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  #1 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 16:13
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Beiträge: 1
Standard Welcher Hund ist der Richtige?

Hallo,
wir möchten uns einen Hund anschaffen. Wir haben auch schon sehr lange darüber nachgedacht und das Für und Wieder abgewogen. Nun sind wir uns sicher. Es soll ein Vierbeiner zu unserer Familie gehören. Natürlich haben wir uns bereits umfänglich informiert, wollen aber auch den Richtigen Hund finden. Vorgestellt haben wir uns nach Größe, Fell, Charakter (freundlich, nicht aggressiv, mit Bewegungsdrang) einen Beagle. Nun kommen wir immer mal wieder ins wanken, ob das der Richtige Hund für uns ist. Auslauf 3 Stunden am Tag ist nicht das Problem. Auch mal mit dem Rad, klar. Aber die Schwierigkeiten beim Freilauf geben uns zu denken. Auch sind wir Anfänger. Der Besuch einer Welpen- und später evtl. auch Hundeschule wäre selbstverständlich. Wichtig wäre aber auch, das der Hund mal 4 Stunden alleine bleiben kann.
Alternativ sind wir auch schon mal beim Kromfohrländer hängengeblieben. Hier ist die Fixierung auf eine Person allerdings nicht so wünschenswert. Auch Labrador/Retriever wären wohl passend. Allerdings sind die uns zu groß. Hat vieliecht jemand eine Idee? Oder ist ein Beagle, abgesehen vom verfressen sein und der Sturköpfigkeit doch der Richtige?
Ich hoffe auf viele, hoffentlich hilfreiche Komentare. Danke
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  #2 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 16:40
Benutzerbild von Susi53
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Standard

Ach weißt Du, lasst Euer Herz entscheiden. Die Rassebeschreibungen geben zwar einen ungefähren Einblick in die Rasse, aber jeder Hund ist ein Individuum und ich kenne viele, die sich gewundert haben, dass der angeblich sich selbst erziehende Labbi eine Menge Arbeit erfordert oder der ach so kinderliebe Cocker die Kinder der Familie so garnicht mag.
Größe, Felllänge oder einfach nur das Aussehen kann man ja per Beschreibung noch aussuchen, aber alles andere wird durch die Aufzucht der Welpen und die spätere Erziehung festgelegt- und gerade bei der Welpneaufzucht sollte man genau gucken. Ein Hund, der später in der Stadt leben soll, sollte nicht gerade seine ersten Wochen isoliert auf dem Lande zugebracht haben. Ein Hund, der in einen "Kinderhaushalt" kommt, sollte schon positive Erfahrungen als Welpe gesammelt haben und auch an einen gewissen Geräuschpegel gewöhnt sein.
Natürlich gibt es Beagle, die ihr Leben lang nicht von der Leine gelassen werden können- aber meist liegt es dann nicht am Hund sondern an den HH. Kromfohrländer können nervöse Kläffer sein- aber auch tolle Sporthunde.
Guck Euch genau an, woher der Hund kommt, lasst Euch Zeit, beschäftigt Euch mit den Eltern der Welpen, lasst Euch nicht abspeisen mit Aussagen: die Mutter ist gerade nicht da o.ä. - dann geht am Besten gleich wieder. Auch die Aussage: "..wenn Sie sich nicht gleich entscheiden, ist der Hund weg..." sollte zum sofortigen Verlassen der "Zuchtstätte" führen!
LG Ingrid
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Alt 01.02.2012, 18:16
Benutzerbild von DogGirl
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Wir scheinen ein ähnliches „Beuteschema“ zu haben, ich habe mich damals (vor ca. 15 Jahren) auch erst für einen Beagle interessiert und bin beim Kromi gelandet…
Nach den Erfahrungen, die ich gemacht habe, war mir sehr bald klar, Alfke ist mein erster, liebster und letzter Kromfohrländer.

Und trotzdem hat Susi Recht, es kann so oder so laufen, und den Anfängerhund schlechthin, den gibt es sowieso nicht. Alle sind Individuen – trotz ihrer sicherlich vorhandenen rassespezifischen Eigenschaften.
Aber den „perfekten Hund“ gibt es genauso wenig, wie es den perfekten Hundehalter gibt… zum Glück!

Und du solltest wirklich mit sehr viel persönlichem „Standing“ und gesundem Menschenverstand den Züchtern deines potentiellen Traumhundes gegenübertreten…
Wobei genau das sicher viel verlangt ist, von einem „Hundeneuling“.
Da wartest du ewig lange (oder zumindest kommt es dir ewig lange vor) auf die Chance, aus diesem Wurf von diesem Züchter nun endlich einen Welpen abzubekommen… und dann sagt dir deine kleine innere Stimme „Ne, lass es, weil…!“
Ich hab´ damals zu meiner inneren Stimme „Halt die Klappe“ gesagt… und, tja… ich hätte niemals so viel über Hunde, Hundeverhalten und Erziehung und Krankheiten und Training gelernt, wenn es diesen einen wunderbaren Alfke in meinem Leben nicht gegeben hätte.

Ich rate Leutchen, die sich für einen Hund interessieren gerne zu einer Anschaffungsberatung bei jemandem, der sich mit Hunden, vielen Hunden, Rassen und Nicht-reinen-Rassen und – vor allen Dingen – mit deren Menschen auskennt.
Da kannst du deine persönlichen Wünsche, Vorstellungen und „Hirngespinste“ mit jemandem besprechen, der nicht durch eine „rosarote Rassebrille“ guckt, wie es manche Züchter leider tun…

Ich wünsch´ dir viel Glück, bei der Suche nach dem oder der Richtigen!
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Wenn wir behaupten, der beste Freund unseres Hundes zu sein, müssen wir die Art von Freund sein, den wir selbst gern hätten.
(Suzanne Clothier)
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Alt 01.02.2012, 19:35
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Ich liebe ja Beagle, würde mir aber keinen holen, weil mich das nerven würde, dass ich immer Gewehr bei Fuß stehen muss. Eine Freundin von mir hat einen Beagle und sie hat genau die Einstellung, die man wohl braucht. Wir gehen los, der Hund ist weg, ich bin ganz nervös und meine Freundin sagt: entspann dich, zum Schluss ist sie immer pünktlich da. Immer.

Und sie ist wirklich zum Schluss irgendwie immer wieder da. Die beiden sind vll. ein Gespann.

Ich weiß ja nicht, wo du wohnst, aber hier sind viele Beagle von dem Tierheim Wermelskirchen, weil die immer die Versuchshunde aufnehmen und auch wenn die anfangs immer viel Besitzerzeit in Anspruch nehmen, sind es ganz wundervolle Hunde.
:: Das Tierheim Wermelskirchen und Umgebung ::

Kromfohrländer kenne ich zwei Stück und das sind beides eklige Kanalratten. Hinterlistig und bellend und beißend. Das prägt natürlich ein Rassebild enorm. Auch wenn ich vom Kopf her weiß, dass natürlich nicht jeder Hund dieser Rasse so sein wird und es auch am Besitzer liegt etc. - so ein Bild prägt sich irgendwie ein.

Ich mag den irischen Terrier, kennst du den? Irish Terrier, Irish Red Terrier, Irischer Terrier - Hunderassen mit Rassebeschreibung und Fotos auf Hundund

Und ich liebe Schnauzer.

Das sind so urwüchsige Kerle, meist gesund und robust. In meinem Ben ist ja viel Schnauzer und ich liebe das.

Ich glaube, ich würde mir so viele Hunde wie möglich in natura ansehen.

Was ich auch super finde ist eine Kaufberatung. Das ist schon klasse.
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Alt 01.02.2012, 19:57
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Zitat:
Zitat von Varghona Beitrag anzeigen

Kromfohrländer kenne ich zwei Stück und das sind beides eklige Kanalratten. Hinterlistig und bellend und beißend. Das prägt natürlich ein Rassebild enorm. Auch wenn ich vom Kopf her weiß, dass natürlich nicht jeder Hund dieser Rasse so sein wird und es auch am Besitzer liegt etc. - so ein Bild prägt sich irgendwie ein.
Glaub´ mir, Varghona, viele Chancen lässt der Kromi seinem Besitzer nicht
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(Suzanne Clothier)
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Alt 01.02.2012, 20:04
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Ich kenne ja das draufgehen und bellen und zanken von Terriern. Aber die sind meist so gerade heraus. Große Schnauze.

Aber die Kromis waren beide so hinterlistig. So im Weggehen hinterher und dann von hinten noch gebissen. Sowas macht mich aber sauer.

Und sie schienen mir beide sehr nervös. Niedrige Reizschwelle.

War das auch deine Erfahrung?
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  #7 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 20:19
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Zitat:
Zitat von Varghona Beitrag anzeigen
Ich kenne ja das draufgehen und bellen und zanken von Terriern. Aber die sind meist so gerade heraus. Große Schnauze.

Aber die Kromis waren beide so hinterlistig. So im Weggehen hinterher und dann von hinten noch gebissen. Sowas macht mich aber sauer.

Und sie schienen mir beide sehr nervös. Niedrige Reizschwelle.

War das auch deine Erfahrung?
ABSOLUT. 100%. JA.
LEIDER!!!
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  #8 (permalink)  
Alt 01.02.2012, 20:55
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Zitat:
Zitat von Varghona Beitrag anzeigen
Wir gehen los, der Hund ist weg, ich bin ganz nervös und meine Freundin sagt: entspann dich, zum Schluss ist sie immer pünktlich da. Immer.

Und sie ist wirklich zum Schluss irgendwie immer wieder da. Die beiden sind vll. ein Gespann.
Kann ich mir Beagle&HH mal ausleihen? Das "Gespann" wäre genau passend für uns

Zitat:
Zitat von Varghona Beitrag anzeigen
Vielleicht müsstest du noch erwähnen, varghona, dass sich @kerstin.fegert dann auch gleich einen 4m-Zaun anschaffen sollte Irische Terrier sind Kletter- und Sprungkünstler, und die Grenzen des zu bewachenden Grundstücks sind meist sehr, sehr grosszügig bemessen...
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Herzlichst, Susann
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  #9 (permalink)  
Alt 02.02.2012, 08:46
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Ich kenne nur 2 Stück, die sind hier sehr selten. Der eine ist schon lange her und der war ein Goldstück und aktuell gibt es hier eine Hündin und ich finde die für Terrier Verhältnisse sehr entspannt.

Die Johanniter bilden diese Terrier auch aus.

Das ist das wieder, man schließt einfach auf den Rest der Rasse, wenn man einen oder zwei Hunde kennt.
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  #10 (permalink)  
Alt 02.02.2012, 10:38
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Auch ich habe nur einzelne Eindrücke zu Beagle und Kromfrohrländer. Wir haben je einen davon in der Hundeschule.

Der Beagle ist extrem schwer erziehbar. Jetzt ein Jahr alt und schafft bisher keine Minute "Sitz" am Stück. Kann sich nur schwer konzentrieren. Seine Besitzerin meint dass sie keinen Abruf (Hund kommt nicht auf Kommando zu ihr zurück) hinbekommt, daher nur Schleppleine.
Er hat auch die "typischen" Beagle Angewohnheiten: extrem verfressen und klaut daher auch Lebensmittel aus der Küche, nimmt alles auf was er draußen findet. Sehr bellfreudig bzw. dieses typische Beagle-Jodeln.

Der Kromfohrländer ist erst ein halbes Jahr alt daher finde ich es schwer ihn näher einzuschätzen. Nervös und unter Strom wäre wohl die beste Beschreibung. Aber lernwillig und fröhlich. Leicht verschreckt wenn er ein ungewöhnliches Geräusch hört.

Beim Beagle denke ich immer: das ist ein Meutetier, der braucht andere Hunde um sich rum.
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