängt wohl wirklich vom TA ab. Ich selbst durfte einmal unseren TA eine Woche bei der Arbeit begleiten. Kastrationen waren da Alltags-Operationen. Er erklärte mir, dass die Kastration einer Hündin Teurer kommt, als bei einem Rüden, da bei der Hündin der Eingriff viel grösser ist... Wir besitzen 2 Hundemedels und beide sind Kastriert... Bei uns in der Schweiz kostet eine Kastration von einer Hündin rund 600.- Franken, was umgerechnet so über den Daumen gepeilt etwa 375.- Euros ergibt... |
|
||||
|
Das sind ja Preise, da sage ich echt nichts mehr.
Ich habe für die Kastration von Helena 190 Euro, und bei Luka 90 Euro bezahlt. Bei Samson sogar garnichts. Und wenn Daisy dran ist, wird es auch die 200 Eurogrenze nicht überschreiten. Aber München ist ja generell teuer, wie man am Beispiel von HeLa sieht. Wenn es allerdings keine anderen Gründe (wie eine Gebärmuttervereiterung ect.) vorliegen, würde ich der Hündin in dem Alter den Eingriff ersparen. Auch wenn die Kastration mittlerweile ein Rutineeingriff ist, bedeutet es Narkose und Stress. Je älter der Patient, desto höher das Risiko, dass der Eingriff nicht gut verarbeitet wird.
__________________
Mit liebem Gruss, Romina und ihre tierische Rasselbande Der Hund ist das einzige Wesen auf Erden, das dich mehr liebt als sich selbst |
|
|||
|
Hallo,
eine Kastration in dem Alter halte ich persönlich aus dem Grund der Krebsvorsorge für unnötig. Meine Gina (13 Jahre 8Monate) wurde mit ca. 8 Jahren kastriert. Letztes Jahr haben wir ihr eine Milchleiste wegnehmen lassen, da sich ein Mammatumor gebildet hatte. Leider hat sich im dezember rausgestellt, daß auch die Lunge und die Leber vom Krebs befallen ist. Die Kastration soll was bringen, wenn es sehr fürh gemacht wird, allerdings bin ich persönlich der Meinung, daß dann die Hündin vom Wesen noch nicht so gereift ist, so daß ich persönlich es auch im jungen Alter nicht machen würde. Aber da gehen die Meinungen ja ausseinander Liebe Grüße Sandra |
|
||||
|
Hallo,
eine Kastration in dem Alter bringt für die Krebsvorsorge (Mammatumore) nichts mehr. Das hätte vor der 2. Läufigkeit passiert sein müssen. Allerdings haben unkastrierte Hündinnen auch kein "enorm" erhöhtes Risiko, Mammatumore zu bekommen. Im mitteleuropäischen Raum wird davon ausgegangen, dass "nur" ca. 2-3,5 % der unkastrierten Hündinnen Mammatumore bekommen. Als Vorbeugung vor Gebärmuttervereiterung halte ich diesen Eingriff mit 7,5 Jahren für fragwürdig. Normalerweise würde da auch das Tierschutzgesetz dagegen sprechen. Aber das ist wieder ein anderes Thema. Ich kann dir jetzt keine Empfehlung geben, das muss jeder selbst entscheiden. Ich persönlich würde es nicht machen lassen, würde stattdessen die Hündin in den Wochen nach der Läufigkeit immer genau beobachten (da hier die Wahrscheinlichkeit für Gebärmuttervereiterungen am größten ist) und falls etwas auffällig wäre, sofort zum TA. Grüße Amelie
__________________
Dackel versprechen nichts, aber das halten sie dann auch. |
|
||||
|
http://www.canosan.de/Mammatumore.aspx
Vielleicht doch lieber ein wissenschaftlich fundierter Text :rolleyes: : Sollten sie irgendwelche Knötchen oder gar größere Knoten fühlen, ist es ratsam, die Hündin möglichst bald beim Tierarzt vorzustellen. Die Therapie der Wahl ist die chirurgische Entfernung des Tumors, möglichst in einem noch sehr kleinen Wachstumsstadium. In der Regel wird der Tierarzt die gesamte betroffene Milchleiste operativ entfernen, da der Tumor bei der Entfernung nur eines Drüsenkomplexes sehr häufig innerhalb kurzer Zeit in einem benachbarten Komplex erneut auftritt. Eine pathologische Untersuchung des Tumors ist immer empfehlenswert, da diese Aufschluß über die Tumorart gibt und wichtig für die weitere Prognose des Krankheitsverlaufs und der weiterführenden Therapie ist (z.B. zusätzlich Chemotherapie oder Bestrahlung). Vor der Operation sollte, vor allem bei alten Hündinnen, der gesundheitliche Status mittels eines Blutbildes überprüft werden. UNBEDINGT VOR EINER OP: Auch eine Röntgenaufnahme zur Kontrolle der Lunge ist wichtig, da viele Tumorarten zur Metastasierung (Streuung des Tumorgewebes in andere Organe) neigen. Im Fall einer nachweisbaren Streuung in die Lunge oder andere Organe wäre der Erfolg einer Operation leider sehr fragwürdig. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, daß der Zeitpunkt der Kastration Einfluß auf die Entstehung von Mammatumoren hat. Eine Hündin, die vor der ersten Läufigkeit kastriert wird, hat ein Tumorrisiko von nur ca. 0,5%. Wird nach der 1. Hitze kastriert, steigt das Risiko auf 8%, kastriert man erst nach der 2. Hitze steigt das Tumorrisiko auf 26%. Wird die Hündin erst im Alter von 2,5 Jahren oder später kastriert, hat die Kastration keinen schützenden Einfluß mehr auf die Bildung von Mammatumoren. Auch bei bereits bestehenden Tumoren kann die Kastration das Tumorwachstum nicht mehr beeinflussen. Untersuchungsergebnisse zeigen, daß bei unkastrierten Hündinnen Mammatumoren 2,5 bis 4 mal häufiger auftreten als bei kastrierten. Hündinnen mit Läufigkeitsunregelmäßigkeiten oder der Neigung zur Scheinträchtigkeit zeigen kein häufigeres Auftreten von Mammatumoren als Hündinnen mit einem regelmäßigen, unproblematischen Zyklus. Allerdings wird ein Zusammenhang von Erkrankungen des Geschlechtsapparates, wie z.B. Eierstockszysten, persistierende Gelbkörper, Hyperplasie (Wucherung) der Gebärmutterschleimhaut, und der Entstehung von Mammatumoren gesehen. Neuste Studien haben gezeigt, daß 27% der Hündinnen mit Gesäugetumoren auch an pathologischen Veränderungen des Geschlechtsapparates leiden. Möglicherweise ist der Prozentsatz in der Praxis sogar noch höher, da nicht automatisch alle Hündinnen mit Mammatumoren auch kastriert und somit überprüft werden. Die sicherste Vorbeugung von Mammatumoren im Alter ist sicherlich die frühe Kastration der Hündin. Diese Ansätze finde ich sehr WICHTIG: Gleichzeitig beugt man hiermit ungewollten Trächtigkeiten und einer möglichen Gebärmuttervereiterung, für die die Hündin leider recht anfällig ist, vor. Sollte ihre Hündin nicht kastriert sein, lassen sie sich von ihrem Tierarzt zeigen, wie sie selbst das Gesäuge ihrer Hündin regelmäßig untersuchen können. Die routinemäßige Gesäugekontrolle durch den Tierarzt beim jährlichen Impfbesuch kann je nach Tumorart nämlich zu wenig sein. LG Lupi |
|
||||
|
Hallo Lupi,
ich weiß nicht, auf was du "Vielleicht doch lieber ein wissenschaftlich fundierter Text" bezogen hast Meinst du das Tumorrisiko von 26%, das in "deinem" Text angegeben wird, bei einer Kastration nach der 2. Läufigkeit? Das hat aber nichts mit den von mir genannten 2 - 3,5 % aller unkastrierten Hündninnen zu tun. Nochmals (hatte ich in einem anderen thread schon geschrieben): Die 26% Risiko sind im Vergleich zu unkastrierten Hündinnen zu sehen, d.h. Unkastrierte haben im Vergleich zu Kastrierten (vor der 2. Läufigkeit) ein 4mal so hohes Risiko zu erkranken, das bedeutet nicht, dass 26% aller Unkastrierten an Mammatumore erkranken. Tatsächlich erkranken 2-3,5% aller Unkastrierten!! Leider geistern diese 26% immer wieder durchs Netz und werden selbst auf TA-Seiten ungenau erläutert. Übrigens - ich habe mir das nicht selbst aus den Fingern gezogen, sondern das ist in diversen wissenschaftlichen Arbeiten aus der Veterinärmedizin nachzulesen. Viele Grüße Amelie
__________________
Dackel versprechen nichts, aber das halten sie dann auch. |
![]() |
| Themen-Optionen | |
| Ansicht | |
|
|